Die Menschen werden nur an die Spritpreise denken, also CDU wählen. Das Auto ist den meisten eben wichtiger als Freiheit. Wohl auch, weil die meisten ein Auto mit Freiheit verwechseln.
Ich will jetzt keine Diskussion über das Recht und die Pflicht zu Wählen lostreten! Allerdings haben ich noch zwei Artikel in guter Erinnerung: Erst die Schlagzeile "Bundesregierung gegen Software-Patente" und danach dann doch die Ernüchterung mit der Aussage Softwarepatente: "Kritik gegen Deutschland". Der Inhalt dieser Artikel verdeutlicht mir einmal mehr, dass die Herren die gewählt werden möchten ihr Mandat nicht ernst nehmen. Daheim erzähle ich was und wenn ich drüben bin höre ich mal, was die entsprechende Lobby mir zu bieten hat. Das traurige ist ja, dass sich dies nicht nur auf die Softwarepatente bezieht, sondern sich durch alle Bereiche durchzieht Man ist nur darauf Bedacht seine eigenen Pfründe zu sichern und nicht seine eigentliche Arbeit (für die man gewählt wurde) zu erfüllen. Der Wille des Volkes ist schlagartig uninteressant
Ja, das historische Abstimmverhalten ist ein wichtiges Kriterium für die Einschätzung der Position von Abgeordneten und Parteien, allerdings hat sich seit der letzten Abstimmung zum Thema im September 2003 einiges getan und man kann nicht blind davon ausgehen, dass sich das Abstimmungsergebnis wiederholt. Außerdem hat sich die FDP, die im scheidenden Europaparlament nicht vertreten war, mittlerweile gegen Softwarepatente positioniert, was naturgemäß aus obiger Tabelle nicht hervorgeht.
Um eine Wahlentscheidung zu treffen, sollte man sich deshalb näher mit den aktuellen Positionen und dem Verhalten der Parteien befassen:
Also die Tabelle ist nicht sehr hilfreich, da man m.E. erst eine entscheidungstheoretische Untersuchung machen müsste, um zu einer für sich selbst relativ eindeutigen Handlungsanweisung zu kommen. Z.B.: was, wenn CDU/CSU (PPE-DE) die Wahl gewinnt? Es wäre dann sicher sinnvoll, trotz ihres negativen Rankings von -12 SPD (PSE) zu wählen, um deren Stimmverhalten (Ranking -36) zu den Softwarepatenten zu kompensieren, denn die Grünen und PDS helfen dann mit ihren paar Abgeordneten nicht usw... Zumal die PDS für die meisten aufgrund ihrer nicht gerade rechtspolitisch positiven Vergangenheit nicht wählbar sein dürfte. Meine Meinung: geht zu www.wahlomat.de, macht den Test. Schaut Euch die Seiten an, die Julian Mehnle in einem Posting hier erwähnt habt und entscheidet aufgrund dieser beiden Quellen, was zu wählen ist.
Und: auf jeden Fall zur Wahl gehen! 1. Wer nicht wählt, hat hinterher keinen guten Standpunkt, sich zu beschweren, 2. Wählen zu können ist ein Recht, und im Vergleich zu vielen anderen Staaten auf der Welt ein *Privileg*. Denkt an China, Nord-Korea usw. Außerdem ist die Vielfalt an Parteien hervorzuheben. Was wäre, wenn wir wie in den USA praktisch nur zwei Parteien zur Wahl hätten? Das wäre dann die Wahl zwischen "schlecht" und "anders schlecht". In Europa gibts wenigstens noch ein paar Abstufungen mehr
Ich habe schon per Briefwahl gewählt und zwar dieses Mal CDU. Hauptsächlich wegen des Beitritts der Türkei. Wir haben jetzt schon soviel neue Länder aufgenommen und müssen erstmal sehen, dass wir die integrieren.
Was das kosten wird, das ist noch garnicht abzusehen. Jetzt noch Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu beginnen, könnte das ganze Boot EU zum Kentern bringen. Außerdem müßten wir dann auch noch ein fass ohne Boden bezahlen.
Hinzu kommt außerdem, das die Türkei ein Land ist, wo Folter an der Tagesordnung ist und die Menschenrechte nicht gewährleistet sind. Nicht mal so ein Hetzer wie Metin Kaplan kann deshalb dahin abgeschoben werden, aber in die EU sollen sie, wenns nach Rot und vor allem Grün geht.
Nee, nee - in der Hinsicht kann man Rot/Grün nicht über den Weg trauen und deshalb hab ich zum ersten Mal überhaupt dieses mal CDU gewählt. (Sonst immer SPD.)
Ich denke es sollte eine politische Plattform geben auf welcher über politische Entwicklungen die die freie Software betreffen informiert und auch diskutiert wird, über welche die verschiedenen Kräfte gebündelt werden können.
Nun mal schauen wem ich wähle, ich weis nur so viel das es weder SPD noch CDU oder etwas rechtsgesinntes sein wird, weder in der Europawahl noch in den beiden anderen Entscheidungen die ich morgen treffen muß.
Die PDS ist für mich nach wie vor die SED-Nachfolgeorganisation, aus historischen Gründen für mich unwählbar (die Mehrzahl der Miglieder sind nach wie vor alte SED-Kader). Allerdings gefällt mir Gregor Gysi als charismatischer Rhetoriker (aber nicht wegen seiner politischen Inhalte). Die CDU ist mir vor allem aufgrund ihrer latenten Pro-Bush Haltung sowie ihrer Haltung gegenüber SPs unsympathisch. Der SPD habe ich noch nie was zugetraut. Wer auf der einen Seite Globalisierung will, auf der anderen Seite aber auch den Sozialstaat erhalten will (gilt übrigens auch für CDU/CSU), der täuscht die Wähler gänzlich, da beides zusammen nicht funktionieren kann. Bei den Grünen gefällt mir nur Ströbele als Politiker (nicht wegen seiner politischen Inhalte), alle anderen ehem. Revoluzzer haben sich kurz nachdem sie an Macht geriehten um 180 Grad gewendet und ihre alten Ideale total über Bord geworfen, schlimmstes Beispiel: Joschka Fischer. Die Grünen sind mir zu sehr von den 68er Ideen unterwandert und somit zu links (sogar mehr links als die PDS aus meiner Sicht). Außerdem sind die Grünen gegen Kernkraft, ich bin aber genau aus ökologischen Gründen für Kernkraft (über diese These kann man streiten, ich lege aber moderne Kernkrafttechnik meiner Argumentation zugrunde und nicht die veralterte Ostblocktechnik oder die westliche 60er Jahre Technik). Konsequenterweise muß man den Grünen lassen, dass sie latent gegen die Globalisierung sind und dadurch sich nicht in der Zwickmühle von CDU/CSU und SPD befinden, da sie durch Gloablisierungsausstieg/reform den Sozialstaat tatsächlich logisch folgernd als erhaltbar deklarieren können.
Aus diesen Gründen wähle ich die FDP, weil sie sich klar für Globalisierung entscheidet, und deshalb den Sozialstaat abbauen will, der ist langfristig eh nicht mehr haltbar, es sei denn wir hören mit der Globalisierung auf. Demzufolge kann man die Steuern runtersetzen, den Bürokratie-Beamtenapparat vereinfachen/privatisieren, den Wettbewerb stärken, den Wirtschaftsstandort wieder attraktiver werden lassen, demzufolge den Mittelstand stärken und deshalb Arbeitslosigkeit reduzieren. Ich werde eh keine Rente mehr bekommen und muß privat vorsorgen, wozu soll ich dann noch eine Augenwischerpartei wählen, die mir verspricht, dass der Sozialstaat sicher sei? Zudem steht die FDP für liberale und demokratische Politik und zuguterletzt hat sie sich gegen SPs ausgesprochen (mit Ausnahme einiger Wackelkandidaten).
Parteien sind nur Handlanger der Großindustrie. Warum das so ist, könnt ihr hier erfahren:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kultursonntag/?archiv=1&page=1 http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kultursonntag/?archiv=1&page=2 (mehrere mp3-Dateien unter dem Titel "Total global")
Ihr könnt euch sicher sein das Die Zeiten sehr verrückt sind, denn mein Konservativer, Christlicher, Antikommunistischer Vater war der Auffassung, das die einzigen die man hätte wählen können, die PDS war. Er meinte von sich selber, "Ich hätte nie gedacht das ich das jemals sagen würde!"
Von Johannes Hüsing am Mo, 14. Juni 2004 um 14:41 #
... gegen SW-Pat. als vorher. Wenn man mal ganz vereinfacht die großen Parteien als Verfechter und die kleinen ansieht, heißt es 8,9 Prozent oder 14 Mandate mehr für die gute Sache.
Vergesst also die Grünen, wählt PDS !
http://www.fdp-bundesverband.de/forum_wahlprogramm/read.php?f=29&i=251&t=118
hoffentlich nicht nur heiße Luft.
Allerdings haben ich noch zwei Artikel in guter Erinnerung:
Erst die Schlagzeile "Bundesregierung gegen Software-Patente" und danach dann doch die Ernüchterung mit der Aussage Softwarepatente: "Kritik gegen Deutschland".
Der Inhalt dieser Artikel verdeutlicht mir einmal mehr, dass die Herren die gewählt werden möchten ihr Mandat nicht ernst nehmen.
Daheim erzähle ich was und wenn ich drüben bin höre ich mal, was die entsprechende Lobby mir zu bieten hat. Das traurige ist ja, dass sich dies nicht nur auf die Softwarepatente bezieht, sondern sich durch alle Bereiche durchzieht
Man ist nur darauf Bedacht seine eigenen Pfründe zu sichern und nicht seine eigentliche Arbeit (für die man gewählt wurde) zu erfüllen.
Der Wille des Volkes ist schlagartig uninteressant
Bei dieser Europawahl nun zum ersten Mal die Grünen!
Und das nur wg. den Softwarepatenten.
Ich hoffe es hilft!
Um eine Wahlentscheidung zu treffen, sollte man sich deshalb näher mit den aktuellen Positionen und dem Verhalten der Parteien befassen:
Positionen der deutschen Parteien:
http://kwiki.ffii.org/?ElectDePart0405De
Entscheidungshilfe für ganz Ungeduldige:
http://kwiki.ffii.org/?ElectFast0405De
Weitere ausführliche (nicht ganz so aktuelle) Informationen über die Positionen der Parteien gibt's hier:
http://swpat.ffii.org/players/gruene/
http://swpat.ffii.org/players/fdp/
http://swpat.ffii.org/players/pds/
http://swpat.ffii.org/players/spd/
http://swpat.ffii.org/players/cducsu/
Und: auf jeden Fall zur Wahl gehen! 1. Wer nicht wählt, hat hinterher keinen guten Standpunkt, sich zu beschweren, 2. Wählen zu können ist ein Recht, und im Vergleich zu vielen anderen Staaten auf der Welt ein *Privileg*. Denkt an China, Nord-Korea usw. Außerdem ist die Vielfalt an Parteien hervorzuheben. Was wäre, wenn wir wie in den USA praktisch nur zwei Parteien zur Wahl hätten? Das wäre dann die Wahl zwischen "schlecht" und "anders schlecht". In Europa gibts wenigstens noch ein paar Abstufungen mehr
Hauptsächlich wegen des Beitritts der Türkei. Wir haben jetzt
schon soviel neue Länder aufgenommen und müssen erstmal sehen,
dass wir die integrieren.
Was das kosten wird, das ist noch garnicht abzusehen.
Jetzt noch Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu beginnen, könnte
das ganze Boot EU zum Kentern bringen. Außerdem müßten wir dann auch
noch ein fass ohne Boden bezahlen.
Hinzu kommt außerdem, das die Türkei ein Land ist, wo Folter an
der Tagesordnung ist und die Menschenrechte nicht gewährleistet sind.
Nicht mal so ein Hetzer wie Metin Kaplan kann deshalb dahin abgeschoben
werden, aber in die EU sollen sie, wenns nach Rot und vor allem Grün geht.
Nee, nee - in der Hinsicht kann man Rot/Grün nicht über den Weg trauen
und deshalb hab ich zum ersten Mal überhaupt dieses mal CDU gewählt.
(Sonst immer SPD.)
Charlie.
Nun mal schauen wem ich wähle, ich weis nur so viel das es weder SPD noch CDU oder etwas rechtsgesinntes sein wird, weder in der Europawahl noch in den beiden anderen Entscheidungen die ich morgen treffen muß.
Grüße
Sturmkind
Die CDU ist mir vor allem aufgrund ihrer latenten Pro-Bush Haltung sowie ihrer Haltung gegenüber SPs unsympathisch.
Der SPD habe ich noch nie was zugetraut. Wer auf der einen Seite Globalisierung will, auf der anderen Seite aber auch den Sozialstaat erhalten will (gilt übrigens auch für CDU/CSU), der täuscht die Wähler gänzlich, da beides zusammen nicht funktionieren kann.
Bei den Grünen gefällt mir nur Ströbele als Politiker (nicht wegen seiner politischen Inhalte), alle anderen ehem. Revoluzzer haben sich kurz nachdem sie an Macht geriehten um 180 Grad gewendet und ihre alten Ideale total über Bord geworfen, schlimmstes Beispiel: Joschka Fischer. Die Grünen sind mir zu sehr von den 68er Ideen unterwandert und somit zu links (sogar mehr links als die PDS aus meiner Sicht). Außerdem sind die Grünen gegen Kernkraft, ich bin aber genau aus ökologischen Gründen für Kernkraft (über diese These kann man streiten, ich lege aber moderne Kernkrafttechnik meiner Argumentation zugrunde und nicht die veralterte Ostblocktechnik oder die westliche 60er Jahre Technik). Konsequenterweise muß man den Grünen lassen, dass sie latent gegen die Globalisierung sind und dadurch sich nicht in der Zwickmühle von CDU/CSU und SPD befinden, da sie durch Gloablisierungsausstieg/reform den Sozialstaat tatsächlich logisch folgernd als erhaltbar deklarieren können.
Aus diesen Gründen wähle ich die FDP, weil sie sich klar für Globalisierung entscheidet, und deshalb den Sozialstaat abbauen will, der ist langfristig eh nicht mehr haltbar, es sei denn wir hören mit der Globalisierung auf.
Demzufolge kann man die Steuern runtersetzen, den Bürokratie-Beamtenapparat vereinfachen/privatisieren, den Wettbewerb stärken, den Wirtschaftsstandort wieder attraktiver werden lassen, demzufolge den Mittelstand stärken und deshalb Arbeitslosigkeit reduzieren.
Ich werde eh keine Rente mehr bekommen und muß privat vorsorgen, wozu soll ich dann noch eine Augenwischerpartei wählen, die mir verspricht, dass der Sozialstaat sicher sei?
Zudem steht die FDP für liberale und demokratische Politik und zuguterletzt hat sie sich gegen SPs ausgesprochen (mit Ausnahme einiger Wackelkandidaten).
Warum das so ist, könnt ihr hier erfahren:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kultursonntag/?archiv=1&page=1
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kultursonntag/?archiv=1&page=2
(mehrere mp3-Dateien unter dem Titel "Total global")
http://ffii.org.pl/index.php?s=politycy
gruess,
b.
Er meinte von sich selber, "Ich hätte nie gedacht das ich das jemals sagen würde!"
So krass ist es geworden.
Ich glaube es wird bald krachen.
/ajk