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Di, 13. Juli 2004, 23:12

Open Workbench aus der Taufe gehoben

Das kalifornische Unternehmen Niku hat Workbench, ein Konkurrenzprodukt zu Microsoft Project, unter eine Open-Source-Lizenz gestellt.

Das 1997 gegründete und seit 2000 börsennotierte Unternehmen entwickelt das umfassende Unternehmens-Verwaltungsprogramm Clarity, das aus acht Komponenten besteht. Eine davon ist Workbench, die die Firma nun als Open Workbench freigegeben hat. Es ist ein Programm zur Projektplanung und -verwaltung. Zur Zeit laufen Clarity und Open Workbench nur unter Windows, mit der Freigabe des Quellcodes auf SourceForge, die für August geplant ist, ist jedoch der Weg frei für eine Portierung auf Linux, die allerdings wohl nicht von Niku ausgehen wird. Das Programm wird von Niku als »überzeugende Alternative« zu MS Project bezeichnet.

Zur weiteren Entwicklung und zum Aufbau einer Community wurde die Webseite openworkbench.org ins Leben gerufen. Open Workbench 1.0 steht dort bereits zum Download bereit, für den allerdings eine kostenlose Registrierung erforderlich ist. Einen ersten Eindruck von Open Workbench kann man sich auf der Produktseite verschaffen.

Open Workbench steht unter der Mozilla-Lizenz. Der demnächst zu erwartende Quellcode wird nicht vollständig sein, da nach Angaben von Niku Teile davon dem Copyright von RogueWave und Microsoft unterliegen. Diese werden von Niku weiter gepflegt und in ihr Produkt eingebaut, das dann nur in binärer Form erhältlich sein wird. Es dürfte nicht lange dauern, bis interessierte Entwickler diese Lücke schließen. Wegen der fremdlizensierten Codeteile werden aber nur Entwickler mit Open Workbench arbeiten können, die Lizenzen dieses Codes haben.

Die Freigabe erklärt Niku damit, daß man mit Open Workbench auf das Hautprodukt Clarity aufmerksam machen wolle. Durch die Mitarbeit freier Entwickler könne das Produkt in bisher nicht geahnter Weise verbessert werden. Die jetzt verfügbare Version 1.0 kann allerdings nicht mit Clarity verbunden, sondern nur als eigenständiges Programm genutzt werden. Auch der Import von MS Project-Dateien ist nicht möglich. Beides soll in Version 1.1 verwirklicht werden.

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