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Mo, 8. Dezember 2003, 14:44

Unternehmen

IBM erwirkt Herausgabe von SCO-Quellen

Richterin folgt einem Antrag von IBM und ordnet die Veröffentlichung der beanstandeten Passagen an.

Die große Neuigkeit der letzte Woche ist Untersuchungsrichterin Wells Erklärung, wonach SCO den ersten Schritt im Streit um mögliche Copyrightverletzungen machen soll. Das omnipräsente Unternehmen müsse IBM zeigen, welcher Code ihrer Meinung nach das Copyright von SCO verletzt. Während der gesamten Entwicklung hat SCO IBM immer wieder erklärt, das erst IBM ihren kompletten Code zuerst veröffentlichen muss und SCO die angeblichen Verletzungen dann kennzeichnen werde.

Wie der Erklärung der Richterin zu entnehmen ist, hat SCO nun 30 Tage zum Einwilligen und muss alle entsprechenden Passagen veröffentlichen. Bis dahin ist IBM zu nichts verpflichtet. Die richterliche Anordnung tritt Mittwoch in Kraft und die SCO Group kann IBM nicht mehr zwingen in Vorleistung zu treten. Dieser Tanz sei vorüber. Sollte SCO die geforderten Codezeilen nicht präsentieren können oder wollen, so will das Gericht eine eidesstattliche Erklärungen der Gründe für die Nichtbefolgung der Anordnung.

Cody Hilton von Guru Labs, einer Linux-Schulungsfirma aus Utah, verfolgte die Anhörung, und teilte die zweite große Nachricht mit. Statt David Boies vertrat Kevin McBride SCO, Bruder des SCO-Chefs Darl McBride. Warum Boies nicht erschien, ist schwer zu verstehen. Spekulationen machen die Runde über mögliche Diskrepanzen zwischen SCO und dem Anwalt.

Laut einem Bericht von Groklaw zeigte sich SCO von der Anordnung wenig überrascht. Man habe den Ausgang erwartet, so Darl McBride gegenüber Groklaw. IBM selbst zeigt sich zufrieden. »Alles verlief wie geplant«, so ein IBM-Sprecher. »Wir sind glücklich mit der Entscheidung.« (Danke an Ralf Kellermann.)

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