Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Do, 26. August 2004, 21:58

Software::Desktop::KDE

Barrierefreiheit für KDE

Auf dem KDE-Gipfeltreffen haben sich Entwickler und Behinderte zu einem Forum für Barrierefreiheit getroffen.

Das Treffen fand am 22. und 23. August mit der Unterstützung von Trolltech statt, um neue Ideen und Konzepte zu entwickeln, die behinderten Anwendern den Umgang mit dem Desktop erleichtern. Die Teilnehmergruppe bestand dabei nicht nur aus Entwicklern des KDE-Projektes - Personen der Barrierefreiheitsprojekte von GNOME, Mozilla und OpenOffice.org waren ebenfalls eingeladen.

Während der Zusammenkunft demonstrierte Harald Fernengel KDE, wie es mit den Programmen Gnopernicus und GOK zusammenarbeitet, die beide Entwicklungen für die GNOME-Desktopumgebung sind. Diese Änderungen können ein Teil zukünftiger Versionen von KDE werden. KDE 3.4 oder 4.0 liefert dann korrekte Informationen für Geräte und GNOME-Behindertenprogramme.

Gnopernicus erleichtert stark sehbehinderten oder blinden Anwendern die Kommunikation mit ihrem Computer. Dazu stellt es nicht nur Unterstützung verschiedener Braillezeilen bereit, sondern liest Dialoge vor oder vergrößert das Bild. Bisher funktionierte dies vor allem mit GTK+2 und Java-GUI-Applikationen.

GOK (GNOME On-Screen Keyboard) ist eine Bildschirmtastatur für GNOME, wie man sie beispielsweise von diversen PDAs kennt. Sie ermöglicht Eingaben für Benutzer, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind und deshalb eine Tastatur nur schwer handhaben können. Olaf Schmidt sieht GOK als gutes Komplement zu KMouth, welches Texte vorliest. So kann ein eingeschränkter Benutzer seine Eingaben über GOK erledigen, diese via KMouth ausgeben und so durch den Computer sprechen.

Der Leiter der Accessibility-Gruppe der Free Standards Group sieht freie Software als das Optimum für den Einsatz mit Minderbefähigten, da sie sich im Gegensatz zu proprietärer Software optimal den Gegebenheiten individuell anpassen kann. Zudem hält er sie für Behinderte für erschwinglicher, da diese oft arbeitslos seien.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung