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Mi, 12. Mai 2004, 10:29

Software::Emulatoren

Die schöne Welt der Emulatoren

Mit WineX 3.3.2, CrossOver Office 3.0 und PearPC 0.1 bringen gleich zwei kommerzielle Hersteller und ein freies Projekt neue Versionen ihrer API-Nachbildungen oder Emulatoren auf den Markt.

Die unter dem Namen »Marvin« vorgestellte Version von WineX bietet gegenüber der letzten Version nur wenige Neuerungen. Die Entwickler der Applikation konzentrierten sich auf die Behebung von Fehlern. So unterstützt die neueste Version der Applikation die in SUSE Linux 9.1 eingeführte subfs-Funktionalität und ermöglicht nun das »Aushängen« von CD-ROM-Laufwerken unter der Distribution des Nürnberger Herstellers. Ferner behob der Hersteller Fehler in Verbindung mit Battlefield 1942 und baute Unterstützung für Star Wars: Knights of the Old Republic in WineX 3.3.2 ein.

WineX basiert auf der Win32-API-Nachbildung Wine und richtet sich in erster Linie an Spieler, die auf Windows-Spiele nicht verzichten wollen, auf Windows jedoch schon. So lässt sich mittels der Applikation eine Vielzahl von Windows-Spielen direkt unter Linux spielen. Wer WineX selber benutzen möchte, kann den Quellcode kostenlos von den Seiten von SourceForge herunterladen. Um Binärpakete in verschiedenen Formaten zu erhalten, muss ein Abonnement abgeschlossen werden.

Eine ebenfalls auf Wine aufbauende Applikation, CrossOver Office, wurde nun, wie der Hersteller CodeWeavers bekannt gab, in einer neuen Version vorgestellt. CrossOver Office, das sich überwiegend an Büro-Anwender richtet, unterstützt ab sofort Lotus Notes 6.51, Microsoft Outlook XP und Microsoft Project. Eine weitere Neuerung der Applikation stellt eine Aufteilung des Paketes in eine Standard- und Professional-Version dar. Beide Versionen sind miteinander identisch und unterscheiden sich lediglich durch den Umfang des Support-Angebots. Ferner wird ab der Version 3.0 von CrossOver jegliche Unterstützung für die CrossOver Plugin-Lösung obsolet. Wie CodeWeavers in ihrer Pressemitteilung bekannt gab, ist das PlugIn ab sofort in CrossOver Office enthalten und wird nicht mehr als eigenständige Applikation vertrieben. Das PlugIn ist ab sofort sowohl in der Standard- wie auch Professional-Version enthalten. CrossOver, im August 2001 erstmals vorgestellt, macht es möglich, Windows-PlugIns für Browser und Email-Betrachter in den populären Linux-Browsern und deren Email-Clients zu verwenden.

Einen vollständig neuen Weg gehen dagegen die Programmierer von PearPC. Wie das Entwicklerteam um Sebastian Biallas und Stefan Weyergraf bekannt gab, ist es ab sofort möglich, obgleich immer noch mit Einschränkungen, Mac OS X unter Linux zu starten. Im Gegensatz zu dem 68k-Emulator Basilisk II oder dem PowerPC-Aufsatz Mac-on-Linux emuliert PearPC die PowerPC-Architektur und ermöglicht, so die Idee der Entwickler, alle PowerPC-Betriebsysteme unter anderen Architekturen auszuführen. So vermag die sich erst in einem sehr frühen Status der Entwicklung befindende Applikation jetzt schon Mac OS X, Darvin oder Mandrake Linux 9.1 für PowerPC zu starten und zu benutzen. Von dem Einsatz der Applikation in einem produktiven Umfeld sei allerdings abzuraten. »Benutzen Sie es nicht in Verbindung mit wichtigen Daten«, so die Programmierer. »PearPC wird früher oder später Ihre Daten zerstören«.

PearPC selbst läuft unter Linux und Windows und bedarf keinerlei zusätzlichen Erweiterungen. Die Applikation, die unter anderem Teile von HT Editor, Linux, Bochs, MOL und Yaboot verwendet, enthält ein eigenes BIOS und braucht deshalb keine ROM-Datei, wie es noch bei Basilisk II der Fall ist. Die Applikation kann ab sofort im Quellcode vom Server des Sourceforge-Hosters in einer frühen Version 0.1 heruntergeladen werden.

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