Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 21. Januar 2004, 14:07

Unternehmen

SCO verklagt Novell

Im Zuge ihres juristischen Feldzugs gegen IBM, Linux und [a 0.6160]Linux-Benutzer[/a] hat die SCO Group jetzt auch Novell wegen angeblicher Verstöße gegen ihre Copyrights und Verleumdung verklagt.

Die beim Utah State Court in Salt Lake City eingereichte Klage will nach Angaben der SCO Group die Frage der Eigentümerrechte der Marke Unix klären und Novell davon abhalten, weiter zu behaupten, Eigentümerin der Rechte zu sein. Stein des Anstoßes stellen die kürzlich von dem SUSE-Käufer vorgestellten Dokumente dar, die nach Ansicht von Novell belegen, dass nicht SCO, sondern Novell die rechtmäßige Inhaberin des Unix-Copyrights sei. Novell habe deshalb gegen die Urheberrechte von SCO verstoßen und betreibe Rufmord, behauptet die SCO Group in ihrer Mitteilung.

Wie SCO verlauten ließ, fehle in der von Novell vorgestellten Mappe ein wichtiges und nach Meinung von SCO das zentrale Dokument, das den Namen »Amendment No. 2« trägt. Dieses soll, entgegen Novells Behauptungen, zweifelsfrei belegen, dass Novell keine Rechte mehr an Unix besitze. Das dreiseitige und auf den 19. September 1995 datierte Dokument könnte in der Tat eine enorme Tragweite besitzen. Offenbar als Zusatz zu bestehenden Verträgen konzipiert, soll das Dokument die Frage des Besitztums von Unix klären.

Eine Klärung der Rechte war ohnehin längst überfällig und so überraschte die Klage gegen Novell nur wenige Beobachter. Nachdem sich Novell als rechtmäßige Eigentümerin von Unix immer wieder in die Szene setze, verloren SCOs Aktionen an Wert. Ohne eine gerichtliche Klärung der Frage, wem Unix gehört, schien auch der Rechtsstreit gegen IBM gefährdet zu sein. Im März 2003 verklagte SCO den Computerriesen IBM und will seitdem von professionellen Linux-Nutzen Lizenzgebühren, vorerst in den USA, verlangen. Im Zuge der Aktionen gehen bereits viele Beobachter davon aus, dass die SCO Group bereits in kürze ein Exempel statuieren wird und Google vor den Kadi zerrt. »Wenn jemand 10.000 Server mit unserem geistigen Eigentum betreibt, will man von dem auch Lizenzgebühren«, so SCO-Sprecher Blake Stowell Anfang dieses Monats.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 12 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: NERV (Rechneronkel, Di, 10. Februar 2004)
Re[3]: überflüssig? (TRauMa, Fr, 23. Januar 2004)
Re: NERV (prior_philip, Do, 22. Januar 2004)
NERV (Aetertinatis, Do, 22. Januar 2004)
Mein Gott (Nove, Do, 22. Januar 2004)
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung