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Mi, 14. April 2004, 15:25

Software::Distributionen

Lindows wird Linspire

Der Hersteller der gleichnamiger Distribution Lindows hat wie versprochen die Suche nach einem neuen Namen abgeschlossen und wird ab sofort außerhalb der USA Linspire heißen.

Nachdem Microsoft auf gerichtlichem Wege Lindows.com den Zugriff in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg auf die Webseiten der Firma verbot, machte sich das Unternehmen auf die Suche nach einem neuen Namen. Wie versprochen präsentiert nun Lindows-Chef Michael Robertson, der in einer Änderung den einzigen Weg sieht, sich vor den Angriffen einer derartig reichen Firma wie Microsoft zu schützen, einen neuen Namen. Fortan wird Lindows außerhalb der USA unter dem Namen Linspire firmieren. Die Namensänderung stellt laut früheren Aussagen von Robertson ein Provisorium dar, bis das Unternehmen stark genug ist, die Gerichtsverhandlungen um den Originalnamen zu gewinnen.

Lindows machte in der Vergangenheit vor allem durch große Ankündigungen und wenig Tatendrang von sich reden. Das erste Konzept des Unternehmens ließ die Branche aufhorchen und Microsoft hektisch nach legalen Gegenmitteln suchen: Lindows kündigte ein Betriebssystem auf Linux-Basis an, auf dem auch Windows-Programme problemlos laufen würden. Allerdings blieb Lindows seinen Kunden den Beweis schuldig, dass die Firma ein solches Betriebssystem tatsächlich liefern könne. Prompt ruderte das Unternehmen zurück und vermarktete das System als eine Plattform, mit der sich die typischen Anfängerfehler im Umgang mit Linux vermeiden ließen. Eine Fortsetzung der »Blasenpolitik« fand in weiteren Produkten statt, die medienwirksam angekündigt wurden und entweder nie oder nur in eingeschränktem Umfang erschienen sind.

Ständige Scharmützel mit Microsoft und der freien Community sorgten zudem für Medienpräsenz. Wurde Lindows nicht gerade von Microsoft wegen einer Verwechslung des Namens angegriffen, meldeten sich Vertreter freier Software zu Wort und griffen Lindows öffentlich an. So wurde dem Unternehmen unter anderem ein Verstoß gegen die GPL und eine unklare Politik vorgeworfen.

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