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Do, 27. Mai 2004, 12:21

Unternehmen

Über die Hälfte der österreichischen Unternehmen nutzt Open Source

Die Firma Lizenzfrei.at hat in Zusammenarbeit mit der Universität Linz eine Studie vorgelegt, der zufolge mehr als die Hälfte aller österreichischen Unternehmen Open Source Software einsetzt.

Die Studie, deren Zusammenfassung unter der GNU Freie Dokumentlizenz veröffentlicht worden ist, kam zu dem eher weniger überraschenden Schluss, dass OSS vor allen Dingen in den Bereichen Server und Internet eingesetzt wird. Ebenso erwartet wurde das Ergebnis, dass im Multimediabereich nur selten mit OSS gearbeitet wird. Überraschend aber ist der hohe Anteil am Office- und Datenbankeneinsatz, in dessen Zusammenhang häufig MySQL und OpenOffice genannt wurden. Der Autor der Studie, Rainer Lischka, ist der Meinung, dass somit OpenOffice eine Art Türöffner für Unternehmen ist, die bisher über nur wenig oder gar keine Kentnisse mit OSS verfügen.

Die Gründe für den Einsatz sind dabei vielfältig: neben der Unabhängigkeit der Lizenzmodelle und der höheren Skalierbarkeit gegenüber anderen Produkten kamen häufig auch Sicherheit und Plattformunabhängigkeit ins Spiel. Nicht selten aber spielten auch ideologische Gründe eine Rolle.

Auf der anderen Seite aber wurden auch vielfältige Probleme beim Einsatz oder bei Migrationen genannt: neben mangelndem Support von Seiten der Hersteller wurde vor allen Dingen der Mangel an technisch qualifizierten Mitarbeitern beklagt. Aber auch interne Fehler, wie der Widerstand der Mitarbeiter oder zu starre Strukturen in der Firma selbst spielen eine Rolle.

Die Erwartungen, die sich im Einsatz von Open-Source-Software wiederspiegeln, wurden meist erfüllt, da die Unternehmen meist sehr genaue Vorstellungen von den Vorteilen der Software haben. So gaben über 85% der Firmen, die OSS einsetzen, an, dass sich die Erwartung der Kostenersparnis eingestellt hat.

In der Studie wurde auch nach Zukunft der Open-Source-Software gefragt. Den Antworten der Befragten zufolge wird sich OSS vor allen Dingen im Server-Bereich durchsetzen, jedoch rechnen viele Unternehmen in naher Zukunft mit Aktivitäten seitens Microsoft, um der Ausbreitung etwas entgegenzusetzen. Interessant ist aber auch die Meinung von fast zwei Dritteln der Unternehmen, dass das Phänomen der OSS ohne die Unterstützung großer Unternehmen wieder einschlafen wird.

Die Autoren der Studie sehen selbige allerdings als nicht repräsentativ an, da nur 3,7% der 24.000 angeschriebenen Unternehmen geantwortet haben.

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Kommentare (Insgesamt: 19 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[5]: OT: Welchen tech. Vorteil hat GNU/Linux (RPR, Sa, 29. Mai 2004)
Re[2]: Welchen tech. Vorteil hat GNU/Linux? (RPR, Sa, 29. Mai 2004)
Scientologe? (Trollhammer, Fr, 28. Mai 2004)
Re[4]: OT: Welchen tech. Vorteil hat GNU/Linux (bierathlet, Fr, 28. Mai 2004)
Re: OT: Welchen tech. Vorteil hat GNU/Linux (Blechkugel, Fr, 28. Mai 2004)
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