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Mo, 24. November 2003, 23:57

Unternehmen

Israel suspendiert Microsoft-Verträge

Das israelische Finanzminsterium hat alle Verträge mit Microsoft auf Eis gelegt, nachdem Microsoft offiziell als Monopolist eingestuft worden war.

Diese bedeutet zunächst, daß israelische Behörden keine Software-Updates wie beispielsweise auf MS Office 2003 einkaufen dürfen. Stattdessen soll OpenOffice zum Einsatz kommen. Das Arbeitsamt macht den ersten Schritt in diese Richtung und ersetzt auf 550 von 700 Arbeitsplätzen das MS-Produkt durch das freie OpenOffice. Die Rechner bleiben jedoch zunächst bei Windows.

Microsoft gab zu der Entscheidung die üblichen Kommentare ab: »Das Arbeitsamt hat ein unreifes und noch nicht bewährtes Software-Paket ausgewählt und dessen Funktionalität ist bestenfalls auf dem Stand von Office 97.« Offensichtlich ist diese Funktionalität dem Amt gut genug, ganz zu schweigen von der Möglichkeit, beliebige Anpassungen in Auftrag geben zu können.

Die Einstufung von Microsoft als Monopolist lag bereits seit Wochen in der Luft und wurde vor kurzem vom Direktor des israelischen Kartellamtes verkündet. Den Ausgangspunkt der Geschichte scheint die Tatsache zu bilden, daß Macintosh-User in den Microsoft-Applikationen die Unterstützung von Hebräisch und anderen von rechts nach links geschriebenen Sprachen vermißten. Obwohl Mac OS X dies mittlerweile unterstützt, war Microsoft offenbar nicht willens, die Applikationen anzupassen. Mit freier Software ist dies natürlich kein Problem. Viele freie Software-Projekte unterstützen bereits jetzt mehr Sprachen, als kommerzielle Anbieter je unterstützen können, und lokale Gruppen treiben die Übersetzung in weitere Sprachen voran. (Dank an Walter J. Ferstl und Bob Gomorrha.)

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