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Do, 22. Januar 2004, 11:00

Gemeinschaft::Konferenzen

SCO feuert gegen Open Source im US-Kongress

Mit einer Lobbying-Aktion im US-Kongress will die SCO Group offenbar die Politik gegen das freie Software-Modell auf die Seite des Unternehmens bringen.

Wie die Open Source and Industry Alliance zu berichten weiss, weitet die prozessgeprüfte Gruppe ihre Vendetta gegen Open Source und Linux nun auch auf die Politik aus. Aus einem auf Seiten der Allianz veröffentlichtem Schreiben geht hervor, dass SCO den Parlamentariern vor allem die GNU General Public License (GPL) »vorstellen« möchte. Auf insgesamt acht Seiten des am Dienstag von Darl McBride an die »Ehrenwerten« in Washington versendeten Schreibens versucht SCO mit allerlei Argumentation Stimmung gegen Open Source zu machen.

So sieht das in Lindon, Utah, beheimatete Unternehmen in der GPL gleich mehrere Bedrohungen für die US-Amerikanische Wirtschaft. Prekär: Die unter der Version 5.0.7 veröffentlichte Version des SCO Openservers stellt immer noch Samba, eine GPL Software, als Highlight dar. Diese Tatsache scheint allerdings SCO nicht davon abzuhalten, gegen die GPL zu feuern. Laut der neuesten Mitteilung des Unternehmens an Washington stellt die GPL eine Bedrohung der US Informations-Technologie dar. Ferner will SCO die Kongressabgeordneten darauf hinweisen, dass die freie Lizenz zu Wettbewerbsverzerrungen führe und, wie bereits von anderen erfolgreich ausprobiert, die nationale Sicherheit gefährde. Nicht das erste mal, denn schon früher äußerte SCO Zweifel an der Wirksamkeit der GPL-Lizenz und erklärte diese mehrfach für ungültig, verfassungswidrig und gefährlich. Diesmal scheint sich die Gruppe Sorgen um das Wohlbefinden des Volkes zu machen, denn die GPL erlaube auch Amerikas Feinden, freie Software einzusetzen und die von SCO »aus einem guten Grund« an Libyen, Nord Korea, Sudan und Iran verwehrte UNIX-SMP-Technologie in Waffen einzusetzen.

Bereits in der Vergangenheit kündigte die Gruppe an, dass weder die FSF noch eine andere Organisation in den Vereinigten Staaten das Copyright regeln kann. »Artikel 1 Sektion 8 des U.S. Copyright Gesetzes sagt, dass der Kongress die Regulierung der Rechte übernimmt«, vermeldete SCO. Prompt hagelte es Kritik aus dem Lager der Samba-Entwickler. Die Benutzung von Freier Software auf einer Seite und die ständigen Attacken auf der anderen sind der »Ingebgriff an Heuchlerei«, so die Samba-Community damals.

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