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Do, 5. August 2004, 15:35

Software::Distributionen::Solaris

Solaris 10: Zwei Seelen in einer Brust

Sun Microsystems hat auf der diesjährigen LinuxWorld Conference & Expo in San Francisco eine neue Funktion vorgestellt, die die Ausführung unveränderter Linux-Applikationen unter Solaris 10 ermöglichen wird.

Nach einer Ankündigung arbeitet das kalifornische Unternehmen Sun Microsystems an einem Projekt Namens Janus, das dem eigenen UNIX-System Solaris 10 die Ausführung von Linux-Applikationen ermöglichen wird. Als Veröffentlichungsdatum nennt Sun Ende des Jahres, was der Veröffentlichung von Solaris 10 entsprechen würde.

Das Angebot richtet sich primär an Linux-Anwender, die einen Umstieg auf Solaris für x86-Prozessoren erwägen. Eine Version für die Sparc-Architektur ist nicht geplant. »Suns Engagement für die Linux-Community ist größer denn je«, so John Loiacono, Suns Vice Präsident für das Softwaregeschäft. »Unsere Strategie war es immer, die beste Interoperabilität für heterogene Umgebungen anzubieten«. Demnach werden Kunden des Unternehmens die Vorteile von Solaris 10 genießen können, ohne die Investitionen für Linux-Anwendungen in Frage zu stellen. »Es gibt keinen Grund mehr, bei einer Wahl zwischen Solaris und Linux Opfer zu bringen«, so der Manager weiter.

Die Nutzung von Linux soll, so Sun in einer Mitteilung, problemlos vonstatten gehen. Laut Angaben des Unternehmens wird Janus die Kompatibilität zwischen beiden Betriebssystemen auch für Oracle 9.2i, BEA WebLogic, Adobe Acrobat Reader oder SAS anbieten und zu hundert Prozent mit Red Hat Enterprise Linux 3 (RHEL 3) harmonieren.

Vor zwei Monaten hatte Sun inoffiziell zugegeben, Solaris in einer Open-Source-Version veröffentlichen zu wollen. »Ich will nicht sagen, wann es passieren wird«, so Jonathan Schwartz, Präsident von Sun Microsystems, in einem Interview »aber machen Sie keinen Fehler, wir werden Solaris öffnen«. Als Beispiel sieht Sun dabei Java. So könnte die Sprache laut Aussage des Managers ohne eine rege Community nicht existieren und Sun alleine könnte den Support nicht schultern. »[Java] existiert, weil es hunderte und tausende von Partnern gibt«, so Schwartz weiter. »Wir müssen jetzt das Modell von Java nehmen und auf Solaris übertragen«.

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