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Do, 1. Januar 2004, 12:56

Gesellschaft::Politik/Recht

Israels Regierung stoppt den Einkauf von Microsoft-Software

In einem augenscheinlichen Preiskampf hat sich Israels Regierung anstelle eines Microsoft-Systems zugunsten von Open-Source-Software entschieden.
Von none

Wie eine Sprecherin des Finanzministerium mitteilte, würden die staatlichen Behörden bestehende Microsoft-Produkte erst einmal weiterhin nutzen, statt diese auf neuere Versionen zu aktualisieren. Ferner will die israelische Regierung die Entwicklung von günstigeren Alternativen zu Microsoft-Produkten fördern.

Darüber hinaus möchte das Finanzministerium in Kooperation mit Sun Microsystems und IBM eine hebräische Version von OpenOffice veröffentlichen.

"Dies war eine rein wirtschaftliche Entscheidung," sagte die Sprecherin des Finanzministeriums. "Die israelische Regierung wird keine neuen Produkte von Microsoft erwerben, aber bestehende Systeme durch einen Vertrag absichern. Auf politischer Ebene ist die Regierung verpflichtet, die Benutzung von Computern zu fördern. Wir möchten, das sich Open-Source-Technologie verbreitet, so dass mehr Menschen in der Lage sein werden, sich einen Computer zu leisten."

Die Sprecherin sagte, dass die Regierung mit Microsofts Weigerung, einzelne Programme aus dem Office-Paket zu verkaufen, unzufrieden gewesen sei. Nicht alle Abteilungen benötigen das komplette Paket an Programmen.

Micrsofts Vertreter in Israel reagierten zwar nicht auf telefonische Anfragen, jedoch signalisierte Microsoft in einem ersten Statement der US-amerikanischen Zentrale gegenüber der israelischen Regiereung Gesprächsbereitschaft.

Nach Erfolgen bei Regierungbehörden in Frankreich, China und Deutschland setzt Open-Source-Software seinen Siegeszug in die Behörden weiter fort. Auch Länder wie England, Brasilien, Japan, Südkorea, China, Spanien und Russland erkunden Open-Source-Alternativen zu Microsoft, was bei einem Anteil von 10% von Regierungenbehörden am weltweiten Softwaremarkt ein interessantes Sprungbrett für Open-Source-Software werden könnte.

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Kommentare (Insgesamt: 42 || Alle anzeigen || Kommentieren )
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