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Mi, 5. Mai 2004, 13:40

Linux bootet Linux

Dank eines Patches, der erstmals für Linux 2.6.0-test7 erschien, ist es möglich, dass im aktuell laufenden System ein anderer Kernel gebootet wird.

Beim Booten des neuen Kernels werden dabei zeitraubende Vorgänge wie das Laden des BIOS oder des Bootloader umgangen. Auch ein Shutdown wird nicht durchgeführt, wodurch sich die Rebootzeit auf Linuxsystemen erheblich verkürzt und somit die Downtime von Servern verringert.

Benötigt wird dazu das Programm kexec, welches den entsprechenden Patch enthält. Dieses kopiert den zu bootenden Kernel zunächst in den dynamischen Kernelspeicher, um ihn dann an die Adresse des noch-laufenden Kernels zu kopieren und diesen somit zu überschreiben. Dies ermöglicht theoretisch nicht nur das Booten eines anderen Linuxkernels, sondern auch Kernels anderer Betriebssysteme. Bisher funktioniert der Vorgang jedoch auf die i386-Architektur begrenzt und gelingt nur mit einem Kernel im ELF32-Format. Das könnte sich jedoch noch ändern, da das Projekt sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet.

Mit kexec wird so ein Reboot oder das Wechseln des Kernels »zur Laufzeit« möglich. Technische Details sowie genauere Spezifikationen finden sich in einem Whitepaper.

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