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Mo, 21. Juni 2004, 14:16

Gesellschaft::Politik/Recht

Uni Karlsruhe, HP und Intel gründen ein Kompetenzzentrum

HP, Intel und die Universität Karlsruhe (TH) haben einen Vertrag über die Gründung eines Kompetenzzentrums für Hochleistungsrechnen unterschrieben.

Das den Namen HPTC³ (High Performance Technical Computing Competence Center) tragende Zentrum wird von den Beteiligten als aktiver Beitrag zur Unterstützung des Höchstleistungsrechner-Kompetenzzentrums Baden-Württemberg (hkz-bw) und damit der forschungspolitischen Initiative des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst verstanden. Der Vertrag regelt die Grundlagen für eine Zusammenarbeit der Partner bei HPC-Anwendungen im Bereich der wissenschaftlichen und industriellen Nutzung und in neuen Forschungsbereichen, wie etwa Life Sciences und Umweltforschung. Dabei sollen auch Technologien wie Grid-Computing, globale parallele File Systeme und Methoden zum Ressourcen-Management gemeinsam weiterentwickelt werden.Die aktuellen Themen werden halbjährlich von einem Lenkungsausschuss festgelegt, dem jeweils ein Vertreter der Partner angehört.

Zu den ersten Aufgaben des HPTC³ wird die Integration des Itanium Supercomputers HP XC6000 in das operative Umfeld des hkz-bw gehören. Dabei sollen laut Angaben der Beiteiligten insbesondere die Bedürfnisse des hww (Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft GmbH) berücksichtigt werden. Beim hww handelt es sich um eine institutionelle Kooperation zur gemeinsamen Nutzung der Systeme des hkz-bw der Universitäten Stuttgart, Karlsruhe, Heidelberg und den industriellen Partnern T-Systems, Porsche und der dSH-Solutions for Research (SfR), die wiederum ein Joint Venture von T-Systems und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist.

Die Arbeit des neuen Kompetenzzentrum umfasst die Implementierung von Funktionen, die bisher noch nicht in der Software für den XC Cluster enthalten sind, die Überwachung des Clusters und die Gewährleistung der Hochverfügbarkeit für kritische Funktionen sowie die Zusammenarbeit auf dem Gebiet globaler paralleler File Systeme und der Skalierung des Linux Kernels. Weitere Aufgaben sind Schulungen und Weiterbildung, die Portierung und Optimierung von Applikationen. Soweit es sich um Softwarepakete unabhängiger Softwareanbieter (ISV) handelt, wird eine entsprechende Unterstützung angeboten.

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