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Di, 2. März 2004, 23:13

Gesellschaft::Politik/Recht

NetFilter setzt GPL durch

Das Netfilter-Projekt meldet die zweite erfolgreiche Durchsetzung der GPL in einem Fall, wo eine Firma gegen die GPL verstoßen hat.

Die Netfilter-Software, auch als iptables bezeichnet, ist Bestandteil des Linux-Kernels seit Version 2.4 und ist für Paketfilter und alles, was damit zusammenhängt, zuständig.

Erst vor kurzem hatte das Projekt eine außergerichtliche Einigung mit der Firma Allnet erzielt, die in ihren Routern Netfilter-Code unter Mißachtung der GPL verwendete. Das heißt, die Kunden wurden nicht auf ihre Rechte aufmerksam gemacht und die Quellen wurden nicht bereitgestellt. Allnet hat dies korrigiert und zudem signifikante Spenden an die FSF Europe und den FFII geleistet.

Die neue Einigung betrifft keinen Geringeren als Fujitsu Siemens (FSC). Auch FSC hatte einen Wireless-Router im Portfolio, der Netfilter-Code illegal verwendete. Nachdem das Netfilter-Projekt sich deshalb an das Unternehmen wandte, einigte man sich außergerichtlich. FSC verpflichtete sich, die GPL in Zukunft zu beachten und zudem signifikante Spenden an den Linux-Kongreß und die FSF Europe zu leisten.

Harald Welte erklärte im Namen des Netfilter-Teams, was hinter diesen Ankündigungen steckt und was die Entwickler beabsichtigen. Es begann mit einem GPL-Verstoß der Firma Linksys. Eine Allianz aus Free Software Foundation (FSF), Netfilter-Entwicklern und anderen wurde geformt, um Linksys zum Einhalten der GPL zu bringen. Es dauerte vier Monate, bis dies erreicht war und hatte für Linksys keinerlei weitere Konsequenzen. Dies war dem Netfilter-Team nicht genug. Wenn das Verletzen der GPL für die Firmen keine Konsequenzen hat, dann werden es bald viele mit dieser Masche versuchen, so Harald Welte. Offenbar ist genau dies eingetreten, denn nach seiner Aussage gibt es zahlreiche weitere Fälle von Lizenzverletzungen, von denen das Team Kenntnis hat. »Wir werden gegen jeden einzelnen Lizenzverstoß vorgehen«, schreibt er weiter. Ziel sei es jedoch nicht, die kommerziellen Anwender von Netfilter zu belästigen oder zu erpressen. Es gehe nur um die Einhaltung der Lizenz.

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