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Mo, 26. April 2004, 21:07

Gesellschaft::Politik/Recht

Situation um GIMP und JPEG-Patente unklar

Inwieweit GIMP von Forgent Networks JPEG-Patenten bedroht ist, ist leider noch unklar.

Das Unternehmen, welches Patente an Teilen des JPEG-Kompressionsalgorithmus besitzt, hat erst kürzlich gegen ungefähr dreißig Firmen geklagt, die das JPEG-Format in ihrer Hard- und Software einsetzen. Da dieses Bildformat weitreichend zur Kompression fotoähnlicher Bilddaten dient, trafen die Klagen auch große Unternehmen wie Dell, HP und IBM. Potentiell gefährdet sind hierbei Hersteller von digitalen Kameras und Bildbearbeitungsapplikationen, weshalb sich die Frage nach der Bedrohung von GIMP stellt.

In einem telefonischen Interview hat Michael Noonan von Forgent Networks Stellung zu den Umständen genommen. Er stellt zunächst klar, dass Privatanwender, die JPEG zur Speicherung ihrer Daten verwenden, nicht durch Klagen bedroht sind, da diese vor allem auf Unternehmen und Personen abzielen, die mit dem Kompressionsverfahren Geld verdienen wollen. Im Falle von GIMP ist Noonan jedoch völlig unschlüssig und kann keine Aussage bezüglich Freier Software machen. Das heißt zwar nicht, dass GIMP unmittelbar durch die Patente bedroht ist, es ist jedoch auch nicht ausgeschlossen, obwohl dies im Widerspruch zu seiner vorherigen Aussage stünde.

Dadurch, dass das JNG-Format aus einem JPEG-Bild und einem Graustufen-PNG-Bild für den Alphakanal zusammengesetzt ist, kann dieses womöglich nicht einfach als Ersatz für JPEG dienen.

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