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Di, 20. April 2004, 22:57

Software::Entwicklung

GCC 3.4.0

Das GNU-Projekt und die GCC-Entwickler haben Version 3.4.0 der freien Compiler-Kollektion GCC freigegeben, die mit zahlreichen Verbesserungen gegenüber Version 3.3 aufwarten kann.

Die Verbesserungen beziehen sich in erster Linie auf den Optimierer, der nun schnelleren Code erzeugen kann. Das Änderungslog beginnt allerdings erst einmal mit einer Reihe von Warnungen. Einige Dinge haben sich gegenüber der Vorversion geändert, die dazu führen, daß Projekte, die GCC einsetzen, unter Umständen ihren Code oder ihre Makefiles anpassen müssen. So gab es eine Änderung, eigentlich eine Fehlerkorrektur, im Verhalten der Option -nostdinc. Einige veraltete Optionen wurden entfernt. Auch wurde die Unterstützung für einige veraltete Rechnerfamilien gestrichen. Wer Code für diese erzeugen will, muß bei älteren Versionen von GCC bleiben. Auch in der nächsten Version werden wieder einige veraltete Systeme herausfallen. Die Liste befindet sich am Ende des Änderungslogs.

Die Header-Datei varargs.h, die schon lange obsolet ist, wird nun endgültig nicht mehr mitgeliefert. Das bedeutet, daß sehr alter Programmcode spätestens jetzt geändert werden muß, wenn der neue GCC zum Einsatz kommen soll. Änderungen können auch in C++-Programmen erforderlich werden: GCC ist nun sehr viel näher an der vollständigen Konformität zum C++-Standard. Das bedeutet, daß manche nicht ganz korrekten Konstrukte, die früher akzeptiert wurden, nun mit einem Fehler quittiert werden.

Neben etlichen weiteren Änderungen wurden in GCC 3.4.0 auch zahlreiche Fehler korrigiert.

GCC, die GNU Compiler Collection, enthält Compiler und Laufzeit-Bibliotheken für C++, C, Objective C, Fortran, Java und Ada. Er unterstützt hunderte von Kombinationen von Prozessor, Rechnerarchitektur und Betriebssystem, darunter alle von Linux und den BSD-Systemen unterstützte Architekturen. Auch Cross-Compilierung zwischen beliebigen Plattformen ist möglich.

Der Download von GCC 3.4 (nur Quellcode) ist von den GCC Mirror-Servern und den GNU Mirror-Servern möglich. Der Quellcode ist auch per CVS verfügbar.

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