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Mi, 2. Juni 2004, 12:32

Unternehmen

Baystar steigt bei SCO aus

Nach dem Ausstieg der Royal Bank of Canada steigt nun auch der bisher größte Geldgeber des amerikanischen Unternehmens SCO, BayStar Capital, aus.

Als der Risiko-Kapitalgeber BayStar im Herbst letzten Jahres Geld in SCO pumpte, machte das weltweit Schlagzeilen und so schien das medienpräsente Unternehmen SCO für seinen juristischen Feldzug gewappnet zu sein. Wie nun der selbsternannte Linux-Eigner bekannt gab, wird das Unternehmen den größten Teilhaber des Unternehmens, den Risiko-Kapitalgeber BayStar Capital, auskaufen. BayStar ist im Besitz von SCO-Wandelanleihen, für die seinerzeit über 50 Millionen Dollar eingezahlt werden mussten. Nun hofft BayStar, das bereits in der Vergangenheit mit einem Ausstieg drohte, darauf, über 20 Millionen Dollar wieder loseisen zu können. Berichten zufolge wird der Kapitalgeber 13 Millionen Dollar in bar und 2,1 Millionen SCO-Aktien, die gestern am Markt rund 10,1 Millionen Dollar wert waren, zurückziehen. Ganz verlassen wird BayStar SCO allerdings nicht, denn eine Klausel im Ausstiegsvertrag hindert den Kapitalgeber daran, das komplette Aktienpaket zu veräußern. Wie die Salt Lake Tribune berichtet, darf der Handel mit BayStar an einem Handelstag nicht mehr als 10% des gesamten Handels mit SCO-Aktien ausmachen. »Gemessen am aktuellen geringen Umfang der Käufe und Verkäufe von SCO-Papieren dürfte BayStar Capital zwischen 85 und 110 Tagen brauchen, die Papiere am Markt zu platzieren und bei sinkendem SCO-Kurs weniger als 10 Millionen erlösen«, schreibt der Heise-Newsticker.

Mit BayStar Capital verabschiedet sich nun bereits der zweite große Investor von SCO. Vor knapp einem Monat hat sich der bislang zweitgrößte Investor von SCO, die Royal Bank of Canada (RBC), aus dem Geschäft zurückgezogen. Die Bank hatte verkündet, zwei Drittel ihres SCO-Aktienbesitzes an BayStar Capital, dem damals größten Investor, verkaufen zu wollen. Ferner kündigte die RBC an, ihre verbliebenen 10.000 Anteilsscheine in Stammaktien umzuwandeln, die an der Börse verkauft werden können.

»Nach produktiven und substanziellen Diskussionen mit SCOs Management-Team, Board of Directors und dem juristischen Team, zeigt sich BayStar sehr zufrieden mit SCOs Plänen, neuen Initiativen, dem Management des Rechtsstreits und Plänen für weitere Verbesserungen«, so Larry Goldfarb von BayStar Capital. SCOs Geschäftsführer Darl McBride begrüßt das Abkommen ebenfalls und glaubt, dass »der Effekt es der Firma gestattet, die strategischen Initiativen besser zu verfolgen«, vor allem aber genügend Geld für die Verteidigung seines geistigen Eigentums in die Kasse spülen wird.

BayStars Einfluss ist nun gesunken und das Unternehmen verfügt nicht mehr über ein Vetorecht bei außergerichtlichen Einigungen. Ferner hat Baystar auch kein Recht mehr auf die Zahlung einer Dividende. Die Titel der SCO-Group rutschten gestern an der Nasdaq um 7,32 Prozent nach unten auf 4,81 US-Dollar.

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