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So, 18. Januar 2004, 23:05

Gesellschaft::Politik/Recht

MySQL will Client-Lizenz ändern

Als Reaktion auf Probleme, die sich bei der Einbindung der MySQL-Client-Bibliothek in andere freie Programme ergeben, denkt MySQL über eine Lizenzänderung nach.

Mit Version 4.0 der freien SQL-Datenbank MySQL hatte der Hersteller MySQL AB die Lizenz der Client-Bibliothek von der LGPL auf die GPL geändert. Die gesamte Datenbank ist sowohl als freie Software unter der GPL als auch als kommerzielles Produkt erhältlich, wobei die Lizenz der einzige Unterschied ist. Ziel von MySQL war es schon immer, die Entwicklung freier Software zu fördern, die MySQL verwendet - und dazu ist in jedem Fall die Client-Bibliothek erforderlich.

Nun schafft aber gerade die Änderung der Lizenz auf die GPL Probleme. Denn jeder Code, der die Client-Bibliothek verwendet, muß nach den Bestimmungen der GPL ebenfalls unter die GPL gestellt werden. Dies macht aber den Entwicklern verschiedener freier Projekte, insbesondere PHP, Probleme, denn PHP steht nicht unter der GPL. Sterling Hughes machte die Problematik klar. Seiner Meinung nach ist ein weiteres Problem, wie MySQL die GPL auslegt. Danach würde jede Benutzung der GPL-Version des MySQL-Servers es erfordern, die Client-Software unter die GPL zu stellen - selbst wenn jemand beispielsweise eine eigene Client-Bibliothek schreiben würde, die unter der BSD-Lizenz steht.

MySQL will sich der Problematik stellen und die bisherige Lizenz überdenken. Zak Greant von MySQL diskutierte mit Entwicklern freier Software und hält dies in seinem Weblog fest. Die Diskussion wird wohl überwiegend über IRC im Kanal #mysql.licensing auf freenode.org geführt.

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