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Mo, 15. Dezember 2003, 12:16

Software::Desktop::KDE

Debian und KDE kündigen strategische Partnerschaft an

Debian und das KDE-Projekt werden morgen eine engere Kooperation beider Projekte ankündigen.

Hintergrund der Kooperation soll laut Informationen von Pro-Linux die erst kürzlich von Bruce Perens vorgestellte UserLinux-Strategie sein, die GNOME als Desktop-Umgebung propagiert und KDE lediglich optional erwähnt. Daher will das KDE-Projekt die Desktop-Umgebung an die Debian-Distribution anpassen und um zusätzliche Tools für geschäftliche Belange erweitern. Im Einzelnen planen die Entwickler, KDE um einen Kiosk-Modus zu erweitern, der eine bessere Steuerung der Zugriffe und Freigaben unter KDE regeln wird. Ferner will KDE ein neues und einfacheres Tool zur Konfiguration des Systems erstellen. Das Tool wird Administratoren erlauben, Benutzerrechte und Einstellungen auch in großen Umgebungen und für nicht-KDE-Anwendungen zu setzen und zu überwachen. Ein integrierter Terminal-Server und -Client für neue und effizientere Kompression unter X, ein verbessertes KDE-Print, sowie neue Applikationen wie Kontact mit Kolab-Server und KERP, runden das Angebot ab.

Eine weitere Neuerung, die die neue strategische Ausrichtung des Projektes kennzeichnen wird, stellt ein UserLinux Installer-Frontend dar, das sich im Moment erst in der Planungsphase befindet. Als Basis soll nach Informationen des KDE-Teams der bereits bestehende Ark-Linux-Installer dienen. GUI-Tools zur Konfiguration des Systems, die direkt in die Desktop-Umgebung eingebunden werden werden, sollen zudem eine intuitivere Arbeit ermöglichen und die Nutzung von Debian-Technologie wie DebConf ermöglichen.

Eine der wohl wichtigsten Bestrebungen des Teams soll eine bessere Integration von GTK+ und GNOME-Anwendungen unter KDE darstellen. Dabei werden sich die Entwickler auf bereits bestehende Lösungen wie Geramik stützen und zusätzlich weitere Lösungen entwickeln. Dazu gehören unter anderem eine bessere Integration von OpenOffice.org und Mozilla unter dem K Desktop Environment.

Die im Moment nur zum Teil realisierten und sich teilweise erst im »Proposal«-Status befindenden Änderungen sollen laut Angaben der KDE-Entwickler für alle Parteien Vorteilhaft sein. Zum einen wird das Projekt UserLinux, das auf Debian basieren wird, helfen und zum anderen allen Debian-Nutzern eine Integration von KDE ermöglichen, die bis dato in keiner anderen Distribution möglich war.

Update: demon (17:56): Mehr Informationen im "Papier" der Entwickler.
Update2: demon (22:45): Eine offizielle Ankündigung finden Interessenten ab sofort auf Seite von dot.kde.org.

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