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Mi, 30. Juni 2004, 19:25

Software::Entwicklung

Mono 1.0 freigegeben

Die erste stabile Version von Mono steht zum Download bereit.

Die aktuelle Version 1.0 von Mono implementiert nach Angaben der Entwickler im vollen Umfang die ECMA-standardisierte Laufzeitumgebung CLI und enthält neben Klassenbibliotheken eine plattformunabhängige Java-Runtime-Engine (IKVM), einen Just-in-Time- sowie einen Ahead-of-Time-Compiler für die Intermediate Language (IL). Auch der mitgelieferte C#-Compiler entspricht dem ECMA-Sprachstandard. Zu den aktuellen Einschränkungen von Mono 1.0 zählt die nur in einer Preview-Version erhältliche Unterstützung von Windows Forms. Nicht unterstützt wird ebenfalls CAS (Code Access Security). Die Java-Anbindung ist zudem auf die Funktionalität der GNU Classpath libraries limitiert.

Auf dem Mono-Kern setzen zwei APIs auf. Zum einen baut auf dem Kern eine Implementierung von Microsofts API für User Interfaces, Web Services und Datenbankzugriffe. Sie ist auch, wie die Entwickler versichern, vollständig Microsoft-kompatibel. Zum anderen bietet ein weiteres API Bindings für GTK, das Cairo Grafik-System und Monos eigene Datenbankschicht. Hier finden sich ebenfalls Schnittstellen zu weiteren Datenbanken sowie zur Integration von Web-Applikationen.

Laut Aussagen von Miguel de Icaza, Gründer des Gnome- und Leiter des Mono-Projektes, arbeiteten über hundert Entwickler an der freien Implementierung von.NET. Die Software wird bereits eingesetzt. So kündigte bereits letztes Jahr Tipic Inc., Produzent von Windows XP und Windows 2000 IM-Servern (Instant Messaging) basierend auf dem Jabber-Protokoll, die Unterstützung von Mono an. Weitere Unternehmen wollen ebenfalls ihre Produkte unter Mono entwickeln und so neben Windows auch Linux, MacOS X und Unix unterstützen. Selbst Novell baut die neueste Version von iFolder 3.0 auf Mono auf. Gerade aufgrund der guten GTK-Unterstützung gehen deshalb viele Entwickler davon aus, dass Mono auch für reine Linux-Entwicklungsprojekte künftig eine große Rolle spielen könnte.

Das in Boston/USA beheimatete Unternehmen Ximian, das mittlerweile eine Business Unit von Novell ist, beschäftigt einige der aktivsten GNOME-Entwickler und zeichnet für den Großteil der Arbeit an Mono verantwortlich. Mit Ximian Desktop vertreibt die Firma zudem eine eigene Distribution von GNOME. Eine der wohl wichtigsten Entwicklungen des Unternehmens stellt Mono dar. Bereits am Anfang der Entwicklung bat Icaza, eine Technologie nicht zu ächten, nur weil die dahinter stehende Firma nicht sympathisch ist. Icaza wollte lediglich die beste Technologie finden und unter Linux implementieren, so dass Entwickler gute Applikationen schreiben können.

Die aktuelle Version von Mono kann ab sofort vom Server des Projektes im Quellcode oder als bereits fertige Pakete für Red Hat 9.0, Fedora Core 1, Fedora Core 2, SuSE 9.0 und 9.1, SLES 8, MacOS X sowie Microsoft Windows 2000 und XP heruntergeladen werden.

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Kommentare (Insgesamt: 28 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Winforms und SuSE 9.1 (CE, Sa, 3. Juli 2004)
Re[3]: schon erstaunlich (RPR, Fr, 2. Juli 2004)
Re[2]: schon erstaunlich (rübezahl, Fr, 2. Juli 2004)
Re: schon erstaunlich (Magnus, Fr, 2. Juli 2004)
Re[5]: Patente? (CE, Do, 1. Juli 2004)
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