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Mi, 18. August 2004, 17:39

Hardware

Linux auf Power over Ethernet Überwachungskamera

Linux hält nun auch auf Kameras Einzug.

Ein LinuxDevices-Artikel gibt an, dass Toshiba für den September die Herausgabe einer Überwachungskamera auf Basis von Linux plant. Sie nutzt Ethernet sowohl zur Stromversorgung als auch zur Übertragung der Bilder.

Als Softwarebasis vermutet der Artikel µClinux, eine Version des Linuxkernels, die immer häufiger auf eingebetteten Systemen zum Einsatz kommt, da es auf Architekturen läuft, die über keine MMU verfügen. Auf der Überwachungskamera soll, ob µClinux oder nicht, eine Kernelversion aus der 2.4-Reihe arbeiten.

An zusätzlicher Software liefert das Gerät eine Shell und Server für HTTP, FTP, SMTP und NTP (Zeitserver). Für das FTP-Protokoll steht zudem auch ein Client zur Verfügung. Der HTTP-Server dient überwiegend der Konfiguration, indem er ein Webinterface bereitstellt, durch welches Einstellungen getroffen werden. Die Kamera soll JPEG-Daten bis zu einer Auflösung von 640x480 bei 30 Bildern pro Sekunde liefern, wobei sie auch der akustischen Kommunikation mittels Mikrofon und Lautsprechern dient.

Die Verbindung zum überwachenden Computer stellt die Kamera über ein Netzwerk mit RJ45-Steckern her. Um auch ohne Rechner ihren Dienst zu verrichten, stattete der Hersteller das Gerät mit einem Kartenleser für SD-Karten aus. Alternativ liefert sie das Bildsignal auch analog über einen BNC-Anschluss. Dieses Signal ist allerdings NTSC.

Über das Netzwerkkabel erfolgt auch die Stromversorgung. Um dies zu verwirklichen, bedient man sich der Power over Ethernet Technologie, die Energie über ungenutzte Leitungen des Twisted-Pair-Kabels transferiert. Während ein solches Kabel vier Paare enthält, nutzt Ethernet nur zwei davon zur Datenübertragung. Nach der Spezifikation IEEE 802.3af ermöglicht PoE 48V Gleichspannung bei einer Stromstärke von 350mA. Um Geräte, die Power over Ethernet nicht erwarten, nicht zu schädigen, muss ein fähiges Gerät zunächst eine Anforderung für diesen Dienst senden. Um den kurzzeitigen Verlust des Netzanschlusses zu überbrücken, ist eine USV integriert.

Die CPU der Kamera basiert auf ARM und ist mit 80 MHz getaktet.

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