Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Di, 28. September 2004, 00:44

Gemeinschaft::Personen

Michael Tiemann kritisiert Sun und Microsoft

Michael Tiemann, einer der leitenden Mitarbeiter von Red Hat, hat die jüngsten Schritte von Sun und Microsoft kritisiert.

In einem Blog-Eintrag reagierte Tiemann auf einen Angriff des Sun-Managers Jonathan Schwartz, der Kritik an Sun als »bizarre Anti-Sun-Verschwörungstheorie« abgetan hatte. Tiemann fordert zum wiederholten Mal, daß Sun Java endlich unter eine echte freie Lizenz stellen solle. »Wenn Sun Java nicht öffnet, dann schenkt es uns [der Open-Source-Gemeinschaft] zumindest kein Vertrauen. Warum sollten wir dann Sun trauen?«

Auch das kürzlich bekannt gewordene Patentabkommen zwischen Sun und Microsoft ist Tiemann ein Dorn im Auge. Es schützt Sun vor Patentansprüchen von Microsoft, die auf Ideen in OpenOffice.org bestehen könnten. Es schützt jedoch nicht die Anwender von OpenOffice.org. Daher stellt Tiemann die Frage nach Suns eigenen Software-Patenten: »Kann jeder Open-Source-Entwickler Suns Patente in seiner Software verwenden, ohne mit einem möglichen Prozess konfrontiert zu werden?« Sun hat offensichtlich noch keinerlei solche Garantie gegeben.

Weiter kritisiert Tiemann, daß Sun Dinge tue, die nur Microsoft nützen. Das Verhältnis zwischen Sun und Red Hat bleibt also weiter angespannt. Sun verkauft einerseits noch Server mit Red Hat-Betriebssystemen, macht Red Hat jedoch auf der anderen Seite Konkurrenz. Wie Jonathan Schwartz es ausdrückte: »Wir zielen speziell auf Red Hat.«

Ein Sun-Sprecher hat in einer ersten Reaktion die Aussagen von Tiemann heruntergespielt und zu reinem Marketing-Theater erklärt.

Zuvor hatte Tiemann auch Microsoft scharf angegriffen. Deren Angebot, den Quellcode von MS-Office für Regierungen offenzulegen, sei ein Witz. Besonders die Sicherheit sei etwas, was Microsoft allenfalls vortäuschen könne. Wieviel Aufwand sollen die Regierungen treiben, um zu versuchen, Quellcode zu verstehen, den selbst bei Microsoft niemand mehr versteht? Und selbst wenn man Probleme finden würde, dürfte man sie nicht beheben. OpenOffice sei in allen Fällen die bessere Alternative.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung