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Mo, 4. Oktober 2004, 16:25

Nur noch Windows und Linux in zehn Jahren?

Laut einer Einschätzung des von Bill Gates werden alle anderen Betriebssysteme obsolet und nur noch Windows gegen Linux um die Vormacht auf dem Markt kämpfen.

Der Firmengründer, der von seinen Gefolgsleuten als genialer Visionär verehrt wird, einer der reichsten Männer der Welt und die Verkörperung des digitalen Wirtschaftwunders, hat im Rahmen eines Gesprächs im kalifornischen Museum für Computergeschichte seine Sicht der Dinge dargelegt. Bill Gates, der statt auf dem CEO-Stuhl lieber im Olymp der Software-Visionären residiert und die Führung von Microsoft einem Angestellten überlässt, kommt zu einer Einschätzung der Zukunft der Betriebssysteme, die Apple, Sun oder freien Systemen wie *BSD nicht gefallen dürfte. Laut einem Bericht von OSNews wird es, sollte die Geschichte nach Gates' Vision verlaufen, in zehn Jahren nur noch zwei relevante Betriebssysteme auf dem Markt geben: Windows und Linux.

So abwegig die Vision für alle Realisten sein mag, Gates macht recht präzise Angaben dazu. Seine Aussage untermauert er mit von Analysten bereits in der Vergangenheit publizierten Meinungen. Demnach übernimmt Linux nicht die Marktanteile von Windows, sondern von anderen Unix-Systemen. Das Problem mit Unix ist, dass alle involvierten Unternehmen wie SGI, Sun, IBM, HP oder SCO nicht die Energie aufbringen konnten, miteinander zu kommunizieren und es in der Vergangenheit nicht schafften, gemeinsame Standards oder eine einheitliche Entwicklungslinie zu finden. Die Zerstrittenheit der Unix-Anbieter machte Linux stark und ebnete dem freien Betriebssystem laut Gates den Weg zum Erfolg.

Ferner werde Microsoft versuchen in der Zukunft dem freien Linux nicht mehr durch den Preis Paroli zu bieten, sondern durch mehr Qualität. So wird er Konzern seine Bestrebungen bündeln Software zu entwickeln die weniger Support und weniger Administration benötigen. Durch solch eine Vorgehensweise hofft Gates die Zahl der Administratoren, die in einem Unternehmen beschäftigt sind, und damit zwangsweise auch die Kosten der Administration senken zu können. Auf der anderen Seite erhofft sich Gates durch diesen Schritt, die Einnahmen der großen Distributoren beschneiden zu können.

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