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Mo, 9. Februar 2004, 01:17

Unternehmen

Linux im Galileo-Navigationssystem?

Einem Artikel von ZDNet zufolge könnte Linux beim Navigationssystem Galileo zum Einsatz kommen - nicht in den Satelliten, aber in der Software der Bodenstationen.

Galileo ist derzeit in Entwicklung und soll eine europäische Alternative zum GPS (Global Positioning System) werden. Es soll 2008 einsatzbereit sein und 3,2 Milliarden Euro kosten. Aus europäischer Sicht ist es ein Problem, daß GPS ein militärisches System ist und vollständig von der US-Regierung kontrolliert wird. Es gibt keine Garantie, daß die freie Nutzung von GPS unbegrenzt möglich sein wird. Zudem stellt die zivile Luftfahrt höhere Anforderungen an die Zuverlässigkeit als GPS erfüllen kann.

Die britische Firma Logica CMG ist einer der Haupt-Auftragnehmer für die Software des Galileo-Systems. Pat Norris, einer der Manager der Raumfahrt- und Rüstungsabteilung von Logica CMG, erklärte in einem Interview, wie er den Einsatz von Linux in dem Projekt sieht.

Demnach wird die Firma Linux in Erwägung ziehen für die »Offline«-Software. Auch für die Echtzeitsysteme denkt man an Linux. Norris glaubt, daß zur Zeit freie Software nur für nicht-kritische Aufgaben in Betracht komme. Dies liegt nicht an der Software selbst, sondern an der Zertifizierung, die jede Komponente eines hochzuverlässigen Systems haben muß. »Mir ist kein zertifiziertes Open-Source-System bekannt, aber ich könnte mich irren«, sagte er. Daher sei Open-Source-Software auch hier nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Eine Entscheidung ist indes noch nicht gefallen.

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