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Do, 21. Oktober 2004, 14:51

Software::Entwicklung

KHTML-Port für GTK+ gestartet

Ein von Nokia Research Center initiiertes Projekt hat sich auf die Fahne geschrieben, die von Apple angepasste WebCore/KHTML-Bibliothek an GTK+ anzupassen.

Bereits Steve Jobs schwärmte von der im KDE-Web- und Filebrowser verwendeten KHTML-Bibliothek, die für das Rendering von HTML-Seiten zuständig ist. Laut Jobs ist Safari dank der neuen Bibliothek wesentlich performanter als Microsofts Internet Explorer. Nun scheint auch Nokia an der Bibliothek Gefallen gefunden zu haben.

Wie das Nokia Research Center bekannt gab, hat es die WebCore/KHTML an die GTK+-Bibliothek angepasst. Die bereits in einer Alpha-Version erhältliche Implementierung enthält den KJS Javascript-Interpreter, die KHTML Rendering Engine, einen Qt-Layer, das WebKit API und einen Referenzbrowser für Demonstrationszwecke.

Nach Aussage der Programmierer hofft das Nokia Research Center, dass auch das GNOME-Webkit-Projekt Nutzen in der neuen Implementierung finden wird. Alle Änderungen die das Team durchgeführt hat, wurden mit »#ifdef KWIQ«-Direktiven gekennzeichnet. »Wir versuchen alle Änderungen in unserem KHTML-Port so minimal wie nur möglich zu halten, um einen weiteren Fork von HTML und Apple WebCore zu verhindern«, so die Programmierer. Die größten Änderungen wurden in Verbindung mit Apples Code durchgeführt. Der KWIQ-Layer (»quick«) wurde zudem vom Objective C zurück zu C++ und Gtk+ portiert.

KHTML stellt die Komponente des KDE-Webbrowsers »Konqueror« dar, die den HTML-Code einer Website analysiert und die korrekte Darstellung der Seite im Browserfenster übernimmt. KHTML wurde in C++ geschrieben und unterliegt der LGPL. Im Juni 2003 hatte Apple angekündigt, KHTML für den Browser Safari verwenden zu wollen. KHTML wurde laut Jobs ausgewählt, da es »weniger als ein Zehntel der Größe vergleichbarer Open-Source Renderer aufweise«. Dadurch trage KHTML dazu bei, Safari schlank und schnell zu halten.

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