Ich bin mir sicher, dass ihr (LinuxTag-Orgas) für die meisten der genannten Kritikpunkte unsererseits gar nicht verantwortlich seid. Aber dennoch gab es diese Kritikpunkte. Und einer (den ich auch vertrete) ist eben, dass dort Firmen ausstellen (und das ganze mit finanzieren, schon klar), die mich nicht in Bezug auf "Linux und unser Produkt" beraten können sondern nur "unser Produkt". Und das finde ich persönlich eine Frechheit von den Firmen. Drei Beispiele: Was ich nie mehr vergessen werde ist der Samsung-Stand. Denn dort wurde unter WIndows XP in einem Internet-Explorer eine Web-Applikation vorgeführt. Ich musste jedes Mal beim vorbeilaufen auf 5-6 schicke TFTs mit Windows-Teletubbie-Look schauen. Das ist _an diesem Event_ völlig daneben. Und man kann mir tausendmal sagen, dass es Samsung um den Groupware-Server geht! Wenn die Web-Applikation nicht auf einem Mozilla unter Linux läuft, taugt sie eh nichts.
Zum anderen hat Intel es geschafft, einen Mitarbeiter abzustellen, der nicht mal annäherns über die Treibersituation des Centrino-WLAN bescheid wusste. Das ist die nächste unglaubliche Frechheit, kaum ein Thema hat alle Neu-Laptop-Käufer so sehr beschäftigt wie Intel's WLAN-Treiber, der im Frühhjahr angekündigt wurde und bis dato nicht verfügbar ist. Wenn da ein nachvollziehbarer Grund dahintersteht, kann man das den Leuten doch erklären, aber ausser Coding-Marthon wusste der Mensch auch von nichts.
Also drittes sind die Laptop-Verkäufer aufgefallen, wenn man rumlief und die Leute nur gefragt hat "Haben Sie ein Gerät bei dem _alles_ unter Linux benutzbar ist, ohne Ausnahme?" Dann bekam man immer ein Ja und bei näherem Hinsehen war klar, dass eben doch das meiste nicht ging. Sprich: Die Firma hat _kein_ Interesse an Linux, denn sonst würde sie wenigstens ein Modell anbieten, dass sich unter Linux problemlos benutzen lässt (das geht mit vielen, aber miest ohne Modem, WLan oder was auch immer) und sie würden einen Berater abstellen, der die Interessen der Community kennt. Und das war nicht so.
Sollte das dieses Jahr wieder so sein oder sich noch weiter in diese Richtung entwickeln, dann wäre es nötig, sich zu überlegen, ob man dieses Vorgehen der Firmen wirklich will und was man machen kann um mehr Interesse an den Hintergründen zu wecken und den Firmen nahezulegen mehr kompetente Leute abzustellen. Und es gibt auch kompetente Nicht-Entwickler.
Ich bin mir sicher, dass ihr (LinuxTag-Orgas) für die meisten der genannten Kritikpunkte unsererseits gar nicht verantwortlich seid. Aber dennoch gab es diese Kritikpunkte. Und einer (den ich auch vertrete) ist eben, dass dort Firmen ausstellen (und das ganze mit finanzieren, schon klar), die mich nicht in Bezug auf "Linux und unser Produkt" beraten können sondern nur "unser Produkt". Und das finde ich persönlich eine Frechheit von den Firmen.
Drei Beispiele:
Was ich nie mehr vergessen werde ist der Samsung-Stand. Denn dort wurde unter WIndows XP in einem Internet-Explorer eine Web-Applikation vorgeführt. Ich musste jedes Mal beim vorbeilaufen auf 5-6 schicke TFTs mit Windows-Teletubbie-Look schauen. Das ist _an diesem Event_ völlig daneben. Und man kann mir tausendmal sagen, dass es Samsung um den Groupware-Server geht! Wenn die Web-Applikation nicht auf einem Mozilla unter Linux läuft, taugt sie eh nichts.
Zum anderen hat Intel es geschafft, einen Mitarbeiter abzustellen, der nicht mal annäherns über die Treibersituation des Centrino-WLAN bescheid wusste. Das ist die nächste unglaubliche Frechheit, kaum ein Thema hat alle Neu-Laptop-Käufer so sehr beschäftigt wie Intel's WLAN-Treiber, der im Frühhjahr angekündigt wurde und bis dato nicht verfügbar ist. Wenn da ein nachvollziehbarer Grund dahintersteht, kann man das den Leuten doch erklären, aber ausser Coding-Marthon wusste der Mensch auch von nichts.
Also drittes sind die Laptop-Verkäufer aufgefallen, wenn man rumlief und die Leute nur gefragt hat "Haben Sie ein Gerät bei dem _alles_ unter Linux benutzbar ist, ohne Ausnahme?" Dann bekam man immer ein Ja und bei näherem Hinsehen war klar, dass eben doch das meiste nicht ging. Sprich: Die Firma hat _kein_ Interesse an Linux, denn sonst würde sie wenigstens ein Modell anbieten, dass sich unter Linux problemlos benutzen lässt (das geht mit vielen, aber miest ohne Modem, WLan oder was auch immer) und sie würden einen Berater abstellen, der die Interessen der Community kennt. Und das war nicht so.
Sollte das dieses Jahr wieder so sein oder sich noch weiter in diese Richtung entwickeln, dann wäre es nötig, sich zu überlegen, ob man dieses Vorgehen der Firmen wirklich will und was man machen kann um mehr Interesse an den Hintergründen zu wecken und den Firmen nahezulegen mehr kompetente Leute abzustellen. Und es gibt auch kompetente Nicht-Entwickler.
cu, Bernd