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Mi, 27. Oktober 2004, 11:18

Linux bei der Deutschen Bahn

Hauptsächlich aus Kostengründen, so die Aussage von Detlef Exner, Geschäftsführer der DB Systems, setzt die Bahn zunehmend auf Linux-Server.

Die Bahn steht vor dem Problem, ihre IT-Systeme kostengünstig und effizient zu betreiben. Es ist die Aufgabe von DB Systems, dies zu realisieren. Aus diesem Grund ist Linux eine der strategischen Serverplattformen des Unternehmens. Technisch wird Linux offenbar als mindestens gleichwertig zu anderen Systemen eingeschätzt und daher in vielen Fällen von anderen Plattformen auf Linux migriert. Beispielsweise wurden IBM-Systeme mit z/OS auf zLinux migriert und HP Nonstop-Systeme auf Linux-Cluster.

DB Systems stellt nur auf Linux um, wo es wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist. Philosophische Fragen bleiben außen vor. Neuentwicklungen werden möglichst auf Linux-Basis erstellt. Die Desktop-Systeme bleiben jedoch, ebenso wie die Dateiserver, vorläufig bei Windows-Systemen. Laut Exner gibt es dafür einen einleuchtenden Grund: Diese Systeme wurden gerade erst in einem seit zwei Jahren laufenden Projekt auf eine neue Windows-Version umgestellt. Experimente mit Linux-Desktops laufen aber durchaus und bei der nächsten anstehenden Umstellung wird neu entschieden.

Bei Applikationsservern, Web- und Proxyservern, Mailservern, Routern, Firewalls und Routern ist es jedoch für die DB Systems keine Frage, daß ausschließlich Linux zum Einsatz kommt. Beispiele für bereits durchgeführte Linux-Migrationen sind:

  • Portierung von Lotus Notes von z/OS nach zLinux auf 32 redundanten Mailservern, ein Datenvolumen von 6,5 TB für 55.000 Anwender und 5500 Datenbanken
  • Portierung von Adabas Natural von z/OS nach Linux
  • Portierung einzelner SAP-Server von z/OS nach Linux
  • Teile der Verbindungsauskunft im Personenverkehr von HP Nonstop auf Linux

Insgesamt werden durch die Linux-Umstellung mehrere Millionen Euro pro Jahr gespart. Ferner Unabhängigkeit von einem einzelnen Hersteller und mehr Flexibilität erreicht. Auch Standards sind für die DB Systems wichtig. Nach Angaben von IBM werden jedoch bei den Servern normalerweise keine allzu großen Kostenersparnisse erreicht. Mehr Einsparungspotential bieten die Desktop-Systeme, besonders durch den Einsatz von IBMs »Managed Client«.

Die DB Systems ist der IT-Dienstleister der Bahn und hat mit 2400 Mitarbeitern im Jahr 2003 einen Umsatz von 690 Mio. EUR erwirtschaftet. Sie betreibt, nicht ausschließlich für die Bahn, Unternehmens- und IT-Strategie-Beratung, Prozessberatung, Realisierung von IT-Systemen sowie Betriebsführung und Wartung.

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Kommentare (Insgesamt: 38 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[4]: Sorry, aber (jo, Mo, 1. November 2004)
Re: Erklärbär! (berndix, Fr, 29. Oktober 2004)
Re[4]: Fahrkartenautomaten (berndix, Fr, 29. Oktober 2004)
Re[2]: Sorry, aber (ahnonymous, Do, 28. Oktober 2004)
Re[3]: Fahrkartenautomaten (haertie, Do, 28. Oktober 2004)
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