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Di, 20. Juli 2004, 22:20

Software::Desktop::Gnome

Benutzbarkeitsstudie über GNOME 2.6

Das Web-Magazin »userinstict« hat eine Benutzbarkeitsstudie über GNOME 2.6 veröffentlicht, die zahlreiche Details untersucht.

Die Studie von Jonathan Turner trachtete danach, die Benutzbarkeit von GNOME 2.6 zu analysieren. Dies kann nicht anhand theoretischer Betrachtungen geschehen. Daher wurden vier unterschiedliche Benutzer vor ein wenig angepaßtes GNOME 2.6-System unter Gentoo und FreeBSD gesetzt. Zusammen mit dem Autor konnten sich also fünf Personen von den Qualitäten von GNOME überzeugen. Ähnlich wie bei der Benutzbarkeitsstudie von KDE durch Relevantive wurden den Personen mehrere praxisnahe Aufgaben gestellt und genau beobachtet, wie sie an die Aufgaben herangingen.

Die Benutzer hatten alle einen verschiedenen Hintergrund. Mit Windows waren sie wohl alle vertraut, mit GNOME dagegen nicht. Zwei werden als Anfänger eingestuft, von denen einer eine experimentelle Ader hat, der andere eher vorsichtig agiert. Der dritte war ein erfahrener Unix-User, der vierte ein erfahrener Mac-User und Systemarchitekt.

Aus dem Verhalten der Benutzer läßt sich ableiten, was GNOME bereits gut kann. Zunächst wird lobend erwähnt, daß es Human Interface Guidelines gibt und alle Applikationen sich spürbar daran orientieren. Einfache Aufgaben wie das Arbeiten mit Fenstern konnten alle Benutzer mit Leichtigkeit bewältigen. Viele Details sind den Benutzern von Windows her vertraut. Besonderes Lob wird auch den Autoren der Icons gezollt.

Die Einzelheiten der Benutzbarkeitsstudie sind in Anhängen aufgeführt. Sie sind der interessanteste Teil der Studie, jedoch auch langwieriger Lesestoff. Aus diesen Erfahrungen leitet der Autor einige Empfehlungen ab, wie GNOME geändert werden sollte, um es den Benutzern, besonders den Anfängern, noch leichter zu machen:

  • Der Desktop sollte sich mehr an typischen Aufgaben orientieren, beispielsweise sollte es einfacher sein, den Webbrowser und andere wichtige Applikationen zu finden. Schaltflächen mit für den Anfänger unklarer Bedeutung sollten in Menüs versteckt werden.
  • Applikationen sollten für die Human Interface Guidelines zertifiziert werden. Dies könnte auch Applikationen einschließen, die nicht zu GNOME gehören. Damit könnten beispielsweise Administratoren einfacher eine Auswahl treffen, welches Programm sie installieren.
  • Die Abstraktion von darunterliegenden System sollte noch konsequenter sein.
  • Es sollte eine wirklich einfache Möglichkeit zur Software-Installation geben. Es ist eine der häufigsten Aufgaben, sein System mit zusätzlichen Programmen zu erweitern, dies sollte sehr einfach möglich sein.
  • Die Unterstützung für proprietäre Formate wie MS Word, PDF oder Quicktime sollte annähernd perfekt sein. Weder Abiword noch OpenOffice konnten Word-Dokumente richtig einlesen, klagten die Testbenutzer.

Alles in allem ist GNOME solide und gut durchdacht, resümiert der Autor und hofft darauf, daß GNOME den eingeschlagenen Weg zu komfortabler Benutzung weiter verfolgt.

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Kommentare (Insgesamt: 91 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: gnome fork (Dominik, Sa, 24. Juli 2004)
Re[5]: Benutzbarkeitsstudie wertlos! (slashme, Do, 22. Juli 2004)
Re[8]: Benutzbarkeitsstudie wertlos! (Ralph Miguel, Do, 22. Juli 2004)
Re[5]: Benutzbarkeitsstudie wertlos! (vicbrother, Do, 22. Juli 2004)
Re: öhm? (LH, Do, 22. Juli 2004)
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