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Mo, 8. Dezember 2003, 18:40

Software::Distributionen::Debian

Sarge-basierende Anaconda ISOs

Progeny hat die erste Version eines Debian-Systems mit Anaconda als Installationsmethode vorgestellt.

Bereits vor einiger Zeit hatte Ian Murdock, Gründer des Debian-Projektes und der Firma Progeny, einen Überblick über die Fortschritte seiner Arbeit gegeben und eine Anaconda-Portierung für Debian angekündigt. Wie nun der Projekt-Seite entnommen werden kann, hat Progeny die erste Version von Debian »Sarge« mit Anaconda vorgestellt. Das aus zwei ISO-Images bestehende und auf Sarge basierende System enthält eine inoffizielle Version des Debian-Systems und nutzt zum ersten Mal das von Red Hat unter dem Namen Anaconda vorgestellte Installationsprogramm mit Hardware-Erkennung.

Damit verabschiedet Progeny ein für alle Mal den eigens entwickelten PGI-Installer (Progeny Debian Installer) und ersetzt diesen durch Anaconda. In der Praxis bedeutet das, dass Progeny alle RPM-Aufrufe durch APT-Aufrufe ersetzt und alle Red Hat-spezifischen Konfigurationsschritte durch Debconf-basierende Konfigurationen ersetzt hat. »Dazu wurde auch ein Programm namens picax geschrieben, welches es ermöglicht, Debian-Installations-CDs mit Anaconda-Installer zu erstellen«, berichteten wir bereits.

Wie Progeny auf ihrer Seite bekannt gibt, versteht sich der neue Installer nicht als Konkurrenz zu dem offiziellen Installer, sondern dient lediglich der Erweiterung: »Debian unterstützt elf Archtekturen. Progeny unterstützt lediglich IA-32 und IA-64«. Ferner unterstützt Progeny nicht nur Debian, sondern auch Red Hat und sieht deshalb Anaconda für Debian als Ergänzung zum Debian-Installer.

Testwillige können ab sofort Anaconda für Debian einem Test unterziehen. Die Erweiterung ist laut Progeny funktionell, aber noch nicht fertig. Vor dem Einsatz des neuen Installers rät das Unternehmen zum Ansehen der Errata-Datei. »Der Einsatz in einer produktiven Umgebung ist im Moment nicht empfohlen.«

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