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Mi, 5. Mai 2004, 13:53

Unternehmen

SCO entlässt Mitarbeiter

Die SCO Group schnallt den Gürtel enger und hat in der vergangenen Woche nach eigenen Angaben eine »Anzahl von Beschäftigten abgebaut.«

Die Stellenstreichungen seien Teil der Bemühungen, das Linux-Geschäft profitabel zu machen, teilte das Unternehmen mit.

Nach Angaben des Branchendienstes Cnet sind von dem Stellenabbau weniger als zehn Prozent der Belegschaft von derzeit 275 Mitarbeitern betroffen. Postenkürzungen gebe es in allen Unternehmensbereichen, einschließlich Verkauf, Marketing und Technik.

Mit dem Abbau der Arbeitsplätze will das Unternehmen sein Kern-Geschäft, den Verkauf von Unix-Produkten, in die Gewinnzone bringen. Das Business soll bis zum Ende des im Juli ablaufenden dritten Quartals profitabel sein, sagte SCO-Sprecher Blake Stowell. Weitere Stellenstreichungen seien nicht geplant. SCO dementierte vehement, dass die Stellenstreichungen auf Druck des SCO-Investors BayStar Capital erfolgt seien. BayStar Capital hatte erst im April mit Forderungen nach umfangreichen Änderungen bei SCO aufhorchen lassen. Die Investoren wollen eine neue Geschäftsführung sowie die Aufgabe des Unix-Geschäftes. Zudem solle sich SCO ganz auf seine Klagen gegen diverse Linux-User konzentrieren.

Dies könnte sich allerdings ein wenig problematisch gestalten. Wie bereits berichtet denkt das von SCO verklagte Unternehmen AutoZone nicht daran, klein beizugeben. Das Unternehmen hat zwei Anträge beim zuständigen Gericht eingereicht. Zum einen will es den Gerichtsstand nach Tennessee verlagern, da dort der Hauptsitz von Autozone liegt. Durch die ständigen Scharmützel fiel die Aktie des Unternehmens teilweise auf einen Stand von unter 6 USD. SCO hat im abgelaufenen Quartal bei einem Umsatz von 11,4 Mio. Dollar ein Minus von 2,25 Mio. Dollar geschrieben. Aus seinen diversen Linux-Klagen hat das Unternehmen lediglich 20.000 Dollar einnehmen können.

Beobachter gehen unterdessen immer mehr davon aus, dass eine Klärung der SCO-Rechte längst überfällig sei. Ohne eine gerichtliche Klärung der Frage, wem Unix gehört und in wie fern Linux das geistige Eigentum von SCO verletze, scheinen diverse Rechtsscharmützel gefährdet zu sein. Im März 2003 hatte SCO den Computerriesen IBM verklagt und will seitdem von professionellen Linux-Nutzen Lizenzgebühren, vorerst in den USA, verlangen.

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