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Mi, 30. Juni 2004, 11:20

Schedulerwahl zur Laufzeit

Ein Patch von Peter Williams ermöglicht es, den Scheduler des Kernels zur Laufzeit zu wechseln.

Dies können Anwender und Entwickler vor allem dazu verwenden, alternative Scheduler zum momentanen Standard zu testen.

Im Moment kommt im Kernel 2.6 ein Scheduler zum Einsatz, der eine konstante Zeitkomplexität O(1) für eine beliebige Anzahl an Prozessen gewährleistet. Mit dem CPU Scheduler Evaluation Patch (CPUSE) stehen zwei weitere Scheduler zur Verfügung, um Performanceverbesserungen und -Einbußen bequem festzustellen.

  • Zum einen ist dies der Staircase Scheduler (sc) von Con Koliva. Dieser macht sich, wie die meisten anderen Scheduler auch, besondere Einfachheit, hohe Skalierbarkeit, geringe Latenz und wenig Overhead zum Ziel. Den Scheduler selbst kann man wiederum zur Laufzeit durch verschiedene Optionen im Verhalten beeinflussen. Der Staircase-Scheduler ist gleichzeitig auch die Voreinstellung des CPUSE-Patches und der Entwickler schätzt den Staircase-Scheduler als ausreichend stabil für ausgiebige Tests ein.
  • Zum anderen steht ein einfacher prioritätsbasierter Scheduler (pb) mit einigen Verbesserungen in Sachen Interaktivität und Durchsatz zur Verfügung.

Die Wahl des Schedulers erfolgt über die neu eingeführte Datei /proc/sys/kernel/cpusched/mode, in der entweder die Werte "sc" oder "pb" stehen können. Im selbigen Verzeichnis können Tester auch diverse Optionen des Schedulers beeinflussen.

Für die Zukunft sieht Peter Williams die Erweiterung des CPUSE-Patches um weitere Scheduler vor. Auf dem momentanen Stand ist das komplette CPUSE-Paket in Form eines Patches für den Kernel 2.6.7 herunterladbar. Um Anwendern ein benutzerfreundlicheres Umschalten zwischen den Schedulern zu ermöglichen, stellt der Autor außerdem ein graphisches Frontend für diese Zweck zur Verfügung, welches Python und die GTK- sowie Glade-Anbindung daran voraussetzt.

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