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Mi, 12. November 2003, 13:35

Sicherheitsschlacht um Linux

Darf man einem Artikel des Informationsportals Infoworld den Glauben schenken, so wird Microsoft schon bald eine neue Kampagne gegen Linux starten, in der Linux in Puncto Sicherheit zugesetzt werden soll.

Die einstige Waffe von Microsoft (Studien gegen Linux) zeigte nur wenig Wirkung. So bewirkte die letzte von Microsoft in Auftrag gegebene Arbeit eher das Gegenteil und löste eine Lawine der Empörung aus. Die Marktforscher der letzten Studie von Forrester Research haben darauf hin ihre »Integrity Policy« geändert und schreiben künftig allen Unternehmen vor, bezahlte Studien über Produktvergleiche vertraulich zu handhaben. Man sollte nun denken, dass auch Microsoft dazu gelernt hat.

Wie nun das Informationsportal Infoworld berichtet, wird Microsoft seine aktuellen und künftigen Kunden mit einer neuen Ausarbeitung beglücken und die Sicherheit von Linux an den Pranger stellen. In einer von mehreren Analysten erstellten Studie beleuchtet Microsoft die benötigte Zeit, die Microsoft und die OpenSource-Community brauchen, um Sicherheitslöcher zu schließen. Das Papier, genannt »Tage der Gefahr«, kommt zum Schluss, dass gravierende Sicherheitslücken sehr schnell bei Linux behoben werden, während kleinere Schwachstellen, bei denen die Gefährlichkeit nicht sofort erkennbar ist, Wochen oder gar Monate auf einen Fix warten.

Zum wiederholte Mal startet damit Microsoft eine Kampagne, um die vermeintlichen Schwächen von Linux in ein Microsoft-günstiges Licht zu stellen. So gehen die Infoworld-Autoren davon aus, dass das der Konzern mit einer neuen Studie einem Trend entgegen wirken will, der Linux einen klaren Sicherheitsvorsprung gegenüber der Redmonder bescheinigt. Durch eine gezielte strategische Ausrichtung will Microsoft von den eigenen Fehlern ablenken und Fehler anderer aufzeigen, so die Autoren. Einen Vorgeschmack auf die kommende Studie lieferte Steve Ballmer, CEO von Microsoft, auf Gartner's autumn symposium bereits: »In den ersten 150 Tagen nach der Veröffentlichung von Windows 2000«, so Ballmer, »gab es nur 17 kritische Sicherheitslücken. Für Windows Server 2003 waren es vier. Für Red Hat Linux 6 war die Zahl fünf- bis zehnmal höher.«

Bereits in der Vergangenheit verkündeten Ballmer und Gates, Sicherheit bei Windows auf die oberste Prioritätsstufe zu stellen. Dazu kündigte Microsoft erst letzte Woche einen mit 5 Millionen US-Dollar dotierten Fonds an, der zum Ziel hat, Ermittlungsbehörden bei der Suche und Ergreifung von Programmierern zu unterstützen, die Würmer, Viren und bösartigen Code im Internet verbreiten. Das Geld soll für Denunziationen dienen, die zur Ergreifung und Verurteilung der Verantwortlichen führen. Ob die neue Strategie von Erfolg gekrönt wird, ist eher fraglich. »Der neue Fonds bekämpft allerdings nur Symptome und nicht die Ursachen«, resümiert Heise. »Die Redmonder müssen sich fragen lassen, ob die Millionen bei der Beseitigung der noch immer offenen RPC-Sicherheitslücken in Windows nicht besser angelegt wären. Schließlich könnte man damit einem Lovsan-Nachfolger vorbeugen.«

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Kommentare (Insgesamt: 56 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[5]: Problem hinter der Tastatur (MW, Fr, 14. November 2003)
Re[4]: Problem hinter der Tastatur (yetti, Do, 13. November 2003)
Dr. Marlboro (hatty, Do, 13. November 2003)
Re: *LOL* (Karir, Do, 13. November 2003)
Re: RedHat 6? (tux73, Do, 13. November 2003)
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