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Mo, 1. Dezember 2003, 23:26

Unternehmen

Will SCO als nächstes Google verklagen?

Einem Bericht des Online-Magazins Linuxworld zufolge steht steht der bekannten Suchmaschine Google eine Klage der SCO Group wegen Nutzung von Linux ins Haus.

Der Software-Hersteller SCO will offenbar Google wegen missbräuchlicher Nutzung des Unix-Quellcodes verklagen. Das berichtet zumindest der englischsprachige Ticker »Linuxworld« und bezieht sich dabei auf Insider-Kreise. So will das Unternehmen auf Google ein Exempel statuieren und dem letzten Skeptiker die Intentionen der Gruppe vor die Augen führen. Als Zeitpunkt gibt der Ticker eine Zeitspanne von neunzig Tagen an.

Seit geraumer Zeit schwingt die SCO Group den Zepter der Gerechten und lässt keine Gelegenheit aus, Kadi-Kandidaten zu nennen. So kündigte Darl McBride, SCOs CEO, Anfang November an, die Film-Industrie ins Visier genommen zu haben. Mitte November nannte die Gruppe Novell als potentiellen Kandidaten, der von SCO verklagt werden wird. Weitere Drohungen übersandte das vormals unter dem Namen Caldera bekannte Unternehmen an mehrere große Unternehmen, die Linux im großen Stil einsetzen. Binnen der kommenden neunzig Tage sollen 1500 Firmen vor Gericht gezerrt und wegen Lizenzbruch belangt werden, so der Wunsch des Unternehmens Mitte November.

Doch Wünsche können manchmal größer als die Realität sein und so wird SCO nicht mehr kollektiv tausend Nutzer verklagen, sondern »sieben oder acht Kandidaten«. Ob allerdings Google auf dieser Liste steht, wollte McBride dem Magazin nicht sagen. Google selber scheint der Sache im Moment eher gelassen entgegen zu blicken und veröffentlichte vorerst kein Statement. Das Unternehmen nutzt über 10.000 Linux-Rechner in einem Cluster-Verbund und müsste nach Willen von SCO der Gruppe Lizenzzahlungen, je nach der Gebührenordnung, von rund sieben Millionen US-Dollar leisten.

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