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Mi, 15. September 2004, 13:11

Gesellschaft::Politik/Recht

Linux Standard Base 2.0 freigegeben

Die Free Standards Group, zentrale Anlaufstelle für Standardfragen zu Linux, hat die Linux Standard Base (LSB) in der Version 2.0 freigegeben.

Bereits im Jahre 2000 hatten zahlreiche namhafte Unternehmen angekündigt, Linux zu standardisieren. Die bisher unabhängig voneinander operierenden Organisationen wollten in einen gemeinsamen Projekt einen einheitlichen Standard entwickeln. Es entstand die Free Standards Group, die im Juli 2001 die erste Version der LSB vorstellte. Die in der Version 1.0 veröffentlichte LSB-Richtlinie versuchte viele Aspekte von Linux in den verschiedenen Distributionen zu vereinheitlichen und alle Linux-Distributionen zu einem Standard zu führen. Dieser Standard sollte nach Willen der Initiatoren vollständige Kompatibilität zwischen allen Herstellern schaffen und wurde schlussendlich auch von vielen Anbietern berücksichtigt.

Wie nun die Free Standards Group bekannt gab, soll mit der Einführung der Version 2.0 der LSB eine neue Ära unter Linux anbrechen. Die von der Gruppe organisierte Vereinbarung soll, so die zahlreichen Unterstützer der LSB, die Wettbewerbsfähigkeit von Linux gegenüber Microsoft verbessern und verhindern, dass mehrere rivalisierende Versionen des Betriebssystems entstehen, wie dies vor etlichen Jahren bei Unix der Fall war. Unterstützt wird LSB 2.0 neben den bekannten Distributoren auch von IBM, Hewlett-Packard (HP), Dell und Intel. Laut Angaben der beteiligten Unternehmen lässt sich mit der Einführung der LSB 2.0 die Offenheit von Linux besser ausnutzen.

Die LSB 2.0 bringt gegenüber der Vorgängerversion zahlreiche neue Eigenschaften mit. Zu den Neuerungen von LSB gehören unter anderem ein neues Application Binary Interface (ABI) für C++ sowie eine erweiterte Unterstützung von Plattformen. So unterstützt LSB 2.0 32- und 64-Bit-Hardware-Architekturen, unter die auch IBMs PowerPC 64, S390- und S390X-Plattformen und AMDs 64-Bit Opteron-Chip fallen.

Applikationen, die LSB-konform geschrieben sind, sollen auf jeder LSB-konformen Linux-Distribution ohne Neucompilierung laufen. Alle gebräuchlichen APIs von Linux sind hierin beschrieben. Dies reduziert den Aufwand von Entwicklern erheblich, insbesondere bei kommerzieller Software, die nicht mit dem Quellcode geliefert wird. Es gibt ein Entwicklungspaket zur einfacheren Entwicklung von LSB-konformen Applikationen sowie eine vollständige Testsuite, mit der man die Konformität von Distributionen testen kann.

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