Ich bin grad dabei, bei einem Verein ne Geschäftsstelle auf Linux umzustellen - alle gewöhnlichen Anwendungen von Internet über Office bis Grafik sind eher unkritisch, problematisch wird das ganze bei der Buchhaltung (die im ganzen Verein mit dem gleichen Programm gemacht wird, welches es nicht für Linux gibt) und der Adressverwaltung (gleiche Situation). Da gilt es Druck zu machen, immer anfragen und den Firmen zeigen, dass Linuxanwendungen gefragt sind, auch client-seitig. Es wäre ja theoretisch für die Firmen kein Problem, sie müssten ihre Programme halt EINMAL auf ein platformunabhängiges Toolkit umschreiben (QT,GTK, WxWindows etc.) und halt standardkonformen c/c++-code schreiben, dann ist die Portierung ein leichtes.
Von Rieker Flaik am Mo, 9. Februar 2004 um 18:40 #
Stimmt! Wozu gibt es platformunabhängige Libs?!? Ich persönlich hoffe jedenfalls dass die LibQT mal ganz groß rauskommt ... natürlich immer noch neben anderen!
Trolltech hätte dann ein endlich die Möglichkeit, richtig Geld zu machen. Alles ganz schön in der Theorie, das mit den plattformunabhängigen Libs.
Kann's vielleicht sein, das ein Softwarehersteller nicht unbedingt daran interessiert ist, das Linux, größer wird. Grund: wenn erst mal 99 % frei, dann werden 1 % ein verdammt kleiner Markt. Gut Service-Verträge, aber gute Software braucht keinen Service... Irgendwann gibt mals OpenStandesamt und dann sieht's düster aus für die ganze Spezialsoftware.
>>>Es wäre ja theoretisch für die Firmen kein Problem, sie müssten ihre Programme halt EINMAL auf ein platformunabhängiges Toolkit umschreiben (QT,GTK, WxWindows etc.)
Müssen sie eigentlich gar nicht, Programme die mit Borlands C++ Builder oder Delphi geschrieben wurden kann man relativ leicht nach Linux portieren, die Linuxprogramme nutzen zwar dann qt, aber die Windowsprogramme nicht.
>Müssen sie eigentlich gar nicht, Programme die mit Borlands C++ Builder oder Delphi geschrieben wurden kann man relativ leicht nach Linux portieren, die Linuxprogramme nutzen zwar dann qt, aber die Windowsprogramme nicht.
naja also so einfach ist das auch nicht. besonders wenn man in delphi mal eben andere komponenten nimmt als in kylix verfügbar sind. Das komponentenangebot in kylix ist doch eher mager und wenn man dann in delphi noch schnittstellen zu M$ Office drin hat (was in solchen anwendungen häufig der fall ist) dann wirds doch sehr schwierig. (gibts ne kylix-OpenOffice komponente???)
Ich schreibe ja professionell Delphi Programme unter Win und ich kann dir eins sagen, wenn immer es möglich keine Komponenten von irgendwelchen Leuten verwenden,
erstens: weil du oft Schwierigkeiten hast bei nem Delphi Upgrade die Komponenten wieder auf der neuen Version zu verwenden
zweitens: weil du Probleme hast die Sachen zu debuggen, wenn Fehler auftreten
Ich habe frühers auch immer schnelle zu irgendwelchen Komponenten gegriffen, irgendwie ist das ne Anfängerangewohnheit, mittlerweile bin ich von dem Zeugs kuriert, selbst ungemein teure Komponenten haben oft miese Bugs und du kannst dich mit den Jungs runstreiten bis du evtl ein Update bekommst.
Zu deiner letzten Aussage, was für einen Sinn würde es machen, ein Programm zu portieren, dass Schnittstellen zu MS Office hat, für etwaige Exportfilter benötigst du ja keine Officekomponenten und für andere Aufgaben würde es eh nix bringen, denn was willst du unter Linux denn für ein MS Office ansprechen???? Da kannst du in QT od was auch immer Programmieren und es wird nix nützen.
"Es wäre ja theoretisch für die Firmen kein Problem, sie müssten ihre Programme halt EINMAL auf ein platformunabhängiges Toolkit umschreiben (QT,GTK, WxWindows etc.) und halt standardkonformen c/c++-code schreiben, dann ist die Portierung ein leichtes."
Nun aber genau dort liegt doch der Hase im Peffer ...
Leider sind solche speziellen Fachanwendungen eben sehr lange "historisch" entstanden. Die Ressourcen sind oftmals eben auch gerade ausreichend das zu "maintainen" und etwas zu erweitern... Nicht umsonst gibt es teilweise sogar immernoch (ja nicht lachen) DOS-Anwendungen in eineigen Bereichen, weil der Schritt auf "Win" noch nicht gemacht wurde... und dort wo er programmiertechnisch gemacht wurde, war es eben MFC *tada* und hier haben wir das Dilemma -> diesen ganzen "Wust" auf einen plattformübergreifenden Fuss zu stellen wäre lobenswert - keine Frage - doch erstmals kostet dieser viel Geld, Geld das erstmal aus den Windowsbestandskunden "rausgeleiert" werden muss -> doch die sagen sich zu Recht, warum sie denn eine neue Version kaufen sollten, die keine neue Features bringt, sondern eben nun auf e.g. QT/Wx/GTK anstelle MFC basiert...
Es ist oftmals wirklich eine Ressourcenfrage - und damit ist nicht unbedingt gemeint das es sich um "kleine Klitschen" handelt -> sondern das die Komplexheit eines Projektes eben nicht zulässt "mal so eben" zwei/drei Versionen (die jetzige Winversion & eine neue zusätzliche) zu pflegen... vorallem weil auch ständige Gesetzesänderungen die Strukturen einer solchen Fachanwendungen sowieso ständig zusätzlich andern können....
Genau HIER müsste man ansetzen und darf OSS nicht nur als "Kostensparmaschine" verstehen -> man muss momentan erstmal INVESTIEREN in eine Portierung einer Fachanwendung -> diese Portierung macht (auf einen Zeitraum von fünf Jahre) oftmals die sonstigen Spareffekte KOMPLETT ZUNICHTE... Politker denken leider selten länder als eine Wahlperiode So wird OSS als "Sparschwein" betrieben, der Rest weiter unter den jetzigen Systemen betireben (inklusive derer Kosten)... und wenn OSS-Vertreter und -Verfechter nicht aufpassen kann sich dadurch der Wind wieder schnell drehen, wenn kritische Applikationen (und Fachanwendungen sind das in der Verwaltung) sowieso Windows verlangen, dann besteht die Gefahr eines "Zurückwechselns"...
Ich weiss, dass es gnucash gibt (auch wenn ich es selber noch nicht benutzt hab und mich mit der ganzen finanzverwaltungsthematik garnicht auskenne). Aber das Problem, wie oben beschrieben ist: Der ganze Verein verwendet das gleiche Programm. Das über den Haufen zu werfen, würde zu ziemlichen Problemen führen. Im Moment läuft es halt so, wenn bei uns jemand mit der Buchhaltung ein problem hat, ruft er bei der übergeordneten Geschäftsstelle an und die machen das dann. Das wär mit ner Insellösung nicht mehr möglich. (achja, es handelt sich übrigens um Lexware und Combit, das hatte ich oben nicht erwähnt).
Ich habe mal bei Lexware machgefragt wann den mal mit einer Version für linux zu rechnen sei und habe zur Antwort bekommen das ich der erste sei der überhabt nach linux bei ihnen anfragt. Ich glaube auch das gerade dies eine der Kernanwendungen im Professionelen Einsatz wäre. Wenn es eine Buchhaltungssoftware geben würde, welche sich genauso verhält bzw die kleinen unzulänglichkeiten die Lexware noch hat ausgleicht würden viele KMUs viel schneller zu einem wechsel zu bewegen sein. Noch ein Wort zu gnucash: schön und gut aber leider ein Gnomeprogramm und wer mal versucht hat es zu-updaten oder gar neu zu Installieren wird sich ganz schön die Haare raufen. Ohne tiefgeifende Linuxkenntnisse sogut wie unmöglich.
Was ich sagen wollte, war, dass eine gute Schule (egal welcher art) einem beibringt X-platform Dinge gleich zu begin zu beruecksichtigen. Weil es da schon gemacht werden muss. Ich muss mich halt vorher(!) fuer Qt (o.ae.) entscheiden und nicht erst MFC nehmen und gegen ende merken, dass ich eigentlich eine X-platform App schreiben wollte.
Also das Kate ein einfaches Schreibprogramm ist wusste ich noch garnicht. Ich nutze es schon eine ganze weile um damit SourceCode zu schreiben und im Intergrierten Terminal zu kompilieren...
Ja, mir geht es eben auch so. Aber behaupten, man könnte es nicht so bezeichnen, geht eigentlich auch nicht. Man kann damit schreiben und das ist einfach.
Doch, es ist falsch. Kate ist kein "Schreibprogramm", sondern "nur" ein Editor, genau wie vi oder Emacs (schlagt mich nur, ich sehe es pragmatisch). Ein "Schreibprogramm" wäre KWord oder OOo Writer. Eine Textverarbeitung ist LaTeX/TeX (als unabhängiger Kernel) bzw. Vis-à-Vis (gibt's das überhaupt noch?).
Hi, woher nimmst du diese Sicherheit? Und warum sollte es so sein? Ich kann das nicht nachvollziehen, gerade weil die Erfahrung zeigt, dass es kaum Gründe gibt, warum, selbst bei einer weiten Verbreitung von Linux, dort entsprechend viele Würmer auftauchen sollten.
Hier mal meine Gründe (wäre schön, wenn du auch mal etwas mehr belegen würdest): a) Apache: es hast sich gezeigt, dass trotz einer Vorherrschaft von fast immer über 60% der Apache nie Ziel sonderlich wichtiger Wurmattacken war - ganz im Gegensatz zum IIS von Microsoft, Stichwort Code Red; so gesehen scheitert das Argument, dass eine weite Verbreitung von einem Programm automatisch die Wurmverbreitung mit sich bringt, und das Argument, dass Open Source sich auch als Massenware sehr, sehr sicher gibt, wird deutlich gestärkt b) SELinux, ACL's: obwohl Microsoft spätestens seit Win2k eine verteufelt gute ACL Verwaltung bereitstellt, wird diese im allgemeinen Dienst nicht genutzt, und ein standardmäßiges Fahren des OS als Nutzer wird nicht wirklich ohne weiteres unterstützt; auch die bisherigen Installationen von Longhorn zeigen keine Besserung auf; auf der Anderen Seite wird mit dem Release von Fedora Core 2 bald die erste Linuxdistribution mit auf den Plan treten, die wieder eine neue Verbesserung im Sicherheitsbereich offenbart, SELinux, die es meines Wissens nach noch nicht unter Windows gibt; Microsoft hat nicht nur einen weiten Weg aufzuholen in Bezug auf Sicherheit, sie sind auch ebenso innovationslos c) Einfalltore: ich sehe es auch nicht, dass es dann bald einen Wurm geben soll, der sich auf allen Linuxdistris verbreitet, denn z.B. ein bisheriges Einfallstor, der Mailclient, ist unter Linux längst nicht so standardisiert wie unter Windows: Kmail/Kontact, Evolution, Mozilla/Thunderbird, um nur die zu nennen, die mir gerade einfallen; weitere Einfallstore sind Standardlücken, aber bei Linux ist meist in der Standardinstallation nur ssh erreichbar - alles andere ist schon wieder Distributionsspeziell oder Anwendersache, die Vielfältigkeit wird den Viren den Saft abdrehen
Es bleibt einzig der Nutzer, der vielleicht dann doch nicht weiß, was er macht, und sie alle startet, so sehr er auch gewarnt wird - aber da ist es leichter, ihn umzu erziehen, mann muss den Leuten nur klar machen, dass man unter Linux eben nur dann das Root Passwort eingibt, wenn man es selbst wirklich will - solange das nicht passiert, wird so schnell auch keine SMTP Engine auf dem Rechner starten.
Wo also siehst du die gleiche Wurm- und Viruswelle?
> Wo also siehst du die gleiche Wurm- und Viruswelle?
Na die gleiche wohl nicht, aber...
Man kann Linux (gemeint sind die gängigen Distris) zwar besser absichern als Windows und es hat auch nicht soviele Security-Bugs, aber die Dämlichkeit der DAUs kann kein OS kompensieren.
Ich verstehe auch nicht, wieso diese Mailwürmer unter Windows so erfolgreich sind. Es müßte doch mittlerweile bekannt sein, daß man mit ausführbaren Attachments vorsichtig sein muß. Wieviele Jahre gibt es schon diese Viren/Würmer und wieviele Jahre dauert es noch, bis der letzte DAU kapiert hat, dass man nicht alles anklickt. Die meisten Würmer sind ja garnicht so raffiniert und nutzen Sicherheitslücken aus. Alleine die Dämlichkeit der DAUs ermöglicht die weltweite Verbreitung. Dabei werden auch die vorbildlichen User geschädigt, da ihre EMailadresse in einem Adressbuch eines DAUs steht. Warum antworten viele Leute auf Spammails, wo doch jeder wissen müsste, dass das die Situation verschlimmert? Sicher bei Linux ist das Problem etwas anders, da der Mailclient mit Userrechten läuft (laufen sollte). Aber unterschätze niemals die Dämlichkeit der DAUs. Du kannst den DAUs keine Rechte entziehen, weil es ist ihr eigener Rechner und sie kennen das root-Password. Wenn irgendein Virus/Trojaner unter Linux ein Fenster aufpoppt und nach dem root-Passwort fragt, so wird es nunmal Idioten geben, die dort das root-Password eingeben. Trojanische Pferde, die auf bestimmten Webseiten angeboten werden kann es für Linux genauso geben wie für Windows. Das fliegt vielleicht Aufgrund der Sourcen (sofern vorhanden) dieser Software schneller auf, aber der Schaden ist dann schon groß genug. Denn auch Zusatzsoftware installieren sicher die meisten als root, ansonsten müssten ja alle Dateien im Homeverzeichnis bleiben und wären nicht richtig im PATH und könnten nur von einem User benutzt werden. Da bei einer Linuxdistri mehr Software dabei ist als bei Win und das System an sich mehr Möglichkeiten bietet als Windows so kann die Gefahr sogar größer werden, wenn sich die User dämlich genug anstellen. Die Viren/Wurmproblematik unter Windows beweist, dass ein großer Teil der User nicht vernüftig ist und sich auch nicht belehren läßt. Viele reagieren extrem sauer, wenn man ihnen Ratschläge gibt. Der größte Teil der Menschen können nicht zugestehen, dass sie Fehler machen, auch wenn sie das nicht wörtlich zugeben. Ich glaube deshalb nicht, dass es bei Linux einfacher sein wird, die User, wie du es nennst "umzu erziehen".
Das war jetzt von mir etwas schwarz gemalt und übertrieben. War es das? Aber ich wollte deine Frage verständlich beantworten. In Wirklichkeit muß man es ja positiv sehen, wenn Linux eine größere Verbreitung findet.
Ich sehe zwar auch vieles ähnlich wie du, glaube aber, dass ein Grund für die meist schnelle Verbreitung von schädlichem Code prinzipiell unter Linux gar nicht auftreten können - deswegen eben werden es wesentlich weniger Würmer sein: Ein Mailwurm, der auf die Routinen von Kmail ausgelegt wäre, würde eben bei Thunderbird, Evolution, Slypheed, etc. alt aussehen. Ganz zu schweigen von möglichen kommerziellen Clients.
Und wenn du die alle mit in den Wurm einbinden willst, wird er ganz schnell ganz groß - außerdem kann der Wurm sich nicht unbemerkt verbreiten, denn einen smtp Port wird er ohne Root Rechte nicht auf 25 öffnen dürfen.
Sicher, ich kann auch smtp Ports über 1024 wählen, das ist mir bewußt, desweiteren ist es möglich, Würmer so zu schreiben, dass sie executables sind, die nicht vom Client abhängen (ist das nicht sogar bei einem aktuellen Wurm so?), dann wäre es die reine Dummheit der Nutzer - die teilweise sehr groß ist. Davor kann auch Linux nicht schützen, aber ich denke, vor vielem Anderen. Und wenn wir erst mal so weit sind, dass das das letzte Sicherheitsproblem ist, wird es wesentlich leichter sein, mit den Problemen fertig zu werden, denn ich glaube man kann recht sicher sagen, dass die Leute ebenfalls lernen, wenn auch nur langsam.
Ich sage nicht, dass Linux die letzte Weisheit ist, aber die wird es eh nie geben - nur ist es eben sehr viel einfacher wesentlich sicherer zu machen als MS Windows, und ein Merksatz ("du nie root passwort") ist leichter zu merken als eine Anleitung, wie man beim OE den Quelltext aufruft, damit man sich damit ungefährlich Mails angucken kann (ja, ich habe das schon sehr vielen Leuten beigebracht, die ich nicht gleich auf Mozilla oder sonstwas portiert habe).
Aber wer Recht haben wird, zeigt (hoffentlich) die Zeit...ich diskutiere aber immer wieder gerne drüber
Richtig, gegen einen echten DAU kommt nichts an, nichtmal die Vernunft
Aber Unix-alikes haben (momentan noch) einen Vorteil: Man muss sich zwingend mit den zugrundeliegenden Ideen und Konzepten auseinandersetzen, sonst kommt man nicht weit. Die "einsteigerfreundlichen" Distris haben hier zwar schon sehr viel versaut, aber noch immer besteht eine gewisse Schwelle, die den Großteil der DAUs abhält. Aber so, wie die Entwicklung aussieht, wird das leider nicht mehr lange so sein, und dann wird es wirklich übel.
Ich bin der Auffassung, freie Systeme sollten sich nicht an den existierenden, proprietären orientieren, sondern ihre eigenen Stärken voll ausspielen: völlige Konfigurierbarkeit für jeden Nutzer getrennt inkl. Userland-Dateisysteme (auch wenn das Linux immer noch nicht kann), restriktivere Standardinstallationen (telnetd/rlogin wird gar nicht erst installiert, nur ssh und das läuft per default gar nicht), alle nicht essentiellen Programme verweigern als root gestartet ihre Arbeit wenn nicht --force-as-root angegeben wird, bei allen Programmen, wo es möglich ist, dropuid und ein chroot Jail benutzen (Textverarbeitung braucht keinen Zugriff auf meinen Bookmarks), alle Paket am Anfang auf den sichersten und nur lokalen Betrieb konfigurieren usw. usf. Zum Beispiel finde ich das neue Konzept, das gewünschte Programm anhand der zu bearbeitenden Datei auszuwählen "intelligent option narrowing". Das entspricht auch eher dem menschlichen Denken,das sich mehr an Aufgaben orientiert (was ist zu erledigen, erst zweitens kommt dann das wie).
Ist nicht übertrieben. in über 80% aller privaten Win XP/2000 Systemen ist nur ein Benutzer angelegt und was der für Rechte hat ist ja woll klar. Jetzt komm mal so einem mit dem Spruch so geht das nicht fliegste kleich wieder raus. Linux für die Massen? Die Massen sind überhaupt nicht reif dafür!
Cool, ne ganz günstige Suse 9.0. Seht es doch mal positiv: dank der abgespeckten Version läuft man nicht soviel Gefahr, dass ein Programm mit 1000 Abhängigkeiten 1000 schrottige Pakete installiert
Mit redcarpet gibts übers Web noch nen Ximian Desktop.
Kauf Dir liebern die ct', da ist Knoppix dabei. Das läßt sich erst testen, dann installieren und fehlende Software bekommst Du auch einfach nachinstalliert. Nach 9 Jahren SuSE bin ich jetzt bei Knoppix gelandet und fühl mich wohl.
Können die Leute nicht warten? Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, Linux habe ich auch nicht in einem Monat gelernt. Kommt Zeit, kommt Rat, solange bei Linux was fehlt, macht's man eben auf Win, na und?? Mache ich auch. Wenn was unter Redhat/Suse/Mandrake nicht läuft, probier ich's eben unter Win ME/XP. Fertig is. Ich fall auch nicht zurück, auch wenn die Linux-Community mir zu arrogant und dogmatisch ist (Sorry, aber WinUser sind einfach cooler und können über die Macken von Win ME/XP/NT/2000 lauthals lachen, einen richtig guten Linuxwitz habe ich noch nicht gehört, bitte nachrüsten!)
Nur die Ruhe, eine Migration muß nicht von heute auf morgen und dan gleich komplett auf Linux in jeder Amtsstube und auf jedem Rechner laufen. Es wird schon. Fatal für Linux wäre nur ein kompletter Rückfall zu Windows. Das kann ich mir jedoch nicht vorstellen. Die fehlenden Applikationen kommen auch noch unter Linux, keine Sorge.
So kann mans auch sehen. Bloss wenns um kritische Daten geht, dann lachen die Winuser auch nicht mehr. Wenn daheim die Spielekiste um die Ohren fliegt, macht mir das auch nicht viel. Dein Hauptbetätigungsfeld scheint damit gefunden zu sein.
Das kann man sehen, wie man will, meine "Spielkiste" hat zwei Platten drin, unter Linux laufen Simulationen und Modelliereungen, teils privat, teils beruflich Win Me/XP ist zum Surfen,Musi saugen,eben mal schnell geexcelt, oder geworded (Bewerbung zum Bleistift.) DVD abspielen, TV glotzen.... Kann man auch unter Linux, ich weiß, mache ich auch... Firewall davor,Trojaner Warner,0190-Warner,Anti-Viren Software, etc, die "Spielekiste" ist sicher. Mails? Bin doch nicht blöd! Die bleiben brav auf den drei Mailservern liegen. Viren & Spam von da?? Kenne ich nicht. Also ein bischen Selbstdisziplin und man braucht nicht zu schreien.
Ich verstehe deine Sichtweise weitestgehend, aber ein Satz hat mich fast umgehauen: > Win Me/XP ist zum Surfen Ich meine, gerade wenn du schon so ein Sicherheitsempfinden hast, warum dann das? Der IE hat seine soundsoviel ungepatchten Lücken, und wenn sie gepatcht sind, heißt es nicht, dass es danach geht (Quellen: heise, Stichwort Internet Explorer Patch). Und was deine Firewall angeht: Die Selbstdisziplin sollte eigentlich reichen, zusammen mit einem (eventuell lokalen) Paketfilter - ein Trojaner Warner ist ebenso wie ein 0190 Warner sinnlos, da sie erst losschlagen, wenn die Dinger auf der Platte sind und aktiv geworden sind - wenn es aber so weit ist, dann kann es dich doch nicht mehr schützen, oder irre ich mich gerade?
Und das mit den Mails...naja, warum nicht vom Mailserver abrufen? Ist doch keine Gefahr, geht sogar unter Windows gut, Mozilla/Firebird lässt grüßen. Keine Gefahr, es sei denn, du rufst den Anhang explizit auf.
Worauf ich hinauswill: auf der einen Seite redest du von Selbstdisziplin, lässt daraus aber Maßnahmen entstehen, die nur schwer nachvollziehbar sind, und packst dir dann sehr viele bestenfalls zweifelhafte Programme drauf, die sich mit Selbstdisziplin alle erledigen (viele schon mit einem brauchbaren Browser).
Ich finde den Ansatz nicht konsistent...
liquidat
PS: Linux Witze (ich habe herlich gelacht): http://jensbenecke.de/spass/index.php Es gibt noch viele weitere Witze, ich finde eigentlich immer die Linuxuser wesentlich entspannter, die Windowsuser sind aus meiner Sicht immer sehr arrogant ("Los, helft mir!"), besserwisserisch ("dasunddas ist scheisse, meins ist total toll") und werden sehr schnell ausfallend, wenn man argumente vorbringt ("Steck dir deinen Mozilla doch sonstwohin")... Ich denke, das sind Erfahrungen, die jeder selbst machen muss, aber ich finde es gewagt, es zu pauschalisieren.
> aber ich finde es gewagt, es zu pauschalisieren.
Nein, Erfahrungen im Umgang mit beiden Gruppen, ich benutze zwar Linux weiterhin, werde aber bald der Linux-Community den Rücken kehren und mein Ding alleine durchziehen.
werde aber bald der Linux-Community den Rücken kehren und mein Ding alleine durchziehen
Man sollte sowieso immer sein Ding alleine durchziehen! Die besten Leute von Stallman bis Keith Packard haben gezeigt das man mehr erreicht wenn man seinen eigenen Ideen "nachläuft" und nicht denen anderer.
Abgesehen davon, dass vermutlich jeder sein Ding durchzieht, egal in welchem Softwarebereich, in dem was verändern kann, stelle ich mir langsam die Frage, wo ihr alle unterwegs seid, die ihr solche Kommentare abgrast, und was für Fragen ihr dort wie gestellt habt.
Und ich frage mich, warum ihr nie in den Foren angekommen seid, in denen z.B. ich viel rumsuche, wo alle freundlichst miteinander umgehen, und höchstens mal ein kritisches Wort (das aber dann begründet) fällt, wenn jemand zu forsch, arrogant oder lernunwillig auftritt.
Hast du Quellen? Würde gerne mal sehen, welche Linuxuser das betrifft.
wer einmal eine vermeintlich dumme frage in einem linux-forum gestellt hat, weiß, wer der arrogante ist. "das kann ja sogar mein 16jähriger nachbarsbub" schallte es mir entgegen (auch in variationen wie "das mädel von nebenan kann das doch auch und die ist erst 14". das war genau die antwort, nach der ich im forum gesucht hatte. nun weiß ich also, dass ich komplett doof bin und wohl mit dem ungelösten linuxproblem leben muss. also stöhn und zurück zu windows.
Nett, untermal das doch mal mit Quellen, würde gerne sehen, warum "alle" Linux user sich so verhalten, obwohl ich das nie zu lesen bekomme, selbst wenn ich was suche.
Am Rande, ich kenne z.B. die deutschen Fedora Foren, da ist das irgendwie noch nie passiert, dass da jemand aggressiv, beleidigend oder auch nur dumm wurde, und in den Foren dürfte schon ein guter Durchschnitt durch die Linux Masse vertreten sein.
Vielleicht ist du viel in den falschen Foren unterwegs? Oder fragst in den falschen Newsgroups nach (klassisches Fehler ist es, z.B. in de.comp.security.misc nach zonealarm zu fragen)?
Löse das Problem doch, anstatt davor weg zu laufen, und suche dir andere Quellen und Foren - genug gibt es. liquidat
Doch doch, in der Tat das gibts reichlich. Sogenannte Programmierer klicken mit dem MS-VBK (Viren Bastel Kit) mal eben sogenannte Fachanwendungen zusammen. Im Grunde nur hübsch verpackte Makros und als Basis brauchen sie natürlich das M$-Office. Hat ja sowieso jeder und warum soll die Funktion 'drucken' neu programmieren? Ach wie hübsch das ist, und, oh! schon wieder eine neue Office Version, ergo 'neue Version' der 'Fachanwendung'. Schnell ein paar klicks und ne fette Rechung schreiben! "Wie Linux oder auch noch Plattformunabhängig programmieren? Und auch noch für beide Office (Open und MS)? Das geht nicht, das gibts nicht, das funktioniert nicht!" Ich darf leider nicht sagen wo, aber ich habs schon in einer Behörde gesehen, also, geht doch. Wo ein bischen Grips ist, ist auch ein Weg.
Linux für Banken wundert mich nicht, denn gerade Banken (incl. Geldautomaten) liefen und laufen sehr lange und gut mit OS/2. Da IBM die Fahne für Linux hochhält, werden die letzten OS/2 - Systeme wohl auf Linux umgestellt.
Die Banken könnten sich aber mal etwas kooperativer zeigen und 1. Standardmäßig hbci für onlinebanking verwenden 2. keine proprietären hbci-erweiterungen (RSA-Karten) verwenden Dann wär das mit dem Onlinebanking unter Linux deutlich schöner.
Von Ronny Buchmann am Di, 10. Februar 2004 um 12:22 #
Oh ja.
Insbesondere, dass einige vom HBCI-Zug wieder abspringen ist sehr bedauerlich.
Das ist Problem ist IMHO, dass die Kosten für die Kunden relativ hoch sind (Kartenleser), und die bisherige Alternative (Diskette) weniger Sicherheit bietet.
Die Bestimmer sind hier die 'Rechengesellschaften der Banken'.
Die in Hannover versuchen verzweifelt, für OS/2 eine Windowsersatzlösung zu 'basteln'. Das wird so leicht nicht funktionieren - Betriebssystembedingt. Übrigens - wo nicht überall haben die am wenigsten kompotenten Kräfte das Sagen ?
Wenn die leute mehr auf java setzen würden das ja plattform unabhängist ist gäbs keine probs oder nicht so viele mit der migration.... okay sicher da und dort klappt es nicht nur dann darf man hald nicht so viele verschnöckslete guis machen sondern nur da wos wirklich not tut. und die datenbanken vorallem die internen auf einen server ablegen und dann via webbrowser oder java applikation darauf zu greifen...
Haeh? Also diejenigen, die die Fachanwendungen für Windows (!) schreiben, ist das doch völlig schnuppe, welche Lizenz den SUN-Sourcen zu Java zugrunde liegt - hier in der Community mag das freilich anders aussehen. Aber offensichtlich entstehen hier ja nun nicht gerade die Fachanwendungen - leider. Und kostenlos, also frei wie in Bier, ist Java allemal...
Mögliches Szenario in 20 Jahren. In diesen Zeiträumen muß man denken. So schnell ändert sich nämlich nichts im öffentlichen Dienst und in normalen Büros.
Die Entwicklung von Java wurde aufgegeben Wir wollen andere Hardware und andere Betriebssysteme benutzen als heute eine brauchbare JAVA-VM zu diesen Systemem gibt es nicht, eine zu entwickeln ist zu teuer. Gute C/C++Compiler gibt es für unsere neunen Systeme
So das ist das Zukunftsrisiko, wenn man heute auf Java setzt. Java ist eine propritäre Entwicklung von SUN. Das beste was Java passieren könnte, wäre, wenn Sun es unter die GPL stellen würde.
Es gibt eine freie minimal Java-VM, die zum NetBSD-Tree gehört und damit überall laufen sollte. Sie kann zwar aus Patentgründen eine ganze Reihe neuerer Features nicht unterstützen und stellt eine totale Sandbox dar (außer dem Nachladen von Modulen seind keine externen Aktionen möglich), aber für z.B. den Zugriff auf eine Datenbank oder einen Applikationsserver reicht das völlig aus (kritische Daten sollten ohnehin nie lokal abgelegt werden, selbst die Swappartitionen sollten in Unternehmen immer verschlüsselt sein).
Reine Spekulation. Ob ich es selber glaube habe ich ja nicht gesagt. Aber die Möglichkeit/Gefahr dazu besteht. Oder kannst du garantieren, dass Sun Java niemals aufgeben wird?
> Du kennst Java nicht, sonst würdest du sowas nicht behaupten.
Ich behaupte garnichts! Ich beschreibe nur ein mögliches Szenario!
also ich vermute du meinst mit "wird aufgegeben" dass sun die entwicklung ihrer VM einstellen?
die spezifikationen von java liegen jedenfalls vollkommen offen, und jeder der will kann seine eigne VM entwickeln. es gibt auch mehrere projekte die das machen. jedenfalls ist es somit theoretisch möglich dass java - auch wenn es sun aufgibt - weiterlebt, es VMs für andere betriebsystem und plattformen gibt.
setzt man heute auf C/C++ wird in fast allen programmen auf libs gesetzt die plattformabhängig sind und - in der windowswelt - meist CSS sind. also stellt dir folgendes vor: jemand entwickelt ein programm für windowsXP setzt massiv auf geschlossene libs. in 2 jahren kommt longhorn, dort ist diese lib nicht mehr verfügbar bzw. lauffähig. was macht man dann? dass ganze programm einstampfen? wo war jetzt der vorteil zu java?
klar die beste lösung wäre auf offene quellen zu setzten (egal ob C/C++ oder java), aber im vergleich zur jetzigen situation würden java programme praktisch nur vorteile bringen.
> die spezifikationen von java liegen jedenfalls vollkommen offen, und jeder der will kann seine eigne VM entwickeln.
Erstens ist eine gute VM alles andere als einfach. Zweitens muss man sicher Lizenzgebüren an Sun abdrücken, wenn man eine eigene Java-VM entwickelt und einsetzt. Oder nicht?
außerdem is es sehr unwahrscheinlich das sun den java support in den nächsten 5 jahren einstellt und eine firma die ein und die selbe datenbank 20 jahre verwendet macht auch was falsch...
> außerdem is es sehr unwahrscheinlich das sun den java support in den nächsten 5 jahren einstellt
Ja das ist unwahrscheinlich. Es gibt aber keine Garantie für den support von Java. Mit C/C++ und offenen Libs ist man da wesentlich Zukunftssicherer.
> eine firma die ein und die selbe datenbank 20 jahre verwendet macht auch was falsch.
Spätestens seit dem Jahr-2000-Problem sollte klar sein, wie alt Software in Firmen wird. Es ist völlig normal, dass Software mehr als 20 Jahre benutzt wird. Wenn kein Grund zum Wechsel da ist, wieso sollte man den Aufwand machen. In Firmen werden nur Neuerungen eingeführt, wenn es absolut notwendig ist. Das schadet, in vielen Fällen dem Fortschritt, aber so ist das nunmal.
Von Stefan Fricke am Di, 10. Februar 2004 um 14:23 #
außerdem is es sehr unwahrscheinlich das sun den java support in den nächsten 5 jahren einstellt
Ich wäre da noch nicht einmal so sicher, ob es SUN in 5 Jahren überhaupt noch gibt. Die Frage ist, wer übernimmt dann Java? Es könnte IBM sein und dann geht es auch weiter, aber es könnte auch Microsoft sein, die es dann einstampfen.
Was ist mit dem alten Problem von Java, dem langsamen Code? Wenn wir naemlich von Branchenapplikationen sprechen, sind wir sehr schnell bei den Stuetzen des deutschen Maschinenbau. CAD, MKS und FEM sind Speicherfresser und haben noch viel hoehere Anforderungen als irgendwelche superrealistischen Spiele. Kann Java diese Performance bringen? Bei den Solvern und Datenbanken, die hinter diesen Applikationen arbeiten, ist jedes Quaentchen Peformance wichtig. Allerdings haben ja schon diverse Hersteller von FEM nativ auf Linux portiert. Das fuehrt bei den Anwendern gerade zu einem regelrechten Linux Hype. Somit stellt sich die Java Frage gar nicht.
also in zeiten von 3000 mhz rechnern 1gigabyte ram und nochmehr kannst du mir nicht einreden das eine software die perfomant programmiert wurde da nicht läuft... naja okay unter windows vielleicht nicht weil das ein hardware fresser.... außerdem is shcon ein neue java version in arbeit die noch perfomanter ist für die gui entwicklung.
Also die Java-Performance ist von Version zu Version besser geworden. In irgend so einem GI-Heftchen war Ende letzten Jahres ein Vergleich von VMs, in denen die 1.4.2er von SUN für die diversen Testreihen nur noch ca. die Hälfte der Zeit (oder noch weniger) von SUNs 1.3.1er VM bauchte (gegenüber IBMs 1.3er waren die Geschwindigkeitsvorteile geringer aber auch noch deutlich). Und Tiger - die nächste Java-Version - soll hier erneut weitere Verbesserungen bringen.
nun kenne ich ein anderes beispiel: die bundesagentur für arbeit hat von unix auf windoof umgestellt. hat etliche fachanwendungen, die alle nacheinander auf windoof umgestellt werden und bisweilen emuliert werden/wurden. es geht doch (wenn auch hier in die falsche richtung).
wenn man sich zu lange von der Hure Microsoft abhängig macht - jetzt habt ihr den Mist! Noch dazu rächt sichs jetzt, wenn man im Informatik-Studium nicht auf seinen Prof hört, der sagt: "Programmieren Sie NIEMALS etwas nur für eine Plattform, das ist Schwachsinn!" Tja und nun ihr Schafsekel von überbezahlten Hobbyprogrammieren! Jetzt hättet ihr fett Kohle machen können, indem Ihr Euer Zeugs für Win / Os X / Linux bzw. UNIX programmiert hättet! Verrecken sollt Ihr, die Ihr nicht dazulernt! Das ist Evolution! Da bedauere ich keinen! Deshalb libe Linuxer: Druck ausüben! Hardware kaufen und wenn kein Linux-Treiber dabei ist wieder zurück geben - verhaltet Euch wie die Win-User: mit einfachen Maschen stricken... Täglich nachfragen, warum die Handy-Software nur für Win erhältlich ist usw. Nur so werden wir irgendwann mal die gleiche Softwarevielfalt bekommen. Mir reichts schon lange. Die Produzenten von Hard- und Software haben uns lange genug ignoriert. Es wird Zeit, dass sich dieses Delikt rächt!
* Wieder geplagt von Weltschmerz! * Gruß
PS Sorry, das sind Themen, da kann ich aus der Haut fahren. Ums verrecken will man Geld scheffeln und dabei keine 5mm über den Tellerrand schauen. Irgendwann muß sich das rächen! Hoffentlich bald!
pps Vorschlag: In Deutschland gibt's Unis! Diese bieten hin und wieder den Studiengang Informatik an. Dann gibts da Studenten, die das lernen. Diese Studenten müssen mal sowas wie ne Diplomarbeit machen. Liebe arme Kommunen, haltet einfach Rücksprache mit Euren Unis, FHs, BAs etc. Außerdem lieben Studenten Nebenjobs, inden sie ein paar Kröten dazuverdienen können! Das war ein Wink mit dem Zaunpfahl, dem Maschendraht-Z-a-u-n und sonstigem, was Grenzen in Deutschlands Gärten definieren kann!
Von Michael Froherz am Di, 10. Februar 2004 um 00:36 #
Ich kann nur abraten, eine Diskussion in der Art, daß Linux eine "billige" Alternative zu Microsoft ist, fortzuführen. Linux wird damit schnell in eine Ramsch-Ecke gedrängt, wo es per Definition nicht hingehört. Wer glaubt, von einem OS auf ein anderes zu wechseln, und alle seine Daten mitnehmen zu können, der hat das Prinzip der EDV nicht verstanden. Solche Aktionen haben schon beim Wechsel zwischen den unterschiedlichen MS Versionen nur bedingt funktioniert!
Ein größeres Problem beim Einsatz von Software in öffentlichen Bereichen sehe ich allerdings in deren mafiösen Strukturen. Nicht selten werden Produkte ausgewählt, weil jemand jemanden kennt, der über eine gewissen politische Macht verfügt. Ausschreibungen sind doch nicht selten Augenwischerei!
Woher kommen für den budgetierenden Beamten denn die "kleinen Weihnachtspräsente", wenn er Linux einsetzt?
Wir stellen selbst Fachanwendungen für soziale und öffentliche Bereiche her, und konnten nicht selten feststellen, daß Entscheider Null Kenntnisse von Linux haben. Oftmals ist ihnen nicht bekannt, daß es außer Word noch andere textverarbeitende Systeme gibt. Die Frage, ob man für jeden Rechner diese ca. 70,-- EUR für eine SuSE - Linux CD bezahlen muß, wurde immer wieder gestellt.
Zwischen Wunschdenken und der Wirklichkeit liegen hier noch Welten! Das Marketing von Microsoft hat wirklich gute Arbeit geleistet !
Migrationen von einem Betriebssystem auf ein anderes, als besser angesehenes (oder besser supportetes) Betriebssystem gab es doch schon, auch bei Kommunen:
Da gab es mal ein Betriebssystem, das hieß "CPM", und für Mehrplatzsysteme "MPM". Alle Leute, die Mikrocomputer professionell benutzten (das waren damals hauptsächlich Rechner mit Z80-CPUs), haben das damals eingesetzt (also in den 80er Jahren). Diese Daten müssen ja auch mal irgendwann auf MS Windows-Systeme migriert worden sein.
Andere wiederum haben Novell verwendet (in der "klassischen" Form mit IPX). Auch die mußten ihre Daten und Anwendungen auf Windows migrieren (hab ich selber noch gemacht), was zugegebenermaßen kein Zuckerschlecken war.
Wieder andere haben etwas größere Rechner von DEC verwendet, die unter VMS liefen (Für die jüngeren unter uns: Als Unix anfing, hieß es, daß das ein "Spielsystem" sei, und VMS das einzig wahre professionelle Betriebssystem und überhaupt viel besser!). Heute verwenden nur wenige noch VMS in einer kommerziellen Umgebung. Aber sie arbeiten nach wie vor mit entsprechenden Programmen und Daten. Die haben sie ja auch mal rübergezogen...
Und wieviele proprietäre System im "Mini"-Computerbereich gab es? Ich denke da nur an "DINOS", ein System mit passendem Namen auf Philips 4500-Maschinen, die in kleinen Rechenzentren und auch Banken sehr verbreitet waren.
Alle haben sie ihre Daten irgendwie auf neue Systeme mitgenommen, und passende Anwendungen scheint es offenbar auch dafür zu geben. Und die Umstellung der User... der muß halt benutzen, was er vorfindet, das war schon immer so. Kennt er es nicht, muß er eben geschult werden. Das ging mir als ehemaligen reinen VMS- und Unix-Benutzer auf schlichten Konsolen nicht anders: Für mich ist MS Windows immer noch viel fremder als XWindows, und ich bevorzuge unter Linux einen altertümlichen MWM statt Gnome, KDE, XFCE oder was sonst. Trotzdem muß ich ab und an unter dem für mich völlig unintuitiven MS Windows arbeiten (Brrrrr!).
Da hast Du wohl recht. Leider habe ich das Zitat nicht parat, auf das ich mich bezogen habe (von iirgendeinem höheren DEC-Manager war es),ich nehme an, es bezog sich entweder auf den DEC-hauseigenen Konkurrenten Ultrix oder auf kommerzielle Unix-Derivate, die es eigentlich erst ab den frühen 80er Jahren gab.
Hast schon recht, nur waren das früher andere (migrationsfreundlichere) Zeiten. Heute ist allein schon die pure Masse an (Fach-)Anwendungen der grosse Hemmschuh, um was zu ändern. Über ein Jahrzehnt der totalen MS-Ausrichtung tut ihr übriges.
Der Ansatz sollte eine Mischstrategie sein, bei der nicht unbedingt Linux im Vordergrund steht, denn das grösste Übel ist und bleibt MSOffice. Es muss von öffentlicher Seite mal Druck gemacht werden, dass die proprietären binären oder die nicht freien MS-XML-Formate verschwinden.
Auch ohne kompletten Desktop-Linuxumstieg können so die Abhängigkeiten runtergesetzt werden und danach ist im zweiten Schritt die freie Wahl des OS kein grösseres Problem mehr. Die Sache ist nicht einmal abhängig vom Officepaket, da im Falle des OOo-Formates bald einige Anwendungen zur Verfügung stehen, die dieses Format als Basis haben (> KOffice)
Trotzdem muß ich ab und an unter dem für mich völlig unintuitiven MS Windows arbeiten (Brrrrr!).
Genau so gehtŽs mir auch. Kann gar nicht verstehen, dass so viele (von denen, die GNU/Linux noch nie probiert haben) der entgegengesetzten Meinung sind.
Klar dass Behörden und Firmen Spezialsoftware brauchen, die nicht unter Linux laufen und für die es keinen Ersatz gibt.
Ein Grossteil dieser Windows-Only-Anwendungen können die Rechner, die die Spezial/Fachanwendung benötigen, mittels Terminal Server/Citrix benutzen. Ein Teil der Arbeitsplätze braucht die Spezial-Anwendungen sowieso nicht.
Nur ein kleiner Teil der Spezialsoftware läuft nicht auf TS/Citrix. Hier stellt man halt Windowsbüchsen hin. Die wenige SW, die nicht auf TS/Citrix läuft, die benötigen meist nur ganz wenige User. Für diese wenigen User einen Zweitrechner hinzustellen oder Windows in VMWare zu betreiben ist meistens machbar. Nur weil vielleicht 5 oder 10% der Rechnerarbeitsplätze solche SW haben, die nicht in TS/Citrix geht, besteht kein Grund, die übrigen 90% oder 95% *nicht* auf Linux oder BSD umzustellen.
Nebenbei: viele Großstädte benutzen Großrechnersoftware (FIWES, HUEL usw.), die auf IBM Grossrechnern läuft und sowohl unter Linuxc als auch unter Windows mittels 3270-Emu bedient wird. Gerade hier ist es schnurzpiepegal, oder die 3270-Emu unter Linux, DOS, OS2 oder Windows XP läuft.
> Ein Grossteil dieser Windows-Only-Anwendungen können die Rechner, die die Spezial/Fachanwendung benötigen, mittels Terminal Server/Citrix benutzen.
Das WINE-Projekt ist mittlerweile schon so weit, dass man eine ganze Reihe von Windows-Awnedungen damit laufen lassen kann. Crossweavers bietet eine aufgebohrte Variante von WINE an (Crossover Office), mit der z.B. die MS Office-Produkte ohne Win-Lizenz in Linux betrieben werden können. Wenn die Behördenanwendungen einigermaßen sauber programmiert sind, sollten Wine bzw. Crossover auch damit klarkommen.
Es ist ja nicht so, dass alles Linux sein muss, aber die preiswerteste Hardware gibt es bei x86 und während Windows trotzt 1000000000. Kopie für eine CD (einmal Arbeiten, millionenfach Abkassieren, ohne den Preis mit steigender Auflage zu senken) immernoch 100EUR kostet und das Office noch mehr, gibt es nur eine einzige desktoptaugliche Alternative mit ähnlichen Qualitäten bei der Hardwareunterstützung, nämlich Linux. BSD muss garnicht so viel schlechter sein, aber es ist nicht in aller Munde.
IBM, SUN und SGI usw. haben es mit ihrem elitären Getue so weit gebracht, dass das eigentlich ganz schlaue Ix-Konzept (Multiuser, rwx) an den Rand gedrängt wurde und bei einfachen Office-Anwendungen keine Bedeutung hat. Ich kriege keinen Standard-Rechner für 500Euro und Solaris und AIX kosten für Office-Betrieb auch nicht 50Euro. StarOffice ist schon gut, aber für eine Migration reicht es nicht, gleich gut zu sein, man muss massive Vorteile erarbeiten. Der grösste StarOffice Vorteil scheint mir, dass man kein Windows mitkaufen muss, es aber durchaus unter Windows verwenden kann, und man gegenüber OpenOffice mit Firmensupport rechnen darf. Apple hat wohl auch mehr das Image, stylisch zu sein, als als Kostensenker für die Kommunen auftreten zu können.
Hersteller, die keine Linuxversion ihrer Produkte anbieten, müssen konsequent entsorgt werden. Mit so starrsinnigen Unternehmen ist auf Dauer kein Geschäft zu machen. Wer einen jetzt schon mit miesen Methoden an seine eingesessenen Produkte Ketten will, wird in Zukunft auch kein Interesse an Kundenorientierung und Wettbewerb haben.Zum Übergang reicht ein Windows-Terminal-Server, aber binnen 3 - 5 Jahren sollte es das sichere Ende für die derzeitigen Lieferanten bedeuten.Als Kunde sollte man immer beweisen, dass man in der stärkeren Position ist.
Da gilt es Druck zu machen, immer anfragen und den Firmen zeigen, dass Linuxanwendungen gefragt sind, auch client-seitig.
Es wäre ja theoretisch für die Firmen kein Problem, sie müssten ihre Programme halt EINMAL auf ein platformunabhängiges Toolkit umschreiben (QT,GTK, WxWindows etc.) und halt standardkonformen c/c++-code schreiben, dann ist die Portierung ein leichtes.
Wozu gibt es platformunabhängige Libs?!? Ich persönlich hoffe jedenfalls dass die LibQT mal ganz groß rauskommt
Alles ganz schön in der Theorie, das mit den plattformunabhängigen Libs.
Kann's vielleicht sein, das ein Softwarehersteller nicht unbedingt daran interessiert ist, das Linux, größer wird. Grund: wenn erst mal 99 % frei, dann werden 1 % ein verdammt kleiner Markt.
Gut Service-Verträge, aber gute Software braucht keinen Service...
Irgendwann gibt mals OpenStandesamt und dann sieht's düster aus für die ganze Spezialsoftware.
Müssen sie eigentlich gar nicht, Programme die mit Borlands C++ Builder oder Delphi geschrieben wurden kann man relativ leicht nach Linux portieren, die Linuxprogramme nutzen zwar dann qt, aber die Windowsprogramme nicht.
naja also so einfach ist das auch nicht. besonders wenn man in delphi mal eben andere komponenten nimmt als in kylix verfügbar sind. Das komponentenangebot in kylix ist doch eher mager und wenn man dann in delphi noch schnittstellen zu M$ Office drin hat (was in solchen anwendungen häufig der fall ist) dann wirds doch sehr schwierig. (gibts ne kylix-OpenOffice komponente???)
mfg
sarah
erstens: weil du oft Schwierigkeiten hast bei nem Delphi Upgrade die Komponenten wieder auf der neuen Version zu verwenden
zweitens: weil du Probleme hast die Sachen zu debuggen, wenn Fehler auftreten
Ich habe frühers auch immer schnelle zu irgendwelchen Komponenten gegriffen, irgendwie ist das ne Anfängerangewohnheit, mittlerweile bin ich von dem Zeugs kuriert, selbst ungemein teure Komponenten haben oft miese Bugs und du kannst dich mit den Jungs runstreiten bis du evtl ein Update bekommst.
Zu deiner letzten Aussage, was für einen Sinn würde es machen, ein Programm zu portieren, dass Schnittstellen zu MS Office hat, für etwaige Exportfilter benötigst du ja keine Officekomponenten und für andere Aufgaben würde es eh nix bringen, denn was willst du unter Linux denn für ein MS Office ansprechen????
Da kannst du in QT od was auch immer Programmieren und es wird nix nützen.
Nun aber genau dort liegt doch der Hase im Peffer ...
Leider sind solche speziellen Fachanwendungen eben sehr lange "historisch" entstanden. Die Ressourcen sind oftmals eben auch gerade ausreichend das zu "maintainen" und etwas zu erweitern... Nicht umsonst gibt es teilweise sogar immernoch (ja nicht lachen) DOS-Anwendungen in eineigen Bereichen, weil der Schritt auf "Win" noch nicht gemacht wurde... und dort wo er programmiertechnisch gemacht wurde, war es eben MFC *tada* und hier haben wir das Dilemma -> diesen ganzen "Wust" auf einen plattformübergreifenden Fuss zu stellen wäre lobenswert - keine Frage - doch erstmals kostet dieser viel Geld, Geld das erstmal aus den Windowsbestandskunden "rausgeleiert" werden muss -> doch die sagen sich zu Recht, warum sie denn eine neue Version kaufen sollten, die keine neue Features bringt, sondern eben nun auf e.g. QT/Wx/GTK anstelle MFC basiert...
Es ist oftmals wirklich eine Ressourcenfrage - und damit ist nicht unbedingt gemeint das es sich um "kleine Klitschen" handelt -> sondern das die Komplexheit eines Projektes eben nicht zulässt "mal so eben" zwei/drei Versionen (die jetzige Winversion & eine neue zusätzliche) zu pflegen... vorallem weil auch ständige Gesetzesänderungen die Strukturen einer solchen Fachanwendungen sowieso ständig zusätzlich andern können....
Genau HIER müsste man ansetzen und darf OSS nicht nur als "Kostensparmaschine" verstehen -> man muss momentan erstmal INVESTIEREN in eine Portierung einer Fachanwendung -> diese Portierung macht (auf einen Zeitraum von fünf Jahre) oftmals die sonstigen Spareffekte KOMPLETT ZUNICHTE...
Politker denken leider selten länder als eine Wahlperiode
So wird OSS als "Sparschwein" betrieben, der Rest weiter unter den jetzigen Systemen betireben (inklusive derer Kosten)... und wenn OSS-Vertreter und -Verfechter nicht aufpassen kann sich dadurch der Wind wieder schnell drehen, wenn kritische Applikationen (und Fachanwendungen sind das in der Verwaltung) sowieso Windows verlangen, dann besteht die Gefahr eines "Zurückwechselns"...
muss man zwar umsteigen, aber die bisher verwendete software mussten sie ja auch mal lernen.
Aber das Problem, wie oben beschrieben ist: Der ganze Verein verwendet das gleiche Programm. Das über den Haufen zu werfen, würde zu ziemlichen Problemen führen.
Im Moment läuft es halt so, wenn bei uns jemand mit der Buchhaltung ein problem hat, ruft er bei der übergeordneten Geschäftsstelle an und die machen das dann.
Das wär mit ner Insellösung nicht mehr möglich.
(achja, es handelt sich übrigens um Lexware und Combit, das hatte ich oben nicht erwähnt).
Noch ein Wort zu gnucash: schön und gut aber leider ein Gnomeprogramm und wer mal versucht hat es zu-updaten oder gar neu zu Installieren wird sich ganz schön die Haare raufen. Ohne tiefgeifende Linuxkenntnisse sogut wie unmöglich.
Diese Probleme waeren zT. vermeidbar gewesen haette man
X-platform wenigstens /eingeplant/.
Wenn man von anfang an drann denkt, dann ists /erheblich/ einfacher.
An guten Unis/FHs ist X-platform eine MINDESTvorraussetzung einer
jeden App.
AC
Was ich sagen wollte, war, dass eine gute Schule (egal welcher art)
einem beibringt X-platform Dinge gleich zu begin zu beruecksichtigen.
Weil es da schon gemacht werden muss. Ich muss mich halt vorher(!)
fuer Qt (o.ae.) entscheiden und nicht erst MFC nehmen und gegen
ende merken, dass ich eigentlich eine X-platform App schreiben wollte.
AC
Ich sehs kommen, die Virus/Wurmschwemme schwappt auf Linux über. Bei dieser Zielgruppe lohnt sich das ja (für die Würmer)
Gehts noch?
Wollen Sie total verblöden, dann brauchen Sie Bild.
Windows wird immer restriktiver, wer weiß wie es in ein paar Jahren mit dem kopieren von CDs aussieht...
Oh mein Gott, wir sind verloren
.
Die Namen haben was.
NikN
NikN
woher nimmst du diese Sicherheit? Und warum sollte es so sein?
Ich kann das nicht nachvollziehen, gerade weil die Erfahrung zeigt, dass es kaum Gründe gibt, warum, selbst bei einer weiten Verbreitung von Linux, dort entsprechend viele Würmer auftauchen sollten.
Hier mal meine Gründe (wäre schön, wenn du auch mal etwas mehr belegen würdest):
a) Apache: es hast sich gezeigt, dass trotz einer Vorherrschaft von fast immer über 60% der Apache nie Ziel sonderlich wichtiger Wurmattacken war - ganz im Gegensatz zum IIS von Microsoft, Stichwort Code Red; so gesehen scheitert das Argument, dass eine weite Verbreitung von einem Programm automatisch die Wurmverbreitung mit sich bringt, und das Argument, dass Open Source sich auch als Massenware sehr, sehr sicher gibt, wird deutlich gestärkt
b) SELinux, ACL's: obwohl Microsoft spätestens seit Win2k eine verteufelt gute ACL Verwaltung bereitstellt, wird diese im allgemeinen Dienst nicht genutzt, und ein standardmäßiges Fahren des OS als Nutzer wird nicht wirklich ohne weiteres unterstützt; auch die bisherigen Installationen von Longhorn zeigen keine Besserung auf; auf der Anderen Seite wird mit dem Release von Fedora Core 2 bald die erste Linuxdistribution mit auf den Plan treten, die wieder eine neue Verbesserung im Sicherheitsbereich offenbart, SELinux, die es meines Wissens nach noch nicht unter Windows gibt; Microsoft hat nicht nur einen weiten Weg aufzuholen in Bezug auf Sicherheit, sie sind auch ebenso innovationslos
c) Einfalltore: ich sehe es auch nicht, dass es dann bald einen Wurm geben soll, der sich auf allen Linuxdistris verbreitet, denn z.B. ein bisheriges Einfallstor, der Mailclient, ist unter Linux längst nicht so standardisiert wie unter Windows: Kmail/Kontact, Evolution, Mozilla/Thunderbird, um nur die zu nennen, die mir gerade einfallen; weitere Einfallstore sind Standardlücken, aber bei Linux ist meist in der Standardinstallation nur ssh erreichbar - alles andere ist schon wieder Distributionsspeziell oder Anwendersache, die Vielfältigkeit wird den Viren den Saft abdrehen
Es bleibt einzig der Nutzer, der vielleicht dann doch nicht weiß, was er macht, und sie alle startet, so sehr er auch gewarnt wird - aber da ist es leichter, ihn umzu erziehen, mann muss den Leuten nur klar machen, dass man unter Linux eben nur dann das Root Passwort eingibt, wenn man es selbst wirklich will - solange das nicht passiert, wird so schnell auch keine SMTP Engine auf dem Rechner starten.
Wo also siehst du die gleiche Wurm- und Viruswelle?
liquidat
> Wo also siehst du die gleiche Wurm- und Viruswelle?
Na die gleiche wohl nicht, aber...
Man kann Linux (gemeint sind die gängigen Distris) zwar besser absichern als Windows und es hat auch nicht soviele Security-Bugs, aber die Dämlichkeit der DAUs kann kein OS kompensieren.
Ich verstehe auch nicht, wieso diese Mailwürmer unter Windows so erfolgreich sind. Es müßte doch mittlerweile bekannt sein, daß man mit ausführbaren Attachments vorsichtig sein muß. Wieviele Jahre gibt es schon diese Viren/Würmer und wieviele Jahre dauert es noch, bis der letzte DAU kapiert hat, dass man nicht alles anklickt. Die meisten Würmer sind ja garnicht so raffiniert und nutzen Sicherheitslücken aus. Alleine die Dämlichkeit der DAUs ermöglicht die weltweite Verbreitung. Dabei werden auch die vorbildlichen User geschädigt, da ihre EMailadresse in einem Adressbuch eines DAUs steht. Warum antworten viele Leute auf Spammails, wo doch jeder wissen müsste, dass das die Situation verschlimmert?
Sicher bei Linux ist das Problem etwas anders, da der Mailclient mit Userrechten läuft (laufen sollte). Aber unterschätze niemals die Dämlichkeit der DAUs. Du kannst den DAUs keine Rechte entziehen, weil es ist ihr eigener Rechner und sie kennen das root-Password. Wenn irgendein Virus/Trojaner unter Linux ein Fenster aufpoppt und nach dem root-Passwort fragt, so wird es nunmal Idioten geben, die dort das root-Password eingeben. Trojanische Pferde, die auf bestimmten Webseiten angeboten werden kann es für Linux genauso geben wie für Windows. Das fliegt vielleicht Aufgrund der Sourcen (sofern vorhanden) dieser Software schneller auf, aber der Schaden ist dann schon groß genug. Denn auch Zusatzsoftware installieren sicher die meisten als root, ansonsten müssten ja alle Dateien im Homeverzeichnis bleiben und wären nicht richtig im PATH und könnten nur von einem User benutzt werden.
Da bei einer Linuxdistri mehr Software dabei ist als bei Win und das System an sich mehr Möglichkeiten bietet als Windows so kann die Gefahr sogar größer werden, wenn sich die User dämlich genug anstellen. Die Viren/Wurmproblematik unter Windows beweist, dass ein großer Teil der User nicht vernüftig ist und sich auch nicht belehren läßt. Viele reagieren extrem sauer, wenn man ihnen Ratschläge gibt. Der größte Teil der Menschen können nicht zugestehen, dass sie Fehler machen, auch wenn sie das nicht wörtlich zugeben. Ich glaube deshalb nicht, dass es bei Linux einfacher sein wird, die User, wie du es nennst "umzu erziehen".
Das war jetzt von mir etwas schwarz gemalt und übertrieben. War es das? Aber ich wollte deine Frage verständlich beantworten. In Wirklichkeit muß man es ja positiv sehen, wenn Linux eine größere Verbreitung findet.
Ein Mailwurm, der auf die Routinen von Kmail ausgelegt wäre, würde eben bei Thunderbird, Evolution, Slypheed, etc. alt aussehen.
Ganz zu schweigen von möglichen kommerziellen Clients.
Und wenn du die alle mit in den Wurm einbinden willst, wird er ganz schnell ganz groß - außerdem kann der Wurm sich nicht unbemerkt verbreiten, denn einen smtp Port wird er ohne Root Rechte nicht auf 25 öffnen dürfen.
Sicher, ich kann auch smtp Ports über 1024 wählen, das ist mir bewußt, desweiteren ist es möglich, Würmer so zu schreiben, dass sie executables sind, die nicht vom Client abhängen (ist das nicht sogar bei einem aktuellen Wurm so?), dann wäre es die reine Dummheit der Nutzer - die teilweise sehr groß ist.
Davor kann auch Linux nicht schützen, aber ich denke, vor vielem Anderen. Und wenn wir erst mal so weit sind, dass das das letzte Sicherheitsproblem ist, wird es wesentlich leichter sein, mit den Problemen fertig zu werden, denn ich glaube man kann recht sicher sagen, dass die Leute ebenfalls lernen, wenn auch nur langsam.
Ich sage nicht, dass Linux die letzte Weisheit ist, aber die wird es eh nie geben - nur ist es eben sehr viel einfacher wesentlich sicherer zu machen als MS Windows, und ein Merksatz ("du nie root passwort") ist leichter zu merken als eine Anleitung, wie man beim OE den Quelltext aufruft, damit man sich damit ungefährlich Mails angucken kann (ja, ich habe das schon sehr vielen Leuten beigebracht, die ich nicht gleich auf Mozilla oder sonstwas portiert habe).
Aber wer Recht haben wird, zeigt (hoffentlich) die Zeit...ich diskutiere aber immer wieder gerne drüber
Aber Unix-alikes haben (momentan noch) einen Vorteil: Man muss sich zwingend mit den zugrundeliegenden Ideen und Konzepten auseinandersetzen, sonst kommt man nicht weit. Die "einsteigerfreundlichen" Distris haben hier zwar schon sehr viel versaut, aber noch immer besteht eine gewisse Schwelle, die den Großteil der DAUs abhält. Aber so, wie die Entwicklung aussieht, wird das leider nicht mehr lange so sein, und dann wird es wirklich übel.
Ich bin der Auffassung, freie Systeme sollten sich nicht an den existierenden, proprietären orientieren, sondern ihre eigenen Stärken voll ausspielen: völlige Konfigurierbarkeit für jeden Nutzer getrennt inkl. Userland-Dateisysteme (auch wenn das Linux immer noch nicht kann), restriktivere Standardinstallationen (telnetd/rlogin wird gar nicht erst installiert, nur ssh und das läuft per default gar nicht), alle nicht essentiellen Programme verweigern als root gestartet ihre Arbeit wenn nicht --force-as-root angegeben wird, bei allen Programmen, wo es möglich ist, dropuid und ein chroot Jail benutzen (Textverarbeitung braucht keinen Zugriff auf meinen Bookmarks), alle Paket am Anfang auf den sichersten und nur lokalen Betrieb konfigurieren usw. usf.
Zum Beispiel finde ich das neue Konzept, das gewünschte Programm anhand der zu bearbeitenden Datei auszuwählen "intelligent option narrowing". Das entspricht auch eher dem menschlichen Denken,das sich mehr an Aufgaben orientiert (was ist zu erledigen, erst zweitens kommt dann das wie).
Linux für die Massen? Die Massen sind überhaupt nicht reif dafür!
Seht es doch mal positiv: dank der abgespeckten Version läuft man nicht soviel Gefahr, dass ein Programm mit 1000 Abhängigkeiten 1000 schrottige Pakete installiert
Mit redcarpet gibts übers Web noch nen Ximian Desktop.
Also diese Computer-Bild kauf ich mir
gelernt. Kommt Zeit, kommt Rat, solange bei Linux was fehlt, macht's man eben auf Win, na und?? Mache ich auch.
Wenn was unter Redhat/Suse/Mandrake nicht läuft, probier ich's eben unter Win ME/XP. Fertig is. Ich fall auch
nicht zurück, auch wenn die Linux-Community mir zu arrogant und dogmatisch ist (Sorry, aber WinUser sind einfach
cooler und können über die Macken von Win ME/XP/NT/2000 lauthals lachen, einen richtig guten Linuxwitz habe ich
noch nicht gehört, bitte nachrüsten!)
Nur die Ruhe, eine Migration muß nicht von heute auf morgen und dan gleich komplett auf Linux in jeder Amtsstube
und auf jedem Rechner laufen. Es wird schon. Fatal für Linux wäre nur ein kompletter Rückfall zu Windows. Das kann
ich mir jedoch nicht vorstellen. Die fehlenden Applikationen kommen auch noch unter Linux, keine Sorge.
unter Linux laufen Simulationen und Modelliereungen, teils privat, teils beruflich
Win Me/XP ist zum Surfen,Musi saugen,eben mal schnell geexcelt, oder geworded (Bewerbung zum Bleistift.)
DVD abspielen, TV glotzen....
Kann man auch unter Linux, ich weiß, mache ich auch...
Firewall davor,Trojaner Warner,0190-Warner,Anti-Viren Software, etc, die "Spielekiste" ist sicher.
Mails? Bin doch nicht blöd! Die bleiben brav auf den drei Mailservern liegen. Viren & Spam von da??
Kenne ich nicht. Also ein bischen Selbstdisziplin und man braucht nicht zu schreien.
> Win Me/XP ist zum Surfen
Ich meine, gerade wenn du schon so ein Sicherheitsempfinden hast, warum dann das? Der IE hat seine soundsoviel ungepatchten Lücken, und wenn sie gepatcht sind, heißt es nicht, dass es danach geht (Quellen: heise, Stichwort Internet Explorer Patch).
Und was deine Firewall angeht:
Die Selbstdisziplin sollte eigentlich reichen, zusammen mit einem (eventuell lokalen) Paketfilter - ein Trojaner Warner ist ebenso wie ein 0190 Warner sinnlos, da sie erst losschlagen, wenn die Dinger auf der Platte sind und aktiv geworden sind - wenn es aber so weit ist, dann kann es dich doch nicht mehr schützen, oder irre ich mich gerade?
Und das mit den Mails...naja, warum nicht vom Mailserver abrufen? Ist doch keine Gefahr, geht sogar unter Windows gut, Mozilla/Firebird lässt grüßen. Keine Gefahr, es sei denn, du rufst den Anhang explizit auf.
Worauf ich hinauswill: auf der einen Seite redest du von Selbstdisziplin, lässt daraus aber Maßnahmen entstehen, die nur schwer nachvollziehbar sind, und packst dir dann sehr viele bestenfalls zweifelhafte Programme drauf, die sich mit Selbstdisziplin alle erledigen (viele schon mit einem brauchbaren Browser).
Ich finde den Ansatz nicht konsistent...
liquidat
PS: Linux Witze (ich habe herlich gelacht):
http://jensbenecke.de/spass/index.php
Es gibt noch viele weitere Witze, ich finde eigentlich immer die Linuxuser wesentlich entspannter, die Windowsuser sind aus meiner Sicht immer sehr arrogant ("Los, helft mir!"), besserwisserisch ("dasunddas ist scheisse, meins ist total toll") und werden sehr schnell ausfallend, wenn man argumente vorbringt ("Steck dir deinen Mozilla doch sonstwohin")...
Ich denke, das sind Erfahrungen, die jeder selbst machen muss, aber ich finde es gewagt, es zu pauschalisieren.
Na klar, für Linux gibt es den Smartsurfer von Web.de nicht...
mir doch wumpe!
> aber ich finde es gewagt, es zu pauschalisieren.
Nein, Erfahrungen im Umgang mit beiden Gruppen, ich benutze zwar Linux weiterhin,
werde aber bald der Linux-Community den Rücken kehren und mein Ding alleine durchziehen.
Man sollte sowieso immer sein Ding alleine durchziehen! Die besten Leute von Stallman bis Keith Packard haben gezeigt das man mehr erreicht wenn man seinen eigenen Ideen "nachläuft" und nicht denen anderer.
Und ich frage mich, warum ihr nie in den Foren angekommen seid, in denen z.B. ich viel rumsuche, wo alle freundlichst miteinander umgehen, und höchstens mal ein kritisches Wort (das aber dann begründet) fällt, wenn jemand zu forsch, arrogant oder lernunwillig auftritt.
Hast du Quellen? Würde gerne mal sehen, welche Linuxuser das betrifft.
liquidat
das war genau die antwort, nach der ich im forum gesucht hatte. nun weiß ich also, dass ich komplett doof bin und wohl mit dem ungelösten linuxproblem leben muss.
also stöhn und zurück zu windows.
Am Rande, ich kenne z.B. die deutschen Fedora Foren, da ist das irgendwie noch nie passiert, dass da jemand aggressiv, beleidigend oder auch nur dumm wurde, und in den Foren dürfte schon ein guter Durchschnitt durch die Linux Masse vertreten sein.
Vielleicht ist du viel in den falschen Foren unterwegs? Oder fragst in den falschen Newsgroups nach (klassisches Fehler ist es, z.B. in de.comp.security.misc nach zonealarm zu fragen)?
Löse das Problem doch, anstatt davor weg zu laufen, und suche dir andere Quellen und Foren - genug gibt es.
liquidat
Ganz besondere Stilblüten findest du hier:
http://www.linuxhasser.de.tf/
Also von "cooler" merke ich da nichts
MfG
---> klingt ausgeprochen krude. Oder: Welche Anwendungen exportieren denn Word-Dateien?
Die einzige Lektion, die ich aus der Geschichte ziehe ist die Wichtigkeit von Lobbyarbeit auf EGoverment-Initiativen
"Wie Linux oder auch noch Plattformunabhängig programmieren?
Und auch noch für beide Office (Open und MS)?
Das geht nicht, das gibts nicht, das funktioniert nicht!"
Ich darf leider nicht sagen wo, aber ich habs schon in einer Behörde gesehen, also, geht doch.
Wo ein bischen Grips ist, ist auch ein Weg.
In diesem Sinne.
laufen sehr lange und gut mit OS/2. Da IBM die Fahne für Linux hochhält, werden die letzten
OS/2 - Systeme wohl auf Linux umgestellt.
1. Standardmäßig hbci für onlinebanking verwenden
2. keine proprietären hbci-erweiterungen (RSA-Karten) verwenden
Dann wär das mit dem Onlinebanking unter Linux deutlich schöner.
Insbesondere, dass einige vom HBCI-Zug wieder abspringen ist sehr bedauerlich.
Das ist Problem ist IMHO, dass die Kosten für die Kunden relativ hoch sind (Kartenleser), und die bisherige Alternative (Diskette) weniger Sicherheit bietet.
--
http://linuxwiki.de/RonnyBuchmann
Wie sieht es denn mit diesem HBCI+-Zeug unter Linux aus?
Die in Hannover versuchen verzweifelt, für OS/2 eine Windowsersatzlösung zu 'basteln'.
Das wird so leicht nicht funktionieren - Betriebssystembedingt.
Übrigens - wo nicht überall haben die am wenigsten kompotenten Kräfte das Sagen ?
Die Entwicklung von Java wurde aufgegeben
Wir wollen andere Hardware und andere Betriebssysteme benutzen als heute
eine brauchbare JAVA-VM zu diesen Systemem gibt es nicht, eine zu entwickeln ist zu teuer.
Gute C/C++Compiler gibt es für unsere neunen Systeme
So das ist das Zukunftsrisiko, wenn man heute auf Java setzt. Java ist eine propritäre Entwicklung von SUN. Das beste was Java passieren könnte, wäre, wenn Sun es unter die GPL stellen würde.
> eine brauchbare JAVA-VM zu diesen Systemem gibt es nicht
Wie kommst du denn darauf?
Du kennst Java nicht, sonst würdest du sowas nicht behaupten.
Reine Spekulation. Ob ich es selber glaube habe ich ja nicht gesagt. Aber die Möglichkeit/Gefahr dazu besteht. Oder kannst du garantieren, dass Sun Java niemals aufgeben wird?
> Du kennst Java nicht, sonst würdest du sowas nicht behaupten.
Ich behaupte garnichts!
Ich beschreibe nur ein mögliches Szenario!
die spezifikationen von java liegen jedenfalls vollkommen offen, und jeder der will kann seine eigne VM entwickeln. es gibt auch mehrere projekte die das machen. jedenfalls ist es somit theoretisch möglich dass java - auch wenn es sun aufgibt - weiterlebt, es VMs für andere betriebsystem und plattformen gibt.
setzt man heute auf C/C++ wird in fast allen programmen auf libs gesetzt die plattformabhängig sind und - in der windowswelt - meist CSS sind. also stellt dir folgendes vor: jemand entwickelt ein programm für windowsXP setzt massiv auf geschlossene libs. in 2 jahren kommt longhorn, dort ist diese lib nicht mehr verfügbar bzw. lauffähig. was macht man dann? dass ganze programm einstampfen? wo war jetzt der vorteil zu java?
klar die beste lösung wäre auf offene quellen zu setzten (egal ob C/C++ oder java), aber im vergleich zur jetzigen situation würden java programme praktisch nur vorteile bringen.
Erstens ist eine gute VM alles andere als einfach.
Zweitens muss man sicher Lizenzgebüren an Sun abdrücken, wenn man eine eigene Java-VM entwickelt und einsetzt. Oder nicht?
Das, was Geld kostet, ist die Zertifizierung, und auch da gab es Verbesserungen seitens Suns.
Ja das ist unwahrscheinlich.
Es gibt aber keine Garantie für den support von Java.
Mit C/C++ und offenen Libs ist man da wesentlich Zukunftssicherer.
> eine firma die ein und die selbe datenbank 20 jahre verwendet macht auch was falsch.
Spätestens seit dem Jahr-2000-Problem sollte klar sein, wie alt Software in Firmen wird. Es ist völlig normal, dass Software mehr als 20 Jahre benutzt wird. Wenn kein Grund zum Wechsel da ist, wieso sollte man den Aufwand machen. In Firmen werden nur Neuerungen eingeführt, wenn es absolut notwendig ist. Das schadet, in vielen Fällen dem Fortschritt, aber so ist das nunmal.
Ich wäre da noch nicht einmal so sicher, ob es SUN in 5 Jahren überhaupt noch gibt. Die Frage ist, wer übernimmt dann Java? Es könnte IBM sein und dann geht es auch weiter, aber es könnte auch Microsoft sein, die es dann einstampfen.
Stefan
Wenn wir naemlich von Branchenapplikationen sprechen, sind wir sehr schnell bei den Stuetzen des deutschen Maschinenbau.
CAD, MKS und FEM sind Speicherfresser und haben noch viel hoehere Anforderungen als irgendwelche superrealistischen Spiele. Kann Java diese Performance bringen?
Bei den Solvern und Datenbanken, die hinter diesen Applikationen arbeiten, ist jedes Quaentchen Peformance wichtig.
Allerdings haben ja schon diverse Hersteller von FEM nativ auf Linux portiert. Das fuehrt bei den Anwendern gerade zu einem regelrechten Linux Hype.
Somit stellt sich die Java Frage gar nicht.
Gruss
Tiger
mfg
Roady
Gibt es irgendwo eine Liste, welche Linux-Software von den Kommunen und Gemeinden überhaupt benötigt wird?
wirds schwierig..
* Gehaltstaschenrechner
* Wecker
* Beamtenwitz-Randomizer
* PDF-Creator
* Mausometer
Zum Glück gibts Oo-Impress, sonst könnten die ja keine doofen Witz-PowerPoint-Präsentationen angucken!
also, nicht verzagen, nach linux software fragen.
Stefan
Noch dazu rächt sichs jetzt, wenn man im Informatik-Studium nicht auf seinen Prof hört, der sagt: "Programmieren Sie NIEMALS etwas nur für eine Plattform, das ist Schwachsinn!" Tja und nun ihr Schafsekel von überbezahlten Hobbyprogrammieren! Jetzt hättet ihr fett Kohle machen können, indem Ihr Euer Zeugs für Win / Os X / Linux bzw. UNIX programmiert hättet! Verrecken sollt Ihr, die Ihr nicht dazulernt! Das ist Evolution! Da bedauere ich keinen! Deshalb libe Linuxer: Druck ausüben! Hardware kaufen und wenn kein Linux-Treiber dabei ist wieder zurück geben - verhaltet Euch wie die Win-User: mit einfachen Maschen stricken...
Täglich nachfragen, warum die Handy-Software nur für Win erhältlich ist usw. Nur so werden wir irgendwann mal die gleiche Softwarevielfalt bekommen. Mir reichts schon lange. Die Produzenten von Hard- und Software haben uns lange genug ignoriert. Es wird Zeit, dass sich dieses Delikt rächt!
* Wieder geplagt von Weltschmerz! *
Gruß
PS Sorry, das sind Themen, da kann ich aus der Haut fahren. Ums verrecken will man Geld scheffeln und dabei keine 5mm über den Tellerrand schauen. Irgendwann muß sich das rächen! Hoffentlich bald!
Vorschlag: In Deutschland gibt's Unis! Diese bieten hin und wieder den Studiengang Informatik an. Dann gibts da Studenten, die das lernen. Diese Studenten müssen mal sowas wie ne Diplomarbeit machen. Liebe arme Kommunen, haltet einfach Rücksprache mit Euren Unis, FHs, BAs etc. Außerdem lieben Studenten Nebenjobs, inden sie ein paar Kröten dazuverdienen können!
Das war ein Wink mit dem Zaunpfahl, dem Maschendraht-Z-a-u-n und sonstigem, was Grenzen in Deutschlands Gärten definieren kann!
Linux wird damit schnell in eine Ramsch-Ecke gedrängt, wo es per Definition nicht hingehört.
Wer glaubt, von einem OS auf ein anderes zu wechseln, und alle seine Daten mitnehmen zu können, der hat das Prinzip der EDV nicht verstanden.
Solche Aktionen haben schon beim Wechsel zwischen den unterschiedlichen MS Versionen nur bedingt funktioniert!
Ein größeres Problem beim Einsatz von Software in öffentlichen Bereichen sehe ich allerdings in deren mafiösen Strukturen.
Nicht selten werden Produkte ausgewählt, weil jemand jemanden kennt, der über eine gewissen politische Macht verfügt.
Ausschreibungen sind doch nicht selten Augenwischerei!
Woher kommen für den budgetierenden Beamten denn die "kleinen Weihnachtspräsente", wenn er Linux einsetzt?
Wir stellen selbst Fachanwendungen für soziale und öffentliche Bereiche her, und konnten nicht selten feststellen, daß Entscheider Null
Kenntnisse von Linux haben.
Oftmals ist ihnen nicht bekannt, daß es außer Word noch andere textverarbeitende Systeme gibt.
Die Frage, ob man für jeden Rechner diese ca. 70,-- EUR für eine SuSE - Linux CD bezahlen muß, wurde immer wieder gestellt.
Zwischen Wunschdenken und der Wirklichkeit liegen hier noch Welten!
Das Marketing von Microsoft hat wirklich gute Arbeit geleistet !
Die Ramschecken-Angst hab' ich auch! Wer hat eigentlich München Linux verkauft? War bestimmt ein Großkopfadr!
Gruß
Es gibt andere, die sind scharf auf neue Aufträge
Da gab es mal ein Betriebssystem, das hieß "CPM", und für Mehrplatzsysteme "MPM". Alle Leute, die Mikrocomputer professionell benutzten (das waren damals hauptsächlich Rechner mit Z80-CPUs), haben das damals eingesetzt (also in den 80er Jahren). Diese Daten müssen ja auch mal irgendwann auf MS Windows-Systeme migriert worden sein.
Andere wiederum haben Novell verwendet (in der "klassischen" Form mit IPX). Auch die mußten ihre Daten und Anwendungen auf Windows migrieren (hab ich selber noch gemacht), was zugegebenermaßen kein Zuckerschlecken war.
Wieder andere haben etwas größere Rechner von DEC verwendet, die unter VMS liefen (Für die jüngeren unter uns: Als Unix anfing, hieß es, daß das ein "Spielsystem" sei, und VMS das einzig wahre professionelle Betriebssystem und überhaupt viel besser!). Heute verwenden nur wenige noch VMS in einer kommerziellen Umgebung. Aber sie arbeiten nach wie vor mit entsprechenden Programmen und Daten. Die haben sie ja auch mal rübergezogen...
Und wieviele proprietäre System im "Mini"-Computerbereich gab es? Ich denke da nur an "DINOS", ein System mit passendem Namen auf Philips 4500-Maschinen, die in kleinen Rechenzentren und auch Banken sehr verbreitet waren.
Alle haben sie ihre Daten irgendwie auf neue Systeme mitgenommen, und passende Anwendungen scheint es offenbar auch dafür zu geben. Und die Umstellung der User... der muß halt benutzen, was er vorfindet, das war schon immer so. Kennt er es nicht, muß er eben geschult werden. Das ging mir als ehemaligen reinen VMS- und Unix-Benutzer auf schlichten Konsolen nicht anders: Für mich ist MS Windows immer noch viel fremder als XWindows, und ich bevorzuge unter Linux einen altertümlichen MWM statt Gnome, KDE, XFCE oder was sonst. Trotzdem muß ich ab und an unter dem für mich völlig unintuitiven MS Windows arbeiten (Brrrrr!).
Also das ist kein Grund, nicht zu migrieren.
mfg foxi
Unix c.a. 1969 (neu geschrieben in C c.a. 1972).
VMS c.a. 1978.
AC
Der Ansatz sollte eine Mischstrategie sein, bei der nicht unbedingt Linux im Vordergrund steht, denn das grösste Übel ist und bleibt MSOffice. Es muss von öffentlicher Seite mal Druck gemacht werden, dass die proprietären binären oder die nicht freien MS-XML-Formate verschwinden.
Auch ohne kompletten Desktop-Linuxumstieg können so die Abhängigkeiten runtergesetzt werden und danach ist im zweiten Schritt die freie Wahl des OS kein grösseres Problem mehr. Die Sache ist nicht einmal abhängig vom Officepaket, da im Falle des OOo-Formates bald einige Anwendungen zur Verfügung stehen, die dieses Format als Basis haben (> KOffice)
cu dark_star
Genau so gehtŽs mir auch. Kann gar nicht verstehen, dass so viele (von denen, die GNU/Linux noch nie probiert haben) der entgegengesetzten Meinung sind.
Ciao
Schultze
Klar dass Behörden und Firmen Spezialsoftware brauchen, die nicht unter Linux laufen und für die es keinen Ersatz gibt.
Ein Grossteil dieser Windows-Only-Anwendungen können die Rechner, die die Spezial/Fachanwendung benötigen, mittels Terminal Server/Citrix benutzen.
Ein Teil der Arbeitsplätze braucht die Spezial-Anwendungen sowieso nicht.
Nur ein kleiner Teil der Spezialsoftware läuft nicht auf TS/Citrix.
Hier stellt man halt Windowsbüchsen hin. Die wenige SW, die nicht auf TS/Citrix läuft, die benötigen meist nur ganz wenige User.
Für diese wenigen User einen Zweitrechner hinzustellen oder Windows in VMWare zu betreiben ist meistens machbar.
Nur weil vielleicht 5 oder 10% der Rechnerarbeitsplätze solche SW haben, die nicht in TS/Citrix geht, besteht kein Grund, die übrigen 90% oder 95% *nicht* auf Linux oder BSD umzustellen.
Nebenbei: viele Großstädte benutzen Großrechnersoftware (FIWES, HUEL usw.), die auf IBM Grossrechnern läuft und sowohl unter Linuxc als auch unter Windows mittels 3270-Emu bedient wird.
Gerade hier ist es schnurzpiepegal, oder die 3270-Emu unter Linux, DOS, OS2 oder Windows XP läuft.
Meine 2 Eurocent.
stefan3???
Das WINE-Projekt ist mittlerweile schon so weit, dass man eine ganze Reihe von Windows-Awnedungen damit laufen lassen kann. Crossweavers bietet eine aufgebohrte Variante von WINE an (Crossover Office), mit der z.B. die MS Office-Produkte ohne Win-Lizenz in Linux betrieben werden können. Wenn die Behördenanwendungen einigermaßen sauber programmiert sind, sollten Wine bzw. Crossover auch damit klarkommen.
IBM, SUN und SGI usw. haben es mit ihrem elitären Getue so weit gebracht, dass das eigentlich ganz schlaue Ix-Konzept (Multiuser, rwx) an den Rand gedrängt wurde und bei einfachen Office-Anwendungen keine Bedeutung hat. Ich kriege keinen Standard-Rechner für 500Euro und Solaris und AIX kosten für Office-Betrieb auch nicht 50Euro. StarOffice ist schon gut, aber für eine Migration reicht es nicht, gleich gut zu sein, man muss massive Vorteile erarbeiten. Der grösste StarOffice Vorteil scheint mir, dass man kein Windows mitkaufen muss, es aber durchaus unter Windows verwenden kann, und man gegenüber OpenOffice mit Firmensupport rechnen darf.
Apple hat wohl auch mehr das Image, stylisch zu sein, als als Kostensenker für die Kommunen auftreten zu können.
Hersteller, die keine Linuxversion ihrer Produkte anbieten, müssen konsequent entsorgt werden. Mit so starrsinnigen Unternehmen ist auf Dauer kein Geschäft zu machen. Wer einen jetzt schon mit miesen Methoden an seine eingesessenen Produkte Ketten will, wird in Zukunft auch kein Interesse an Kundenorientierung und Wettbewerb haben.Zum Übergang reicht ein Windows-Terminal-Server, aber binnen 3 - 5 Jahren sollte es das sichere Ende für die derzeitigen Lieferanten bedeuten.Als Kunde sollte man immer beweisen, dass man in der stärkeren Position ist.
MfG