Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 23. Juni 2004, 00:15

Halloween XI: Get The FUD

Eric Raymond hat der Sammlung von »Halloween-Dokumenten« ein elftes Dokument hinzugefügt, das Microsofts »Get the Facts«-Kampagne analysiert.

Anders als frühere Dokumente, die Raymond von Quellen innerhalb von Microsoft zugespielt wurden, ist Halloween XI von Raymond selbst verfaßt.

Raymond bezieht sich auf Microsofts neue Get the Facts-Kampagne. Nach einigen einleitenden Abschnitten stellt er fest, daß die aktuelle einige frühere Aussagen von Microsoft nicht mehr enthält. Offenbar seien diese Argumente bei den Kunden nicht angekommen, mutmaßt er.

Dafür hat sich das Microsoft-Marketing fünf neue Argumente gegen Linux ausgedacht. Alle fünf sind nach Raymond dreiste Lügen, wie nicht anders zu erwarten, und Raymond macht sich daran, sie eine nach der anderen zu untersuchen.

So behauptet MS unter Verweis auf den Forrester-Report, daß Linux unsicher sei. Dieser wurde von Debian, Mandrake, Red Hat und SUSE bereits als äußerst unseriös bezeichnet. Verstärkt hebt MS nun auch die Kosten der Migration auf Linux hervor. Dies kann laut Raymond leicht widerlegt werden: Die Migrationskosten fallen nur einmal an. Sofern die TCO von Linux unter denen von Windows liegen, amortisiert sich dies früher oder später. Je früher man migriert, desto mehr spart man.

Weiter behauptet MS, das eigene unfreie Lizenzmodell »Shared Source« sei das gleiche wie »Open Source« und Linux sei nicht frei. Letzteres versucht wieder einmal, die Begriffe Freiheit und kostenlos gleichzusetzen, um Verwirrung zu erzeugen.

Raymond sieht MS in eine sehr defensive Position gedrängt. Die Firma fürchtet um ihre Umsätze und Gewinnmargen, und wenn diese zurückgehen, dann könnte es auch den Aktienkurs treffen und das Ganze wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Raymond schlägt daher vor, die Argumente für Linux, die sich aus obigem ergeben, aggressiver einzusetzen. Dabei hält er aber nichts von der abstrakten »Propaganda« der Free Software Foundation (FSF). Diese käme bei den Managern schlecht an und könne MS zu Erfolgen verhelfen.

Insgesamt sieht Raymond die Kampangne als ein Zeichen, daß Open Source dabei ist, zu siegen. Im Serverbereich könnte Linux schon Anfang nächsten Jahres an Windows vorbeiziehen, die Schmerzgrenze von MS sei bereits jetzt überschritten. MS beschäftigt rund 22.000 Programmierer, im Open-Source-Bereich käme mehr als das zehnfache zustande. So sei es das beste, wenn sich die meisten Programmierer darauf konzentrieren, Software zu schreiben, die »nicht immer scheiße ist«.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 20 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Werbung (Martin, Do, 24. Juni 2004)
mehr fud (bierathlet, Mi, 23. Juni 2004)
Re[2]: Werbung (SI, Mi, 23. Juni 2004)
Okay, nachgeschaut.... (Markus, Mi, 23. Juni 2004)
Re[2]: Dumme Worte (furanku, Mi, 23. Juni 2004)
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung