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Do, 26. August 2004, 02:30

Software::Büro

OpenOffice 2.0 bringt Datenbank mit

Ein Ausblick auf die Features von OpenOffice 2.0 zeigt unter anderem, daß die freie Office-Suite in Zukunft eine eigene Datenbank mitbringen wird.

Durch die Integration einer eigenen Datenbank wird OpenOffice anderen Office-Paketen wie MS-Office mit Access oder StarOffice vergleichbarer. Anders als das auf dem gleichen Code aufbauende StarOffice wird aber nicht Adabas D, sondern die freie Datenbank hsqldb zum Einsatz kommen. Man darf gespannt sein, ob die nächste Version von StarOffice diese dann ebenfalls an Stelle von Adabas D enthalten wird.

Der HSQL (Hypersonic SQL) Datenbankserver wird von seinen Entwicklern als der führende relationale SQL-Datenbankserver in Java beschrieben. Er soll zudem sehr schnell und leichtgewichtig sein. Er steht unter einer BSD-artigen Lizenz.

Version 2.0 von OpenOffice.org wird voraussichtlich im März oder April 2005 erscheinen. Der Code wurde bereits eingefroren. Das heißt, daß alle geplanten Features realisiert sind und ab jetzt nur noch Korrekturen möglich sind. Ende August soll auch das GUI seine endgültige Struktur haben. Im Dezember soll eine frühe Betaversion (»early Access«) veröffentlicht werden, gefolgt von weiteren Betaversionen.

Weitere wichtige Features von OpenOffice.org 2.0 beschreibt Thomas Krumbein in einer kurzen PDF-Datei. So wird in Multiuser-Umgebungen die Netzwerkinstallation entfallen: Die Software wird einmal global installiert, und die Initialisierung für die einzelnen Benutzer wird beim ersten Start durchgeführt. Allerdings werden aufgrund von Lizenzbestimmungen nicht alle Komponenten in einem Durchgang installierbar sein, die deutsche Rechtschreibprüfung, die Datenbank u.a. wird man über Skripte nachinstallieren müssen.

Die Konfiguration von OpenOffice.org 2.0 wird noch mehr Optionen als bisher enthalten. Um die Benutzer aber nicht zu verwirren, werden im Konfigurationsdialog nur noch diejenigen angezeigt, die für das aktuelle Programm relevant sind. Die Sicherheitsstufe für Makros wurde erhöht. Sollte ein Makro nicht mehr funktionieren, kann diese in den Optionen wieder zurückgesetzt werden.

Das Standard-Dateiformat wird sich ändern, und zwar auf das OASIS-Format, das auch KOffice in Zukunft verwenden wird. Es ist inkompatibel mit dem bisherigen Format, doch OpenOffice.org 2.0 wird auch das alte Format anstandslos schreiben und lesen können. Auch das Lesen und Speichern in MS-Office-Formaten wurde verbessert. Laut Krumbein kann dies aber niemals perfekt sein, da OpenOffice.org kein Clone von MS-Office ist.

Die Oberfläche wird sich in OpenOffice.org 2.0 merklich ändern. In der Hauptsache wird sie sich an die Desktop-Umgebung anpassen und ihre Erscheinung an das aktuelle Thema angleichen. Die Anordnung der Werkzeugleisten wird sich ebenfalls ändern.

Zahlreiche kleinere Verbesserungen runden das Paket ab und sollen in Zukunft für noch angenehmeres Arbeiten mit OpenOffice.org sorgen.

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