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So, 9. November 2003, 17:28

Unternehmen

Novell reif für Übernahme

Die Übernahme von SuSE durch Novell macht nun wiederum Novell interessant für eine Übernahme.

Die SuSE-Übernahme durch Novell wurde durchweg positiv aufgenommen. Auch, da Novell keine einschneidenten Änderungen bei SuSE plant, die Cross-Plattform-Strategie des Unternehmens durch diesen Deal jedoch untermauert wird.

Doch dieser Deal regt auch neue Diskussionen an, ob Novell selber ein geeigneter Kandidat für eine Übernahme wäre. Analysten, die dies schon seit zehn Jahren diskutieren, sehen Novell im Paket mit SuSE nun als reif für eine Akquisition an. Laut Laura DiDio, Analystin der Yankee Group, sei Novells Attraktivität durch die SuSE- und die Ximian-Übernahme, genauso wie durch andere Übernahmen der letzten Jahre, so hoch wie noch nie. »Die Zeit ist reif.«, so DiDio. Auch andere Analysten, wie die Firma Gartner, stimmen ihr zu.

Als Kandidaten werden Hewlett Packard, Cisco und IBM genannt.

HP wird als aussichtrsreich betrachtet, da die Firma eine lange, gemeinsame Vergangenheit mit Novell hat. Allerdings beäugt Microsoft schon jetzt HPs Linux-Engagement sehr kritisch. Eine Übernahme würde die sehr profitable Beziehung der beiden Unternehmen endültig zerstören.

Cisco wäre die zweite Möglichkeit. Vor fünf Jahren kündigten Cisco und Microsoft an, die Switch- und Routerverwaltung in Microsofts Active-Directory-Dienst einzubinden. Es kam allerdings nie dazu, woraufhin viele Cisco-Kunden vorschlugen, gemeinsam mit Novell an solch einer Lösung zu arbeiten. Da es immer noch Bedarf für eine solche allumfassende Management-Lösung gibt, wäre Novells Produktlinie eine wahre Bereicherung für Cisco.

Eine Übernahme durch IBM ist jedoch am wahrscheinlichsten. Big Blue hat in den SuSE-Deal 50 Millionen US-Dollar investiert. Ferner arbeitet SuSE schon lange eng mit IBM zusammen und unterstützt bereits jetzt die komplette eServer-Palette. Allerdings gab es für IBM bereits mehrere Gelegenheiten, um Novell aufzukaufen, die nicht wahrgenommen wurden.

Im Übrigen gehen die Analysten auch davon aus, dass es kein Zufall war, dass Microsoft vor einigen Wochen SCO finanziert hat und nun IBM Geld in Novell steckt. Das sei es, worum es gehe: politische High-Tech-Aktivitäten in Vertretung durchzuführen.

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