Warum wird der Linuxtag nicht am Sonntag sein.Wenn man Sonntags fährt dann ist es ruhiger auf der Autobahn ?? und es gibt auch mehr Parkplätze.Ich wollte Samstag Sonntag fahren aber Freitag Samstag ist für mich schlecht. Wenn noch mehr Aussteller und User kommen dann wird im nächsten Jaht der Platz knapp.
Ich hab die Befürchtung, dass die Messe dieses Jahr noch etwas mehr in Richtung der kommerziellen Aussteller gehen soll und daher wurden wahrscheinlich die Tage auf Geschäftsleute ausgerichtet. Es war auch mein erster Gedanke, dass Privatpersonen viel leichter am Sonntag kommen können, daher finde ich es sehr, sehr schade... Naja, vielleicht bekommen wir (Community-Projekte) dann dieses Jahr gar keinen Internetzugang mehr, dann können wir nächstes Jahr auch zuhause bleiben.
Ja, vielleicht liest ja ein Linuxtag-Orga mit und könnte das mal kommentieren.
Ich hatte letztes mal auch den Eindruck, dass der Linuxtag weit davon entfernt ist, seinem Motto "where dot.com meets dot.org" gerecht zu werden. Mein Eindruck war eher, dass alles auf die dot.coms zugeschnitten war, die freien Projekte durften irgendwo ihre mini-stände haben. Im Gegenzug war an den kommerziellen Ständen nur versammelte Inkompetenz zu finden, während die freien Projekte sehr bemüht waren und einem meistens sinnvolle Antworten auf Fragen geben konnten. Die freien Projekte hatten ihre besten Leute da, die Firmen irgendwelche Marketingleute, die zum allergrößten Teil vermutlich selbst nichtmal Linux benutzen.
Naja, wenn die freien Projekte die besten Leute und die kommerziellen nur die Marketingleute da hatten, dann traf das Motto "where dot.com meets dot.org" doch richtig zu, oder? ) Zu den Marketingleuten, die nicht mal selbst Linux benutzen: Warst du mal auf einer Sun Veranstaltung? Ich kenne keine Firma, die mehr auf M$ schimpft; rate mal, was die als Präsentationsprogramm verwenden auf ihren Laptops? )
Also ich finde das jetzt nicht soo krass wie du es beschreibst.. Gut die LT Orga hat bei uns ( GNOME Stand) tatsächlich eine Wand mehr an den Stand gezaubert und vergessen uns zu sagen das mitten auf unserer Fläche eine große Säule steht die uns 1,5x1,5m wegnimmt.. das war nicht grad toll.. außerdem hat wohl die LT orga das letzte Jahr keine von den schönen großen Holztischen bekommen sondern nur so kleine schmale Plastiktische..(ein Glück hatten wir von SUN TFTs bekommen normale Bildschirm hätten nicht auf die Tische gescheit gepasst )
Ma schaun wies dieses Jahr wird.. wenigstens findet der LT jetzt nicht direkt in meinem Prüfungszeitraum statt.. weswegen ich dann alle Tage da sein kann ( hoffentlich )
Bis dann am GIMP/GNOME Stand ( falls GIMP und GNOME wieder zusammen ziehen war ja eigentlich immer eine ganz gute Ehe )
Von Benjamin Hagemann am Do, 22. Januar 2004 um 01:01 #
Hallo Waldgeist!
Wer für euch Ansprechpartner ist, weißt du ja Klar ist das mit der Standfläche ärgerlich, aber da wurde noch einiges in letzter Minute verschoben, damit alle entsprechend Platz haben. Da passiert so etwas leider. Wir werden das in diesem Jahr besser machen, versprochen! Euch war vorher bekannt, welches Standmöbilar hier von uns bekommt und hättet bei Bedarf selbst Möbilar ordern können. Ihr könnt sicher nachvollziehen, dass wir da nur die Grundausstattung stellen können.
Von Benjamin Hagemann am Do, 22. Januar 2004 um 00:55 #
Hallo Hanno!
Die Standflächen der Projekte müssen eben refinanziert werden und hängen damit auch irgendwie mehr oder weniger von der verkauften Standfläche ab. Ich hoffe, du kannst uns da verstehen. Zu den Kompetenzen: Wir entscheiden nicht, ob eine Firma ihre Entwickler auf den Stand stellt, die in dieser Zeit nicht entwickeln können und auch nichts verkaufen, weil sie dafür nicht ausgebildet sind oder ihre Verkäufer / Marketing Profis. Das muß jede Firma mit sich abmachen. Wir haben da echt keinen Einfluß drauf. Die Projekte, freie Entwickler, wollen nichts verkaufen, sondern den Leuten erklären, was sie machen und wie es funktioniert; die Firmen wollen, meist, verkaufen. Das liegt irgendwie in der Natur der Sache. Ich hoffe, dass kannst du auch nachvollziehen. Schick den Firmen, mit deren Entwicklern du gern sprechen würdest, doch rechzeitig eine eMail, dass du gern mit ihren Entwicklern auf dem LinuxTag sprechen würdest. Vielleicht reagieren sie ja darauf, wenn potentielle Kunden nach den Entwicklern rufen.
Von Benjamin Hagemann am Do, 22. Januar 2004 um 00:45 #
Hallo Bernd!
Nein, keine Angst. Wir werden nicht dem Kommerz verfallen. Unser Motto ist ja "where .com meets .org" daher kümmern wir uns "auch" um .com. Wir wollen die Kommunikation zwischen den Besuchern, den Entwicklern und den Firmen fördern, sowie auch den Behörden. Dies gehört zusammen - ohne die Firmenstände könnten wir auch keine Projekte-Stände und kein Vortragsprogramm und somit keinen LinuxTag ermöglichen. Du brauchst keine Angst um das Internet für die Projekte zu haben. Was wäre ein LinuxTag ohne Netz???
Von Benjamin Hagemann am Do, 22. Januar 2004 um 00:36 #
Hallo Bephep!
Ich gehöre auch zur LinuxTag Orga und wir haben da eine offizielle Antwort / Erklärung zu deine Frage:
------------------------------------------ Wir haben lange diskutiert, ob wir die Tagefolge ändern sollen. Aber hier die Fakten, die uns zu der Änderung bewogen haben:
. Der Sonntag war der besucherschwächste Tag, der gesamten Veranstaltung. Der Sonntag ist somit nicht von den Besuchern angenommen worden.
. Die Vorträge am Sonntag waren viel schlechter besucht, als die Vorträge am Freitag und Samstag.
. Das deutsche Sonn- und Feiertagsgesetz hat uns in der Vergangenheit viel Arbeit und Papierkram beschert. Ich sage nur Beantragen einer Ausnahmegenehmigung für das Verkaufen von Waren an Sonntagen, die jedoch nicht zwischen 10 und 11 Uhr gilt, wenn Gottesdienst ist.
. Manche kommerziellen Aussteller müssen für ihr Standpersonal ebenfalls eine Arbeitserlaubnis beantragen (hängt von der Größe des Unternehmens und dem Bundesland des Firmensitzes ab).
Nach Abwägung aller Punkte haben wir uns entschieden, den Sonntag fallen zu lassen. Das heisst aber nicht, das wir das Programm einseitig Businessorientierter machen, ohne an die Community zu denken. Wir werden sowohl das Angebot für die geschäftlichen Besucher als auch für die Besucher aus der Community ausweiten. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit, da wir uns selbst als Community-Projekt sehen.
Was die Förderung der Community betrifft, so werden wir in diesem Jahr weiterhin
. nicht-kommerzielle Projekte mit Standbau und Standfläche sponsorn. Dieses Sponsoring ist natürlich nicht unbegrenzt möglich, denn auch wenn wir keinen Gewinn machen müssen, so müssen wir verständlicherweise darauf achten, keinen Verlust zu erwirtschaften.
. die Interessen der Community nach außen vertreten. Die haben wir z.B. im Fall SCO getan und dafür gesorgt, dass deutsche Benutzer ohne störendes Sperrfeuer in Ruhe ihr GNU/Linux benutzen können.
. der Community eine Plattform zum Treffen und zum Ideenaustausch zur Verfügung stellen.
Mit freien Grüßen LinuxTag-Team ------------------------------------------
Ich hoffe dir / euch damit etwas Licht ins Dunkle gebracht zu haben und dass wir uns auf dem LinuxTag 2004 sehen
Ich bin mir sicher, dass ihr (LinuxTag-Orgas) für die meisten der genannten Kritikpunkte unsererseits gar nicht verantwortlich seid. Aber dennoch gab es diese Kritikpunkte. Und einer (den ich auch vertrete) ist eben, dass dort Firmen ausstellen (und das ganze mit finanzieren, schon klar), die mich nicht in Bezug auf "Linux und unser Produkt" beraten können sondern nur "unser Produkt". Und das finde ich persönlich eine Frechheit von den Firmen. Drei Beispiele: Was ich nie mehr vergessen werde ist der Samsung-Stand. Denn dort wurde unter WIndows XP in einem Internet-Explorer eine Web-Applikation vorgeführt. Ich musste jedes Mal beim vorbeilaufen auf 5-6 schicke TFTs mit Windows-Teletubbie-Look schauen. Das ist _an diesem Event_ völlig daneben. Und man kann mir tausendmal sagen, dass es Samsung um den Groupware-Server geht! Wenn die Web-Applikation nicht auf einem Mozilla unter Linux läuft, taugt sie eh nichts.
Zum anderen hat Intel es geschafft, einen Mitarbeiter abzustellen, der nicht mal annäherns über die Treibersituation des Centrino-WLAN bescheid wusste. Das ist die nächste unglaubliche Frechheit, kaum ein Thema hat alle Neu-Laptop-Käufer so sehr beschäftigt wie Intel's WLAN-Treiber, der im Frühhjahr angekündigt wurde und bis dato nicht verfügbar ist. Wenn da ein nachvollziehbarer Grund dahintersteht, kann man das den Leuten doch erklären, aber ausser Coding-Marthon wusste der Mensch auch von nichts.
Also drittes sind die Laptop-Verkäufer aufgefallen, wenn man rumlief und die Leute nur gefragt hat "Haben Sie ein Gerät bei dem _alles_ unter Linux benutzbar ist, ohne Ausnahme?" Dann bekam man immer ein Ja und bei näherem Hinsehen war klar, dass eben doch das meiste nicht ging. Sprich: Die Firma hat _kein_ Interesse an Linux, denn sonst würde sie wenigstens ein Modell anbieten, dass sich unter Linux problemlos benutzen lässt (das geht mit vielen, aber miest ohne Modem, WLan oder was auch immer) und sie würden einen Berater abstellen, der die Interessen der Community kennt. Und das war nicht so.
Sollte das dieses Jahr wieder so sein oder sich noch weiter in diese Richtung entwickeln, dann wäre es nötig, sich zu überlegen, ob man dieses Vorgehen der Firmen wirklich will und was man machen kann um mehr Interesse an den Hintergründen zu wecken und den Firmen nahezulegen mehr kompetente Leute abzustellen. Und es gibt auch kompetente Nicht-Entwickler.
Wenn noch mehr Aussteller und User kommen dann wird im nächsten Jaht der Platz knapp.
Es war auch mein erster Gedanke, dass Privatpersonen viel leichter am Sonntag kommen können, daher finde ich es sehr, sehr schade...
Naja, vielleicht bekommen wir (Community-Projekte) dann dieses Jahr gar keinen Internetzugang mehr, dann können wir nächstes Jahr auch zuhause bleiben.
Ich hatte letztes mal auch den Eindruck, dass der Linuxtag weit davon entfernt ist, seinem Motto "where dot.com meets dot.org" gerecht zu werden.
Mein Eindruck war eher, dass alles auf die dot.coms zugeschnitten war, die freien Projekte durften irgendwo ihre mini-stände haben. Im Gegenzug war an den kommerziellen Ständen nur versammelte Inkompetenz zu finden, während die freien Projekte sehr bemüht waren und einem meistens sinnvolle Antworten auf Fragen geben konnten.
Die freien Projekte hatten ihre besten Leute da, die Firmen irgendwelche Marketingleute, die zum allergrößten Teil vermutlich selbst nichtmal Linux benutzen.
Zu den Marketingleuten, die nicht mal selbst Linux benutzen: Warst du mal auf einer Sun Veranstaltung? Ich kenne keine Firma, die mehr auf M$ schimpft; rate mal, was die als Präsentationsprogramm verwenden auf ihren Laptops?
Also ich finde das jetzt nicht soo krass wie du es beschreibst..
Gut die LT Orga hat bei uns ( GNOME Stand) tatsächlich eine Wand mehr an den Stand gezaubert und vergessen uns zu sagen das mitten auf unserer Fläche eine große Säule steht die uns 1,5x1,5m wegnimmt.. das war nicht grad toll.. außerdem hat wohl die LT orga das letzte Jahr keine von den schönen großen Holztischen bekommen sondern nur so kleine schmale Plastiktische..(ein Glück hatten wir von SUN TFTs bekommen normale Bildschirm hätten nicht auf die Tische gescheit gepasst )
Ma schaun wies dieses Jahr wird.. wenigstens findet der LT jetzt nicht direkt in meinem Prüfungszeitraum statt.. weswegen ich dann alle Tage da sein kann ( hoffentlich )
Bis dann am GIMP/GNOME Stand ( falls GIMP und GNOME wieder zusammen ziehen war ja eigentlich immer eine ganz gute Ehe )
Gruß
Waldgeist
Wer für euch Ansprechpartner ist, weißt du ja
Klar ist das mit der Standfläche ärgerlich, aber da wurde noch einiges in letzter Minute verschoben, damit alle entsprechend Platz haben. Da passiert so etwas leider. Wir werden das in diesem Jahr besser machen, versprochen! Euch war vorher bekannt, welches Standmöbilar hier von uns bekommt und hättet bei Bedarf selbst Möbilar ordern können. Ihr könnt sicher nachvollziehen, dass wir da nur die Grundausstattung stellen können.
Bis dann!
--
ciao, Benny
Die Standflächen der Projekte müssen eben refinanziert werden und hängen damit auch irgendwie mehr oder weniger von der verkauften Standfläche ab. Ich hoffe, du kannst uns da verstehen.
Zu den Kompetenzen: Wir entscheiden nicht, ob eine Firma ihre Entwickler auf den Stand stellt, die in dieser Zeit nicht entwickeln können und auch nichts verkaufen, weil sie dafür nicht ausgebildet sind oder ihre Verkäufer / Marketing Profis. Das muß jede Firma mit sich abmachen. Wir haben da echt keinen Einfluß drauf. Die Projekte, freie Entwickler, wollen nichts verkaufen, sondern den Leuten erklären, was sie machen und wie es funktioniert; die Firmen wollen, meist, verkaufen. Das liegt irgendwie in der Natur der Sache. Ich hoffe, dass kannst du auch nachvollziehen.
Schick den Firmen, mit deren Entwicklern du gern sprechen würdest, doch rechzeitig eine eMail, dass du gern mit ihren Entwicklern auf dem LinuxTag sprechen würdest. Vielleicht reagieren sie ja darauf, wenn potentielle Kunden nach den Entwicklern rufen.
--
ciao, Benny
Nein, keine Angst. Wir werden nicht dem Kommerz verfallen. Unser Motto ist ja "where .com meets .org" daher kümmern wir uns "auch" um .com. Wir wollen die Kommunikation zwischen den Besuchern, den Entwicklern und den Firmen fördern, sowie auch den Behörden. Dies gehört zusammen - ohne die Firmenstände könnten wir auch keine Projekte-Stände und kein Vortragsprogramm und somit keinen LinuxTag ermöglichen.
Du brauchst keine Angst um das Internet für die Projekte zu haben. Was wäre ein LinuxTag ohne Netz???
--
ciao, Benny
Ich gehöre auch zur LinuxTag Orga und wir haben da eine offizielle Antwort / Erklärung zu deine Frage:
------------------------------------------
Wir haben lange diskutiert, ob wir die Tagefolge ändern sollen. Aber hier die Fakten, die uns zu der Änderung bewogen haben:
. Der Sonntag war der besucherschwächste Tag, der gesamten Veranstaltung. Der Sonntag ist somit nicht von den Besuchern angenommen
worden.
. Die Vorträge am Sonntag waren viel schlechter besucht, als die Vorträge am Freitag und Samstag.
. Das deutsche Sonn- und Feiertagsgesetz hat uns in der Vergangenheit viel Arbeit und Papierkram beschert. Ich sage nur Beantragen einer
Ausnahmegenehmigung für das Verkaufen von Waren an Sonntagen, die jedoch nicht zwischen 10 und 11 Uhr gilt, wenn Gottesdienst ist.
. Manche kommerziellen Aussteller müssen für ihr Standpersonal ebenfalls eine Arbeitserlaubnis beantragen (hängt von der Größe des Unternehmens und dem Bundesland des Firmensitzes ab).
Nach Abwägung aller Punkte haben wir uns entschieden, den Sonntag fallen zu lassen. Das heisst aber nicht, das wir das Programm einseitig
Businessorientierter machen, ohne an die Community zu denken. Wir werden sowohl das Angebot für die geschäftlichen Besucher als auch für die Besucher aus der Community ausweiten. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit, da wir uns selbst als Community-Projekt sehen.
Was die Förderung der Community betrifft, so werden wir in diesem Jahr weiterhin
. nicht-kommerzielle Projekte mit Standbau und Standfläche sponsorn. Dieses Sponsoring ist natürlich nicht unbegrenzt möglich, denn auch wenn wir keinen Gewinn machen müssen, so müssen wir verständlicherweise darauf achten, keinen Verlust zu erwirtschaften.
. die Interessen der Community nach außen vertreten. Die haben wir z.B. im Fall SCO getan und dafür gesorgt, dass deutsche Benutzer ohne
störendes Sperrfeuer in Ruhe ihr GNU/Linux benutzen können.
. der Community eine Plattform zum Treffen und zum Ideenaustausch zur Verfügung stellen.
Mit freien Grüßen
LinuxTag-Team
------------------------------------------
Ich hoffe dir / euch damit etwas Licht ins Dunkle gebracht zu haben und dass wir uns auf dem LinuxTag 2004 sehen
--
ciao, Benny
Ich bin mir sicher, dass ihr (LinuxTag-Orgas) für die meisten der genannten Kritikpunkte unsererseits gar nicht verantwortlich seid. Aber dennoch gab es diese Kritikpunkte. Und einer (den ich auch vertrete) ist eben, dass dort Firmen ausstellen (und das ganze mit finanzieren, schon klar), die mich nicht in Bezug auf "Linux und unser Produkt" beraten können sondern nur "unser Produkt". Und das finde ich persönlich eine Frechheit von den Firmen.
Drei Beispiele:
Was ich nie mehr vergessen werde ist der Samsung-Stand. Denn dort wurde unter WIndows XP in einem Internet-Explorer eine Web-Applikation vorgeführt. Ich musste jedes Mal beim vorbeilaufen auf 5-6 schicke TFTs mit Windows-Teletubbie-Look schauen. Das ist _an diesem Event_ völlig daneben. Und man kann mir tausendmal sagen, dass es Samsung um den Groupware-Server geht! Wenn die Web-Applikation nicht auf einem Mozilla unter Linux läuft, taugt sie eh nichts.
Zum anderen hat Intel es geschafft, einen Mitarbeiter abzustellen, der nicht mal annäherns über die Treibersituation des Centrino-WLAN bescheid wusste. Das ist die nächste unglaubliche Frechheit, kaum ein Thema hat alle Neu-Laptop-Käufer so sehr beschäftigt wie Intel's WLAN-Treiber, der im Frühhjahr angekündigt wurde und bis dato nicht verfügbar ist. Wenn da ein nachvollziehbarer Grund dahintersteht, kann man das den Leuten doch erklären, aber ausser Coding-Marthon wusste der Mensch auch von nichts.
Also drittes sind die Laptop-Verkäufer aufgefallen, wenn man rumlief und die Leute nur gefragt hat "Haben Sie ein Gerät bei dem _alles_ unter Linux benutzbar ist, ohne Ausnahme?" Dann bekam man immer ein Ja und bei näherem Hinsehen war klar, dass eben doch das meiste nicht ging. Sprich: Die Firma hat _kein_ Interesse an Linux, denn sonst würde sie wenigstens ein Modell anbieten, dass sich unter Linux problemlos benutzen lässt (das geht mit vielen, aber miest ohne Modem, WLan oder was auch immer) und sie würden einen Berater abstellen, der die Interessen der Community kennt. Und das war nicht so.
Sollte das dieses Jahr wieder so sein oder sich noch weiter in diese Richtung entwickeln, dann wäre es nötig, sich zu überlegen, ob man dieses Vorgehen der Firmen wirklich will und was man machen kann um mehr Interesse an den Hintergründen zu wecken und den Firmen nahezulegen mehr kompetente Leute abzustellen. Und es gibt auch kompetente Nicht-Entwickler.
cu, Bernd