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Mi, 3. November 2004, 17:33

Software::Desktop

Adobe mit mehr Linux-Engagement

Mit einem noch nicht angekündigten Beitritt zur OSDL-Organisation und einem verstärkten Einsatz im Puncto Linux will Adobe offenbar mehr Linux-Engagement zeigen.

Das in San Jose, Kalifornien, beheimatete Unternehmen Adobe fiel bislang nicht gerade durch ausgeprägte Unterstützung von Linux auf. In der Vergangenheit geriet der Software-Hersteller bei der Linux-Community des öfteren in Missgunst, als das Unternehmen zum Beispiel ohne nähere Angabe von Gründen die Portierung von FrameMaker absagte, Acrobat Reader für Linux nicht mehr herausbrachte oder gar die Entwickler von KDE wegen angeblicher Verletzung des Markenrechts abmahnte und die Abmahung schließlich zurückzog. Alles Schnee von gestern, denn Adobe scheint sich der Linux-Community mit großen Schritten zu nähern und wird dem Anschein nach das freie Betriebssystem bei einem Einsatz auf dem Desktop, wenn nicht gleich unterstützen, so wenigstens beobachten und ihm beratend zur Seite stehen.

Wie einem heutigen Bericht des Nachrichtentickers CNet.com entnommen werden kann, ist Adobe der Linux unterstützenden Organisation OSDL beigetreten. Inoffiziell, denn weder OSDL noch Adobe haben dies bisher angekündigt. Laut CNet bestätigte Adobe das Engagement allerdings auf Nachfrage. Demnach trat das Unternehmen dem Desktop-Forum bei, in dem Modelle des Desktop-Einsatzes studiert werden. Daraus sollen Empfehlungen entstehen, was verbessert werden sollte, um den breiteren Einsatz von Linux zu fördern. In Zusammenarbeit mit der Open-Source-Gemeinschaft sollen die verschiedenen Modelle des Desktop-Einsatzes identifiziert werden, dann sollen Spezifikationen und Referenz-Implementationen entwickelt werden.

Ein weiteres Indiz, dass Adobe immer mehr seine Fühler Richtung Linux ausstreckt, stellen zwei Stellenanzeigen der Firma dar. So sucht Adobe in San Jose einen »Director, Linux Market Development«. Zu dessen Aufgaben wird neben der Validierung der Strategie des Unternehmens auf dem Linux- und Open-Source-Markt auch die Leitung eines technischen Teams gehören, das Projekte implementieren wird, um Linux auf dem Desktop zu verbessern. Ferner soll die neue Stelle eine starke Business-Bindung zu den führenden Linux-Distributoren und Partnern aufbauen.

Ein anderes Team, das ein neuer »Linux Desktop Architect« führen soll, wird sich laut einer zweiten Stellenausschreibung an der Arbeit an einem von Adobe gesponserten Open-Source-Projekt beteiligen. »Wir brauchen Ihre Hilfe bei der Repräsentation von Adobe bei der Open Source Community und bei Standard-Organisationen«, so die Beschreibung der neuen Stelle. »Sie werden eine interne Ressource für Open Source Entwicklungsmodelle und Community-Verfahren sein«.

Offiziell gibt sich Adobe wortkarg. »Von einer technischen Sicht der Dinge gesehen ist die (Linux-) Plattform robust«, so Pam Deziel, Adobes führender Manager für Produkt-Marketing. »Betrachtet aus einer Business-Perspektive, erreicht die Plattform wahrscheinlich noch nicht die Ausrichtung, die mit Adobes Märkten konform wäre«. Deziel gab allerdings zu, dass ein gesteigertes Interesse bei Adobes Kunden besteht. Vor allem will das Unternehmen zuerst eine neue Version von Acrobat Reader für Linux zur Verfügung stellen. Während die Windows- und Mac OS X-Fraktion bereits Acrobat Reader in der Version 6 nutzen kann, müssen sich Linux-Benutzer immer noch mit der Version 5 zufrieden geben.

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Kommentare (Insgesamt: 66 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Endlich! (peschmae, Fr, 5. November 2004)
Re[2]: adobe reader 6 (makarov, Fr, 5. November 2004)
Re[2]: War nicht immer die Rede davon ... (Lars Behrens, Do, 4. November 2004)
Re: War nicht immer die Rede davon ... (pinky, Do, 4. November 2004)
Re[4]: Endlich! (fs111, Do, 4. November 2004)
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