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Do, 22. Juli 2004, 06:21

Unternehmen

Gericht entscheidet gegen SCO

In der mündlichen Verhandlung im Streit zwischen DaimlerChrysler und SCO ist die Richterin Rae Lee Chabot weitgehend der Position der »Welt AG« gefolgt und hat DaimlerChrysler in fast allen Punkten Recht gegeben.

Als SCO im März dieses Jahres zwei Namen gestandener Unternehmen nannte, die es verklagen wollte, wollte es die Saat der Angst. Neben dem amerikanischen Autoteile-Händler Autozone, verklagte SCO auch DaimlerChrysler. Die gegen das Konzern verkündete Klage zielte zwar in eine andere Richtung und stellte eine Feststellungsklage dar, die Assoziation zu Linux war jedoch perfekt. Durch die Drohung, auch in Zukunft mit den Klagen gegen Linux-Anwender fortfahren zu wollen, entstand in der Presse der allgemeine Tenor, Linux-Anwender seien nun in Gefahr. Die von SCO wohl beabsichtigte Rechnung ist jedoch nur für kurze Zeit aufgegangen.

Wie Presseberichten zu entnehmen ist, hat das Gericht in fast allen Punkten gegen SCO entschieden. Lediglich die Frage, ob es DaimlerChrysler möglich gewesen sei, binnen der angegebenen Frist zu reagieren, blieb offen. Der von Jürgen Schrempp in Visionen als die Welt AG gesehene Konzern reagierte erst nach der Einreichung einer Klage. Am 6. April sendete DaimlerChrysler an die Adresse von Bill Broderick, SCOs Chef der Lizenz-Abteilung, eine zweiseitige Erklärung, nach der DaimlerChrysler bereits seit sieben Jahren keine Software von SCO nutzt. Bereits in Dezember 2003 hatte SCO alle Kunden angeschrieben und zur Auskunft über die genutzte Software verpflichtet. Als Grund gab das Unternehmen an, herausfinden zu wollen, ob kein Angestellter oder Subunternehmer jemals Unix-Code in die Linux-Entwicklung überführt hat.

DaimlerChrysler zeigte sich über die Entscheidung der Richterin zufrieden. Nun ist der Konzern laut Aussage von Mary Gauthier, Sprecherin des Unternehmens, bestrebt, diese »eine offene Angelegenheit« zu lösen. SCO selbst will vorerst die rechtlichen Möglichkeiten prüfen und beharrt weiterhin darauf, keine ausreichende Auskunft erhalten zu haben. Offen gibt SCOs Sprecher Blake Stowell allerdings zu, dass die Angelegenheit »mit großer Wahrscheinlichkeit beendet ist«.

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