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Thema: EU unterstützt Blender

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Thomas am Fr, 13. Februar 2004 um 14:15 #
Find ich nicht gut, was hat denn die EU bitte schoehn fuer ein Interesse an Blender? Ich denke, mit dem Geld koennten wichtigere Dinge getan werden, z.B. Open Cource Projekte unterstuetzt werden, die dann auch wirklich in der EU eingesetzt werden sollen. Das koennte man dann auch vor den Steuerzahlern rechtvertigen, die nichts mit der Freihen Software Bewegung zu tuen haben.
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    Von Sven am Fr, 13. Februar 2004 um 14:30 #
    warum bekommt der Tabakanbau oder GENMaisanbau Geld von der EU?
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      Von Daniel am Mo, 16. Februar 2004 um 01:22 #
      Weil es sich sonst nicht rechnet! Was glaubst Du, wieviele Kunden diese ganzen "Saubere-Städte"-Kampagnen schon vertrieben haben! Es wäre wesentlich sinnvoller, die Städte würden etwas mehr in ihre Reinigungsfirmen stecken als ständig die Bezüge zu erhöhen!
      Und bei genmanipuliertem Reis ist das Problem, dass man für den Anbau hohe Lizenzgebühren an die Amis zahlen muss, und die machen ihre Preise, wie es ihnen gefällt. Daher fängt die EU einen Teil der Schwankungen ab und die Bauern können wieder einigermaßen vernünftig wirtschaften, sie haben durch Aktionen von besoffenen Randalierern und das schlechte Wetter doch schon genug zu ertragen!
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    Von Daniel Baumann am Fr, 13. Februar 2004 um 14:59 #
    Find ich auch, OpenOffice.org oder OpenGroupware waere fuer mich nachvollziehbarer gewesen.
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      Von Till Biedermann am Fr, 13. Februar 2004 um 15:52 #
      Ihr könnt nur meckern.

      1. Es geht hier nur um 140.000 Euro. Wenn ich sehe in welchem Umfang Steuergelder an anderer Stelle verpulvert werden
      fällt das kaum ins Gewicht.

      2. Nicht wirklich die EU sondern Uni-Verse habe das Geld gestiftet. Uni-Verse wird zwar von der EU bezahlt aber die
      haben auch höhere Ziele als einfach nur Blender weiterzuentwicken.
      (Zitat von blender.org:
      This three year cooperation project around Verse, a 3d network protocol, intends to develop a networked open source
      3D platform; which includes collaborative tools, 3d rendering systems and acoustics simulation.)

      3. OpenOffice.org steht unter anderem unter derSun Industry Standards Source License.
      Ich möchte euch mal hören wenn die EU Firmen sponsern würde.

      4. Blender ist ein verdammt gutes Programm.
      Ich find's gut.

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        Von Daniel Baumann am Sa, 14. Februar 2004 um 01:26 #
        "Ihr könnt nur meckern."

        Nein, wir begruessen beide die gesprochenen Foerdergelder. Jedoch stellt sich die Frage, warum gerade Blender ausgewaehlt wurde. Normalerweise wuerde man doch erwarten, dass ein Projekt unterstuezt wird, welches einen direkten Nutzen fuer den Spender selbst hat. Den Nutzen bei Blender fuer die EU kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen.

        zu 1. Wieso verpulvert? Die Gelder werden sicher gut genutzt werden.

        zu 2. Dass die EU nicht direkt die Foerdergelder vergibt, ist nicht unueblich. Das ist oft so, dass Gelder ueber (halb)oeffentliche Stiftungen verteilt wird.

        zu 3. Genau, unter anderem. Entweder SCSL oder LGPL.
        Die EU wuerde wohl Ooo eher nicht unterstuetzen, weil es ein relativ grosses Projekt mit bereits vorhandener Unterstuetzung aus der Wirtschaft ist und nicht, weil sie eine Firma indirekt unterstuetzen wuerde (kann natuerlich beides zusammenhaengen, aber nicht zwingend). Andere Projekte haetten da dringendere Hilfe noetig und offenbar scheint eher das der Grund fuer die Wahl Blenders zu sein.

        Also nochmal: nicht die Unterstuezung ansich ist schlecht oder irgendwie kritisiert, nur die Wahl des Projektes erstaunt. Nicht mehr und auch nicht weniger.

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    Von igelball am Fr, 13. Februar 2004 um 15:37 #
    Selbst in Windows ist OpenSource Code eingebaut (zumindest von BSD-Code musste M$ es zugeben). Es wird soviel für Nutzloses Zeug ausgegeben, dagegen ist das Geld für Blender hervorragend angelegt.
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Von Visionär am Fr, 13. Februar 2004 um 15:39 #
Tja, fehlt jetzt nur noch, dass die EU in ihren Schimmelstuben mal durchlüftet und die Win-PCs durch Linux-Desktops ersetzt... ;-)
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Von juppes am Fr, 13. Februar 2004 um 16:15 #
http://www.vrijschrift.org/swpat/art/sw_patent_blender.jpg
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Von linwin am Fr, 13. Februar 2004 um 18:07 #
welches os wird in zukunft linux durch bessere technik verdrängen? für den desktop und profieinsatz?
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    Von Catonga am Fr, 13. Februar 2004 um 18:48 #
    Vielleicht GNU/Hurd?
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      Von linwin am Fr, 13. Februar 2004 um 19:06 #
      oder linux wird sich selbst verdrängen, in dem es ständig verbessert wird. linuxkernel ist flexibel.
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      Von JJ am Sa, 14. Februar 2004 um 05:28 #
      Inzwischen doch fraglich. Vor fünf Jahren war Hurd noch eine echte Alternative zu Linux, aber mittlerweile stockt die Entwicklung wieder und immer mehr Konzepte werden auch in Linux eingebaut (UserspaceFS, drop/raiseUID usw.), womit die Vorteile stückweise bröckeln.
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    Von Thomas am Fr, 13. Februar 2004 um 19:16 #
    Vermutlich eines aus dem Hause Microsoft :-(
    Bisher haben sie dort nur Schrott oder Mittelmass produziert, aber das muss ja nicht immer so bleiben. Linux ist ein Unix-Clone, aber Unix ist mehr als 30 Jahre alt und seine Erfinder haben laengst die Defizite erkannt und ein neues OS geschrieben. Es heisst Plan9 und ist von Grund auf fuer eine vernetzte Welt gedacht. Linux (und andere Unices werden) aufgrund ihrer Architektur bestimmte Dinge niemals so gut koennen wie Plan9 (genau deshalb haben Ken Thompson & Co es ja neu geschrieben).
    Es gibt natuerlich auch etliche andere zukunftstraechtige Ansateze, z.B der L4 Mikrokernel, die Exokernel des MIT und viele andere mehr.Es haette auch HURD sein koennen, aber nach dem Rauswurf von Thomas Bushnell ist der wohl endgueltig tot.
    Leider verkuemmern diese Kernel oder Betriebssyteme aber in einer Nische.
    Ich sehe Linux deshalb heute sehr,sehr kritisch, weil es die begrenzten Entwicklerressourcen in die falsche Richtung lenkt. Statt an etwas wirklich neuem zu arbeiten das auch in der Zukunft noch Bestand haben wird, wird um Linux ein riesen Hype veranstaltet und die Leute arbeiten an einer ziemlich betagten Technik. Ich fuerchte, dass Linux (besser gesagt der Hype um Linux) die freie Softwareszene in eine Sackgasse fuehren wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass mancher, der auf das was ich hier schreibe wuetend antworten wird, in ein paar Jahren ganz schoen dumm aus der Waesche gucken wird, wenn sich herausstellt, dass man mit Linux zwar auf ein bewaehrtes, aber leider auch sehr altes Pferd gesetzt hat, das ueber die in der Zukunft liegenden Hindernisse nicht mehr drueber springen kann. Wenn ich mir ansehe wie lange es gedauert hat (13 Jahre) bis Linus und Co ein bereits vorhandenes und in seinen technischen Details bestens bekanntes Btriebssytem nachgebau hatten, dann mag ich mir gar nicht erst vorstellen wie lange es dauern wird etwas neues ohne Vorlage zu entwickeln :-(
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      Von sulu am Fr, 13. Februar 2004 um 19:43 #
      Ein Betriebssystem entwickeln dauert etwa 20 Jahre. Bis die Mikrokernel Architektur (wenn überhaupt) irgendwann (Hurd: vielleicht nächstes Jahr ;-) brauchbar wird, dauerts noch Jahre und wer will schon ein stabiles OS gegen ein instabilleres OS wechseln.

      Und wenn Unix so schlecht wäre, dann hätte es nicht 30 Jahre überlebt.

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      Von xx am Fr, 13. Februar 2004 um 20:19 #
      die hardware entwickelt sich auch nicht immer optimal. verwendet digital statt analog mehr strom?
      und was unter der motorhaube an software und hardwaretechnik steckt, interessiert den user nicht , hauptsache es ist schnell, günstig, leise, schön, es funktioniert und ist sparsam usw.
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      Von Catonga am Fr, 13. Februar 2004 um 20:54 #
      "Ich fuerchte, dass Linux (besser gesagt der Hype um Linux) die freie Softwareszene in eine Sackgasse fuehren wird. "

      Finde ich nicht.

      Freie Software ist portabel und dank Quellcode und den verwendeten APIs/Librarys ziemlich unabhängig vom eingesetzten Betriebsystemkern.


      Und das gilt nicht nur für den Linux Kernel sondern auch
      für XFree, ein weiterer Knotenpunkt auf den FreeSoftware aufsetzt.
      Wenn z.b. ewas neueres als XFree herauskommt, dann reicht es oft,
      einfach die APIs wie GTK etc. anzupassen, die Anwendungen die GTK und Co verwenden
      laufen aber weiterhin.


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      Von Jochen am Fr, 13. Februar 2004 um 21:26 #
      > Leider verkuemmern diese Kernel oder Betriebssyteme aber in einer Nische.
      Was daran liegen mag, dass sie nicht produktiv einsetzbar sind? Womit ich nicht meine, dass sie nicht auf dem PC eines einzelnen Entwicklers prima laufen können. Aber ein breiter Einsatz dieser Kernel ist mangels Unterstützung von Hardware oder andere Einschränkungen nicht möglich.

      Ausserdem heisst "zukunftsträchtig" nicht automatisch "benutzbar". Der Thread zwischen Tanenbaum und Torvalds ("Linux is obsolete") ist ja nun schon legendär. Die Argumente gelten übrigens immer noch. Und das gewichtigste ist: Was wird denn wirklich eingesetzt? Ich sehe kein Mikrokernel-basiertes OS, welches im produktiven Einsatz ist. (Und bitte nicht mit dem alten "Seit NT ist Windows Mikrokernel-basiert"-Argument ankommen, ja? Das mag zu NT3.5-Zeiten noch gegolten haben. Seit die Treiber für Grafikkarten aus Performancegründen wieder in den Kernelkontext gewandert sind, kann man sich das Argument von der Backe putzen.) Das monolithische Linux oder die monolithischen *BSDs (inkl. Darwin bei MacOS X) dagegen findet man überall.

      > die begrenzten Entwicklerressourcen in die falsche Richtung lenkt
      Seufz. Und schon wieder einmal freie Software nicht verstanden... Freie Software wird von Leuten geschrieben, die genau diese Software haben wollen. Aus welchen Gründen ist egal! Manche mögen sehr wohl von der Idee getrieben sein, die Technik voran zu bringen. Andere wieder wollen nur ihren Spass haben oder ihr Problem lösen. manchmal stellen sie dabei fest, dass dieses Problem weltweit auftritt und ihre Software begeistert aufgenommen wird... Die Entwickler-Ressourcen sind nur in einer Hinsicht begrenzt: Wenn es niemanden juckt, wird es nicht gemacht.

      > Statt an etwas wirklich neuem zu arbeiten das auch in der Zukunft noch Bestand haben wird, wird um Linux ein riesen Hype veranstaltet und die Leute arbeiten an einer ziemlich betagten Technik.

      "Es gibt zwei Arten von Narren. Die eine sagt: 'Dies ist alt und deshalb gut!' Die andere sagt: 'Das ist neu und deshalb besser!'" :-)
      Nicht von mir, aber besser kann man es kaum sagen. Sicherlich wird irgendwann mal etwas Neues kommen. Aber nur, weil es neu ist, muss es nicht besser sein als das alte... Und den Test des breiten Einsatzes hat noch keines Deiner "neuen" Konzepte (die mittlerweile auch schon einige Jahre auf dem Buckel haben) geschafft. Weshalb, wenn diese Konzepte doch so bahnbrechend sind? Weil die existierende Lösung einfach schon so gut ist, dass sie auch 30 Jahre nach ihrer Geburt besser funktioniert als die neuen Ideen! Verweise bitte nicht auf Ddetails und Spezialfälle; es ist der allgemeine Einsatz, der zählt. Selbst zu den Zeiten, wo sich die Hersteller alle Mühe gaben, UNIX kaputt zu kriegen (oder sich zumindest so verhielten), ging die Idee dieses OS nicht kaputt.

      > Wenn ich mir ansehe wie lange es gedauert hat (13 Jahre) bis Linus und Co ein bereits vorhandenes und in seinen technischen Details bestens bekanntes Btriebssytem nachgebau hatten,

      Nein, das hat keine 13 Jahre gedauert. Das war schon 1993 so weit, als Linux 1.0 auf dem PC gegen die SysV-PC-UNIXe (Interactive, SCO UNIX, Coherent, Minix386, ...) antrat und gewann. Seitdem ist die Entwicklung von Linux mit der Hardware-Entwicklung, der Portierung auf andere Plattformen und dem Austesten neuer Ideen/Algorithmen evolutiv gewachsen.

      Ich gebe dem Linux und der UNIX-Idee (in welcher Form auch immer) mehr als nur ein paar Jahre.

      Jochen

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        Von Thomas am Sa, 14. Februar 2004 um 11:43 #
        >Was daran liegen mag, dass sie nicht produktiv einsetzbar sind?

        Genau darum geht es mir, viele dieser Kernels stehen wirklich an der Schwelle zur Benutzbarkeit oder sind sogar als komplette und einsetzbare Betriebssysteme verfuegbar (z.B.Plan9). Doch sie schaffen den letzten Sprung zum breiten Einsatz nicht, weil es viel zu viele konservative Leute gibt, die mit den alten Technologien, die Windows und Unix bieten zufrieden sind.Nach deiner Auffassung haette es auch nie zu Linux kommen koennen, denn das war zunaechst natuerlich auch nicht breit einsetzbar, aber die Leute haben am Anfang eben die Maengel und Einschreankungen akzeptiert und dadurch hat Linux den letzten Schritt zum Maseneinsatz geschafft.

        > Und schon wieder einmal freie Software nicht verstanden..

        Doch, habe ich durchaus verstanden, aber die Motive der Entwickler und die Art ihrer Organisation, aendern natuerlich nichts daran, dass ein bestimmtes technisches Konzept eines Tages nicht mehr konkurrenzfaehig ist ;-)

        >Die Entwickler-Ressourcen sind nur in einer Hinsicht begrenzt: Wenn es niemanden juckt, wird es nicht gemacht.

        Leider ist dem nicht so ;-) Wir reden ja hier nicht ueber irgendwelche "Hallo Welt' Prograemmchen, sondern um technische Spitzenleistungen in Bereichen wie z.B. SMP, Virtuelle Speicherverwaltung, Threading, Scheduling usw.
        Die Zahl der Entwickler, die die noetigen Kentnisse und Programmierfaheigkeiten haben, hier etwas sehr gutes zu schaffen, ist eben sehr begrenzt, genauso wie die Zahl derjenigen, die beim Weitsprung weiter als, sagen wir mal, 8,50m kommt.

        >Aber nur, weil es neu ist, muss es nicht besser sein als das alte

        Das stimmt, aber das heisst nicht, dass es nicht auch gute Gruende geben kann, etwas bestehendes durch etwas neues und besseres zu ersezten. Solche Gruende hatte z.B. Ken Thompson(und der kennt Unix auch ;-)) als er sich mit anderen and die Arbeit machte, um Plan9 zu entwickeln (wie du auf deren Website nachlesen kannst).
        Ist natuerlich gemein von mir, ausgerechnet den Erfinder von Unix als Kronzeugen fuer die architektonischen Maengel von Unix anzufuehren ;-)

        >Ich gebe dem Linux und der UNIX-Idee (in welcher Form auch immer) mehr als nur ein paar Jahre.

        Das wird wohl sehr stark davon abhaengen, was die Konkurrenz so zu bieten hat.Ich fuerchte eben, dass Microsoft eines Tages mit einem Produkt herauskommt, das klar besser ist als alles bisherige und die Open Source Community dann nicht kontern kann, weil der Hype um Linux die Entwicklung jeder Alternative verhindert oder gehemmt hat.

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          Von Jochen am Sa, 14. Februar 2004 um 15:05 #
          Nun gut, da wir beide hier nur Meinungen vertreten, ist das beste was wir hier erreichen können, ein "We agree to disagree." :-)

          > stehen wirklich an der Schwelle zur Benutzbarkeit oder sind sogar als komplette und einsetzbare Betriebssysteme verfuegbar (z.B.Plan9)

          Als Technologie-Demo ja. In einem sehr exakt und begrenzt umrissenen Umfeld ja. Bei Otto Normalanwender zu Hause? Nein. Wer hat denn schon zu Hause ein Netzwerk, so dass er konkret zwischen Compute-Server, File-Server und Terminal unterscheidet? (Ok ok, hier von den Lesern/Postern vielleicht einige. Wir reden aber immer noch von Otto Normaluser.) Ausserdem hat sich seit Entwicklung solcher Systeme die Art und Weise der Benutzung von Computern verändert. Viedobearbeitung beispielsweise; schön, wenn der Compute-Server das in Echtzeit machen kann. Aber die Daten vom File-Server holen, bearbeiten und über das gleiche Netz zur Anzeige an ein Terminal schicken - nu je, bis so eine Ausstattung die breite Masse erreicht, gebe ich uns noch 10 Jahre oder mehr. Ich bin nicht davon überzeugt, dass ein heutige Plan9 mit so einer Aufgabe fertig werden würde.

          > Die Zahl der Entwickler, die die noetigen Kentnisse und Programmierfaheigkeiten haben, hier etwas sehr gutes zu schaffen, ist eben sehr begrenzt, genauso wie die Zahl derjenigen, die beim Weitsprung weiter als, sagen wir mal, 8,50m kommt.

          OK, akzeptiert. Und warum arbeiten diese Leute nicht an Plan9, Mach4 usw.? Sollte man nicht meinen, dass gerade solche Leute nicht an Linux/*BSD, sondern an deinen schönen neuen Konzept-Betriebssystemen arbeiten würden? Schliesslich liegt da die Herausforderung! Es juckt von diesen Programmierern niemanden bzw. nicht genügend davon. Und schon sind wir wieder bei meinem Punkt...

          > Ist natuerlich gemein von mir, ausgerechnet den Erfinder von Unix als Kronzeugen fuer die architektonischen Maengel von Unix anzufuehren

          Nö, wieso? Wer, wenn nicht KR oder DT sollten die Mängel und Probleme besser kennen? Trotzdem haben sie es bei ihrem grossen Wurf (UNIX, nicht Plan9! :-) ) "richtig genug" gemacht. Kein anderes Betriebssytem in solche einem breiten EInsatz hat so eine lange Zeit überlebt. Und genau da liegt das Problem der Nachfolge-Systeme: Besser machen alleine reicht nicht, es muss merkbar besser sein. Wenn man von einem 1,5GHz auf einen 1,6GHz-Prozessor umsteigt, merkt man nichts. Steigt man auf einem 3,0GHz Prozessor um, will man nie wieder zurück. Die Nachfolge-System stellen momentan alle sozusagen die 1,6GHz-Klasse dar. Der Aufwand (Kauf, Rechner aufschrauben, Prozessortausch, Recher zuschrauben, Test) ist zu hoch für den minimalen Gewinn.

          > Ich fuerchte eben, dass Microsoft eines Tages mit einem Produkt herauskommt, das klar besser ist als alles bisherige und die Open Source Community dann nicht kontern kann

          Ok. Dir sei Deine Meinung unbenommen. Ich persönlich denke aber, dass es auch MS schwer fallen wird, ein "3,0GHz"-Produkt zu entwickeln und auf den Markt zu kriegen. Höchstens als Vaporware. Und zur FOSS-Gemeinde habe ich auch mehr Vertrauen als Du.

          Die Zukunft wird's zeigen. In 5 Jahren lade ich dich auf einen Kaffee ein, um darüber gemeinsam über Deine Sorgen von heute lachen zu können! :-)

          Jochen

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          Von Schugy am So, 15. Februar 2004 um 15:48 #
          Tja, wenn Microsoft mit etwas ganz neuem käme, dann hätten die im eigenen Lager schon ein Migrationsproblem und viele Leute, die ihre bewährte, laufende Technik behalten wollen. Ein Microsoft mit einer Art X12 als optionale, netzwerktaugliche Oberfläche (der nächsten Generation [Was auch immer das sein soll])zur Kommandozeile und ohne diese bescheuerten Laufwerksbuchstaben wäre mal ein Fortschritt, den kaum einer ohne Zwangsupdate mitmacht.

          Da vergehen Jahre nach der Markteinführung und dann hat die OSS-Welt immernoch die Möglichkeit, alle Ressourcen umzusteuern.

          Eine Revolution wird der Micro-Kernel gegenüber der bisherigen Technik nicht schaffen: Auf derselben Hardware plötzlich 100% oder 200% schneller laufen :-) Also ist das nicht zweckmässig, sondern purer Idealismus und Ordnungssinn.

          MfG

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      Von NikN am Sa, 14. Februar 2004 um 01:29 #
      +++ Es haette auch HURD sein koennen, aber nach dem Rauswurf von Thomas Bushnell ist der wohl endgueltig tot. +++

      Wieso das? Die Mailinglisten scheinen recht aktiv zu sein. Ich lese sie nur erst nach dem Rauswurf und kann das daher nicht beurteilen. Es gibt jedenfalls schon den Versuch eines Patchen, durch Hurd auch größere Partitionen als 1,5 GB benutzen kann. ;-)

      NikN

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        Von Tobias am Sa, 14. Februar 2004 um 18:55 #
        > durch Hurd auch größere Partitionen als 1,5 GB benutzen kann.

        1,5GB?! Ich könnte mich kringeln vor Lachen, da konnte ja schon DOS (!!) mehr verwalten (bis zu 2GB nämlich)! Au weia, Leute auf was für Gurken krackst ihr denn noch rum, als das ausreichend ist? Ich habe in meinem Computer zwei 180GB Platten drin, und der ist nur für zu Hause, kein Server in der Firma oder so. Alleine schon Windows plus Office und ein paar wichtige Programme (Nero, Norton IS, Photoshop, Premiere, WinTV Visual) brauchen zusammen fast 12GB, was wollt ihr da mit so einer Krücke? Und sagt jetzt nicht "programmieren", schon Visual C# ist fast 2GB groß und das ohne große Zusatzpakete!

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          Von stugazz am So, 15. Februar 2004 um 02:15 #
          wow, echt beeindruckend, wieviel platz deine propriertären win-progs verbrauchen.
          damit hast du mich wirklich beeindruckt.

          PS: die ironie deines vorposters ist dir wohl auch gänzlich entgangen....

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          Von Rainbird am Fr, 19. August 2005 um 20:46 #
          Das mit C# stimmt nicht! Visual Studio ist mit MSDN Lib so groß. Das ist aber die Entwicklungsumgebung. Man kann auch auf der Konsole seinen Code schreiben und den C#-Kompiler direkt aufrufen. Das einzige was mach braucht ist das .NET Framework und das hat um die 120 MB aber keine 2 GB. Die 120 MB sind gerechtfertigt, wenn man den Umfang der Base Class Library mit über 6000 Klassen von Grafik bis TCP-Programmierung bedenkt.
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      Von Rainbird am Fr, 19. August 2005 um 20:57 #
      Diese ganzen Linux vs. Windows Glaubenskriege sind schwachsinnig. Die meisten Anwendungen werden in Zukunft im Browser laufen. Irgendwann wird dann auch das verkrustete HTML überarbeitet und die ebenso schwachsinnigen Browserkriege enden dann ebenfalls. Java, ABAP oder .NET Anwendungen laufen in virtuellen Maschinen ab. Es spielt bald einfach keine Rolle mehr was für ein Betriebssystem verwendet wird. Die Server der einzelnen Firmen werden sich über Webservices plattformunabhängig in XML unterhalten.

      Ist es nicht schön! Bald sind alle gute Freunde.

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    Von panzer am Sa, 14. Februar 2004 um 21:35 #
    danke der Nachfrage. Es ist Solaris. basta.
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Von lin am Fr, 13. Februar 2004 um 18:10 #
gibt es deutsche sprache für blender? und deutsche hilfe?
es fällt auf dass linux schlechter deutsch unterstüzt als windows, besonders bei linuxspielen. naja englisch ist sowieso die weltsprache, die jeder lernen muss.
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    Von Jochen am Fr, 13. Februar 2004 um 18:54 #
    Wer möchte, kann seinen Blender auch gerne in Deutsch haben: In den "User Preferences" auf den Button "Languages & Fonts" klicken, dann den erscheinenden "International Fonts"-Button klicken und unter "Languages" den Eintrag "German" auswählen. Allerdings halte ich Blender nicht gerade für den optimalen Kandidaten für eine Internationalisierung, da viele der Buttons mit dem jeweiligen Fachbegriff bezeichnet sind - und der ist nun mal meist Englisch. Ausserdem würde man NURBS auch nur mit NURBS übersetzen können... :-)

    Mag aber auch sein, dass ich da wg. guter Englischkenntnisse nicht ganz objektiv bin.

    Jochen

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    Von Catonga am Fr, 13. Februar 2004 um 20:57 #
    Es gibt auch Bücher in deutsch über Blender in der Buchhandlung.

    Wenn du kostenlose Dokumentation haben willst, dann setzte dich auf den Hosenboden
    und übersetze die frei erhältliche Dokumentation auf der Blender.org Seite.


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    Von Jochen am Fr, 13. Februar 2004 um 21:31 #
    Hier sind übrigens einige deutsche Tutorials. So ganz auf verlorenem Posten steht man als Nicht-Englischsprechender also nicht.

    Jochen

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      Von Jens am Fr, 13. Februar 2004 um 22:16 #
      Thx, sowas habe ich schon den ganzen Tag gesucht (vor allem für 2.32)

      Danke,

      Jens

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        Von Jochen am Fr, 13. Februar 2004 um 22:35 #
        Nun, sind die Tutorials denn schon an die neue Oberfläche angepasst? Ansonsten sollte man sich mal die HTML-Changelogs auf blender3d.org ansehen; zu den Beispielen der neuen Features kann man auch die .blend-Dateien herunterziehen. Zum Spielen & Lernen empfehlenswert.

        Jochen

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    Von Jochen am Fr, 13. Februar 2004 um 21:35 #
    Und den wichtigsten Link zu blend.polis hatte ich doch glatt vegessen!

    Jochen

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    Von gerd am Sa, 14. Februar 2004 um 16:02 #
    Nein, die meisten Menschen sprechen chinesisch. Und deutsch ist die Nr. 2 im Netz. Ich denke, dass man als Deutscher ein Anrecht darauf hat sich in seiner Sprache zu verständigen.
    • 0
      Von brody_x am Sa, 14. Februar 2004 um 19:20 #
      > Ich denke, dass man als Deutscher ein Anrecht darauf hat sich in seiner Sprache zu verständigen.

      das Recht schon, aber hat es das notwendige Wissen, um es tun zu können?

      brody_x, und kann nicht anders

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Von xfree am Fr, 13. Februar 2004 um 18:29 #
kann das 3dbrowserplugin für mozilla unter windows nicht runterladen:(
kann man mit blender virtual reality erstellen und begehen?
  • 0
    Von xfree am Fr, 13. Februar 2004 um 20:13 #
    o2c Viewer und plugin für mozilla und windows lassen sich auch nicht installieren. was ist hier los?
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Von poppei am Sa, 14. Februar 2004 um 00:14 #
Moin!

Hab heut im ZDF Heute-Journal gehört, dass Teile von Windows nun als Quellcode im Internet kursieren... endlich hat M$ begriffen, dass OS die bessere Alternative ist! ;-)

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    Von Holger am Sa, 14. Februar 2004 um 14:19 #
    Hi,

    nein MS hat gar nichts begriffen. Sie verstehen offenbar ebensowenig wie auch leider einige hier den Unterschied zwischen Opensource und Free Software nicht.

    • 0
      Von nufap am Sa, 14. Februar 2004 um 14:59 #
      *prust*

      Den Unterschied zwischen Opensource und Free Software? Bei zufaellig an die Oeffentlichkeit geratenen Windowscode? Oh man, du bist ja der grosse Checker...

      Gruesse, nufap

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        Von JJ am Sa, 14. Februar 2004 um 23:18 #
        > Den Unterschied zwischen Opensource und Free Software? Bei zufaellig an die Oeffentlichkeit geratenen Windowscode?

        M$-Quellcode (nicht nur der von Windoof) ist weder das eine noch das andere. Obwohl man jetzt wohl seitens M$ überlegen wird, ihn ins Opensource zu stellen (quasi als PR-mäßige Ausnutzung dieser Panne ("war natürlich alles von Anfang an so geplant") und Ansatzpunkt für spätere Urheberrechtsklagen). Freie Software würde bedeuten, dass M$ sofort pleite ginge, denn es ist wohl die weltweit einzige Firma, die damit keinen Profit machen könnte (weil niemand ihnen vertraut und auch niemand mehr verpflichtet wäre, ihnen zu vertrauen).

        Für diejenigen, die es nicht wissen sollten: Opensource und Freie Software sind zwei _unterschiedliche_ Konzepte. Ersteres bedeutet lediglich, dass der Kunde (oder ein vom ihm bestimmter Dritter, z.B. ein Notar oder Anwalt) zum Produkt auch den Quellcode bekommt, das war's aber schon. Anfangen kann er damit nichts. Wird bei Software für öffentliche Auftraggeber schon seit langem so gehandhabt und auch größere Firmen legen darauf Wert (Haftungsfrage). Darunter fällt übrigens auch Share, die mit Quellcode vertrieben wird.
        Bei freier Software bekommt der Kunde natürlich auch den Quellcode, aber ist in dessen Benutzung eben frei, er kann ihn in eigene Projekte verbauen, verändern und weiterverkaufen oder wasauchimmer. Mit gewissen Regeln natürlich: Alle anderen müssen genau die gleichen Rechte erhalten - Gleichheitsprinzip, niemandes Rechte dürfen bei der Weitergabe eingeschränkt werden - Unveräußerlichkeitsprinzip (BSD-Software sowie Public Domain erfüllt diese Bedingung übrigens nicht, deren Freiheit steht nur dem Erstbenutzer zu, gegenüber dem nächsten kann sie eingeschränkt werden).

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