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Do, 4. November 2004, 00:43

Software::Distributionen::Solaris

Sun bekennt sich zu Solaris

Kurz vor der bevorstehenden Veröffentlichung von Solaris 10 hat Sun klare Präferenzen für Solaris gesetzt und die geplante Freigabe des Solaris-Quellcodes erläutert.

Wer sich durch den Schlingerkurs von Sun in den letzten Monaten - mal für Linux, mal gegen Linux und besonders gegen Red Hat - verunsichert fühlte, weiß nun, woran er ist. Die Priorität liegt für Sun eindeutig bei Solaris. Dabei will Sun Linux keinesfalls untergraben, so verkauft und supportet die Firma auch Red Hat Linux auf ihren Rechnern. Doch Solaris 10 soll nach Angaben des Marketingleiters John Fanelli, billiger als beispielsweise Red Hat Enterprise Linux sein.

Sun tue alles, um mit Solaris die Anforderungen der Kunden zu erfüllen, so Fanelli. Wo dies nicht möglich sei, werde man weiterhin auf Linux zurückgreifen.

Das in Kürze erscheinende Solaris 10 wird eine neue Technologie namens Janus enthalten, mit dem Linux-Programme unter Solaris laufen sollen. Janus wird als Kernel-Dienst auf Solaris angeboten, läuft aber nur, wenn der Administrator das wünscht. Mit diesem Ansatz scheint es noch Probleme zu geben, die in den Abhängigkeiten liegen, die ein Linux-Programm mit sich bringt. Daher werden anfänglich nur Programme laufen, die für Red Hat-Systeme erstellt wurden. Andere werden erst später hinzukommen. Außerdem kommt Janus zu spät für Solaris 10, es wird wahrscheinlich mit einem Update des Systems nachgereicht.

Sun garantiert derzeit Binärkompatibilität zwischen de verschiedenen Versionen von Solaris und will dasselbe auch für Red Hat Linux sicherstellen. Dies ist aber nach Angaben von Glenn Weinberg, Vizepräsident der Operating Platforms Group, derzeit noch nicht möglich, da es keinen einzelnen Standard gibt, gegen den man Applikationen zertifizieren könnte.

Nach Angaben von Jonathan Schwartz, Präsident und Chief Operation Officer von Sun, macht die Freigabe von Solaris unter einer freien Lizenz Fortschritte. Es ist noch nicht entschieden, welche Lizenz letztlich für Solaris verwendet wird und wann es soweit sein wird. Sicher ist, daß die freie Version so wenige Unterschiede wie möglich zur kommerziellen haben soll. Es wird nur wenige Bereiche geben, deren Quellen nicht geöffnet werden können. Dabei handelt es sich überwiegend um Treiber, an denen Sun nicht die Rechte besitzt und deren Rechteinhaber sich gegen die Öffnung ausgesprochen haben.

Mit Open Source Solaris will Sun Vergleichbarkeit mit Linux-Distributionen herstellen und in verstärkten Konkurrenzkampf insbesondere mit Red Hat treten. Zeitgleich mit dem Start von Solaris 10 wird Sun eine stattliche Anzahl von Partnern und Kunden vorstellen, die es unterstützen.

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