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Fr, 19. Dezember 2003, 00:19

Gemeinschaft::Konferenzen

USA verbieten Export von Linux in den Irak

Seit dem Mai 2003 ist offenbar der Export von Linux in dem Irak und einige andere Länder verboten, zumindest offiziell.

Hintergrund ist die starke Verschlüsselung, die in einigen Teilen von Linux zum Einsatz kommt. Als Anti-Terrorismus-Maßnahme ist die Ausfuhr von Produkten, die Verschlüsselung enthalten, in einige Länder verboten. Neben dem Irak sind auch Kuba, Iran, Libyen, Nordkorea, Sudan und Syrien betroffen. Daß Linux und andere Verschlüsselungs-Technologien weltweit zum freien Download zur Verfügung stehen, ist wohl noch nicht zu Präsident Bush durchgedrungen.

Die Regelung kennt allerdings Ausnahmen, die sie noch lächerlicher machen als sie ohnehin schon ist. So sind die Produkte von Microsoft und Sun als Verschlüsselung für den Massenmarkt anerkannt und unterliegen keinen Beschränkungen. Linux ist dieser Status noch nicht zuerkannt worden, doch ist kein Grund erkennbar, warum das nicht so sein dürfte.

Daher protestiert Don Marti, Chefeditor des Linux Journal und Präsident der Silicon Valley Linux User Group (SVLUG), in einem offenen Brief gegen die Regelung. Er fordert, entweder für Open-Source-Software eine Ausnahme zu schaffen oder das Exportverbot gegen den Irak ganz aufzuheben, das nach der US-Besetzung des Irak keinen Sinn mehr zu ergeben scheint. (Dank an Leviathan, Rübezahl und Walter J. Ferstl.)

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