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Mo, 1. März 2004, 23:53

Der Luxus der Ignoranz: Widerspruch und Fortsetzung

Eric Raymond hat eine Fortsetzung zu seinem jüngsten Essay »Open Source und der Luxus der Ignoranz« verfaßt; neben viel Zustimmung gab es aber natürlich auch Gegenstimmen.

Texte von Eric Raymond werden weithin beachtet. Gerade sein neuester Artikel hat dementsprechend viele Reaktionen erhalten. Auch auf Pro-Linux wurde die außergewöhnlich hohe Zahl von über zweihundert Kommentaren zu der Vorstellung des Essays abgegeben. In einer Fortsetzung schreibt Eric Raymond nun, daß die Zahl der Kommentare seine Erwartungen weit übertroffen habe. Aber nicht nur die Zahl, sondern auch der hohe Anteil von zustimmenden Äußerungen habe ihn überrascht.

In seiner Fortsetzung schreibt Raymond, daß es dem Endbenutzer egal sei, ob die Probleme von den Entwicklern von CUPS oder von Fedora verursacht waren. Entscheidend sei, daß nie eine gründliche Prüfung der Benutzeroberfläche auf Bedienbarkeit gemacht wurde.

Nun ist es laut Raymond an der Zeit, das Problem der mangelhaften GUIs zu lösen. Insofern könnte sich sein Artikel tatsächlich als Initialzündung erweisen, die konkrete Projekte zur Verbesserung der Situation hervorbringt.

Widerspruch zu Raymonds erstem Artikel kommt zum Beispiel von Mahdi Abdulrazak von der Linux User Group Irak. In seinem Artikel »Die heutigen Interfaces haben keine Zukunft« kritisiert er besonders, daß Raymond Microsoft als Vorbild für besseres GUI-Design zitiert. Auch Microsoft habe die fundamentalen Probleme der Benutzbarkeit von Computern nicht gelöst, sondern sie höchstens überkleistert. Es werde aber Zeit, von den zwanzig Jahre alten Techniken Abschied zu nehmen. Die Open-Source-Bewegung sollte psychologische Studien nutzen, um besser benutzbare Oberflächen zu schaffen.

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