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Do, 20. November 2003, 21:00

Software::Multimedia

ALSA nähert sich Version 1.0

Eine Testversion von ALSA 1.0, dem freien Soundsystem für Linux, wurde von den Entwicklern freigegeben.

Diese Version soll von einem möglichst großen Personenkreis getestet werden, schreibt das ALSA-Team dazu.

ALSA ist die neue Sound-Architektur für Linux, die in Kernel 2.6 erstmals standardmäßig enthalten sein wird. Den meisten Benutzern wird ALSA aber nichts Neues sein, da es von vielen Distributoren bereits mit Kernel 2.4 geliefert wird. Es gab bereits vor der Fertigstellung von Kernel 2.4 Überlegungen, die alte Sound-Archtitektur OSS durch ALSA abzulösen, doch zu diesem Zeitpunkt war ALSA noch nicht ausgereift genug. OSS, das als kommerzielle Version für Linux und andere Systeme weiter existiert, war merklich in die Jahre gekommen und nicht mehr in der Lage, höchste Ansprüche zu erfüllen bzw. moderne Soundkarten voll auszureizen.

Zu den vielen Vorteilen von ALSA zählen:

  • Die Kernel-Treiber sind vollständig modularisiert und enthalten nur den wirklich notwendigen Code. Der Rest wird durch vom Benutzer aufrufbare Tools erledigt.
  • Das Design der Treiber und der Bibliotheken ist Thread-sicher.
  • Unterstützung von mehreren Soundkarten in einem Rechner. Diese können sogar in ein einziges virtuelles Gerät gemischt werden.
  • Die meisten Soundkarten werden unterstützt.
  • Die Möglichkeiten der Hardware werden vollständig ausgereizt.
  • Ein konsistentes User-Space API ermöglicht das Ansteuern nicht nur der ALSA-Treiber, sondern auch weiterer Treiber wie IEEE1394-Treiber oder JACK.
  • Mehrere Applikationen können gleichzeitig auf die Soundkarten zugreifen, wobei die Soundausgaben zusammengemischt werden.
  • Das alte API der OSS-Treiber, das von vielen Applikationen verwendet wird, wird durch Kompatibilitätsmodule unterstützt. Mehr und mehr Applikationen nutzen jedoch auch das ALSA-API direkt.

Der Download von ALSA ist direkt von der Homepage des Projektes möglich. ALSA ist in die fünf Komponenten driver, lib, tools, utils und oss aufgeteilt, die man alle herunterladen sollte. Die Installation von ALSA ist nicht trivial. Wer der Anleitung in den README-Dateien der einzelnen Pakete folgt, wird aber keine Probleme haben.

Wer zu den wenigen zählt, deren Sound-Hardware noch nicht unterstützt wird, findet eventuell einen Treiber in der kommerziellen Version von OSS. (Dank an Morlenxus und Andreas Wozniak.)

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Kommentare (Insgesamt: 53 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: ALSA hui, Doku pfui (anonymous, So, 23. November 2003)
Re[2]: ich bauchte beim lesen der kommentare viel (anonymous, So, 23. November 2003)
Re[4]: ALSA ist Mist! (arni, Sa, 22. November 2003)
Re[3]: ALSA ist Mist! (heiko, Sa, 22. November 2003)
Re[3]: ALSA ist Mist! (Manfred Tremmel, Fr, 21. November 2003)
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