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Di, 3. Februar 2004, 13:45

Software::Grafik

Blender 2.32 mit Raytracing

Mit der Veröffentlichung des aktuellen Releases beherrscht das freie Animations-, Modelling- und Renderingtool Blender nun auch Raytracing.

Die unter der Versionsnummer 2.32 veröffentlichte Version erfuhr gegenüber des alten Releases eine Vielzahl von Verbesserungen, die vor allem im interner Renderer zu finden sind. Damit unterstützt das Tool ab sofort eine Vielzahl an Funktionen, die bis Dato nur teueren Programmen zu finden waren. Zu den neuen Funktionen des neuen Renderers gehören unter anderem »raytracte« Schatten, Transparenz, Spiegelungen wie auch eine Kombination aus Spiegelungen und Transparenz (Fresnel effect). Ferner erfuhr das unter der GPL stehende Tool Verbesserungen von Bump-Textures Berechnungen, sowie Gaussian sampling. Neben diesen besonders auffallenden Änderungen hat das Entwicklerteam zusätzlich auch das Particle-Handling und Meshes-Erstellung verbessert sowie eine Unterstützung des viel versprechenden YafRay Renderers (Yet Another Free RAYtracer) integriert.

Das nun neu im Blender vorgestellte Raytracing ist ein Verfahren der Computergraphik, mit dem man realistische Bilder mit dem Computer erzeugen kann. Das Prinzip etablierte sich im Laufe der Zeit zum Quasi-Standard in der Branche und wird überwiegend zur Berechnung von Pseudo-Reeller Bilder benutzt. Im Gegensatz zu Radiosity, das Blender bereits seit geraumer Zeit benutzt, werden bei Raytracing alle Lichtstrahlen rückwärts verfolgt: Vom Auge des Betrachters aus durch jedes Pixel des Bildes, bis er auf einen Teil der abzubildenden Szene trifft. Das Pixel erhält dann Farbe und Helligkeit des getroffenen Oberflächenelements. Ein weiterer Vorteil der Berechnung stellt die Tatsache dar, dass Strahlen auch »gebrochen« werden können und Spiegelbilder ergeben können. Für das Berechnen eines Bildes werden deshalb unter Umständen mehrere Millionen von Strahlen berechnet - abhängig von Reflektionen und der Komplexität der Szene kann eine Berechnung Tage dauern.

Mit der neuen Raytracing-Funktionalität läutet das Team um Blender eine neue Ära der Applikation an und öffnet der Applikation Tür und Tor zum Einsatz im professionellen Umfeld. So verfügte Blender bereits vor der Einführung der neuen Funktionalität eine Feature-Liste die sich nicht hinter den Großen verstecken musste: Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich Blender in der 3D-Community zur meistbenutzten Applikation unter Linux. Dabei ist Blender neben Linux auch für zahlreiche andere Plattformen zu haben. Ausgestattet mit professionellen Funktionen bietet das Tool ausgefeilte Techniken, die kostenlos dem Benutzer zur Verfügung stehen. Die Modellierung von Polygonen, Kurven, Nurbs, Text, Meshes und Metaballs wie auch kompletten Animationen mit Einsatz von B-Splines stellt im Blender keine Probleme dar. Als Nachteil wird allerdings immer noch die komplizierte Bedienung genannt.

Die aktuelle Version von Blender kann ab sofort in Form binärer Dateien für FreeBSD, Irix, Linux (i386, PPC), Mac OS X, Solaris und Windows sowie im Quellcode heruntergeladen werden. (Dank Lexua.)

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