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Di, 31. August 2004, 19:22

Software::Systemverwaltung

Philips Webcamtreiber: Die Rückkehr?

Der Philips-Webcamtreiber, der vor kurzem aus dem Kernel entfernt wurde, wird doch noch weiterentwickelt.

Grund des ursprünglichen Disputes über den Treiber war die Tatsache, dass er nur zur Hälfte aus freier Software besteht. Der freie Teil reicht aus, um die Kamera anzusteuern, jedoch sind die von der Kamera verwendeten Codecs proprietär. Um die Daten zu verwerten, ist ein zweiter Teil nötig, der nicht im Quellcode verfügbar ist. Im Treiber der Philips Webcam befindet sich deshalb (freier) Code, der den proprietären Teil des Moduls nachlädt.

Den Streit quittierte der Autor des Treibers (Nemosoft) mit der Bitte, die komplette Philips Webcam-Unterstützung aus Linux zu entfernen. Dieser Bitte willigte Linus Torvalds, unter der Annahme, Nemosoft sei der alleinige Autor, ein. Diese Annahme widerlegte Alan Cox damit, dass der Treiber auf der Arbeit vieler anderer Leute basiert. Er wünschte, dass das Modul wieder Einzug in den Kernel hält - allerdings ohne den umstrittenen Teil, der proprietären Code nachlädt. Gleichzeitig schlug er sich selbst als neuen Maintainer des Treibers vor. Zudem zeigen auch andere Leute von Nemosoft Interesse, weiterzuentwickeln.

Alan Cox argumentiert gegen die Entfernung des Treibers damit, dass er genausogut die Entfernung von jeglichem, von ihm kommenden Code fordern könne, weil ihm das aktuelle Verhalten der Kernelentwickler missfalle.

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