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Di, 29. Juni 2004, 23:52

Windows CE 5.0 wird offener

Wohl als Reaktion auf den Siegeszug von Linux im Bereich der eingebetteten Systeme legt Microsoft große Teile des Quellcodes von Windows CE offen und erlaubt sogar die Weitergabe von Modifikationen.

Im nächsten Monat soll Windows CE 5.0, das Betriebssystem von Microsoft für eingebettete Systeme, erscheinen. Als Teil der Shared-Source-Initiative sollen rund 2,5 Millionen Zeilen Quellcode den Lizenznehmern zugänglich gemacht werden. Dabei ist die Lizenz weniger restriktiv als bisher: Es dürfen nun Änderungen vorgenommen, ohne die Änderungen an Microsoft oder andere weitergeben zu müssen. Die Änderungen dürfen wie die unmodifizierte Version vermarktet werden.

Windows CE ist ein echtzeitfähiges System für die 32-Bit-Architekturen ARM, MIPS (die beiden häufigsten Architekturen im eingebetteten Bereich), SH und x86. Eine Unterstützung für PowerPC, der ebenfalls im eingebetteten Bereich in riesigen Stückzahlen zum Einsatz kommt, fehlt im Vergleich zu Linux. Außer dem Namen hat Windows CE jedoch wenig mit Windows zu tun, die meisten Windows-Programme müssen explizit auf Windows CE portiert werden, um zu laufen, hauptsächlich, weil viele Funktionen weggelassen wurden.

Im Gegensatz dazu gibt es kaum Unterschiede zwischen der Version von Linux, die auf dem Desktop läuft, und der im eingebetteten Gerät. Für die Applikationen sind diese Unterschiede gar nicht sichtbar. Ähnlich verhält es sich mit FreeBSD, NetBSD und OpenBSD, die in eingebetteten Systemen ebenfalls gern verwendet werden. Mit eCos steht zudem ein weiterer sehr starker Konkurrent zu CE, der ebenfalls frei ist, bereit. Windows CE dagegen ist weiterhin nicht frei, sondern kann maximal 120 Tage kostenlos getestet werden. Danach werden Lizenzgebühren fällig. (Dank an Andreas Meszaros.)

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